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Hitzeschutzplan zum dritten Mal aktiviert

01.07.2019
LHStv.in Prettner: Nach einer relativ warmen Nacht auf Dienstag bringt dieser durch schwül-warmes Wetter nochmals eine leichte Hitzebelastung - Ab Mittwoch dürfte es vorerst mit sommerlichen Temperaturen weitergehen


Klagenfurt (LPD). Zum dritten Mal in diesem Jahr wurde heute, Montag, der Hitzeschutzplan des Landes Kärnten aktiviert. "Mehr als 900 Kärntner Einrichtungen - Alten- und Pflegeheime, Krankenanstalten, Rettungsorganisationen und Kinderbetreuungseinrichtungen - wurden über die Wetterprognose inklusive Anleitungen zum Hitzeschutz informiert", gab Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner bekannt. "Aufgrund der für die nächsten Tage zu erwartenden Hitzebelastung wurde die Warnstufe des Kärntner Hitzeschutzplanes aktiviert", präzisierte Prettner.

Laut Prognose kündigen sich gegen Montagabend jedoch erste Gewitter und eine Abkühlung an. Nach einer relativ warmen Nacht auf Dienstag bringt dieser durch schwül-warmes Wetter nochmals eine leichte Hitzebelastung. Ab Mittwoch dürfte es vorerst mit sommerlichen Temperaturen weitergehen. Langfristig kündigt sich bis auf ein kurzes hochsommerliches Intermezzo am kommenden Wochenende vorerst keine extreme Hitze an.

"An Alten- und Pflegeheime, Krankenanstalten, Rettungsorganisationen und Kinderbetreuungseinrichtungen wurden wiederum Empfehlungen und konkrete Verhaltens- und Sofortmaßnahmen übermittelt", informierte die Gesundheitsreferentin. Sie reichen von der Identifizierung von Risikopatienten über die Aktivierung interner Überwachungspläne bis hin zur Sicherstellung des Informationsflusses, erläuterte Prettner. Betreuungseinrichtungen seien in der Regel bestens auf die Bedürfnisse ihrer Klienten eingestellt. Dennoch könne es im Verlauf von länger anhaltenden Hitzeperioden zur Überlastung der hausinternen Ressourcen kommen.

Von der Hitzewelle sind nicht nur ältere Menschen, chronisch Kranke, behinderte Menschen und Kinder besonders betroffen. Jeder einzelne sollte folgende Ratschläge befolgen: Trinken Sie mindestens zwei bis drei Liter pro Tag, am besten Mineralwasser oder Fruchtsäfte. Vermeiden Sie alkohol-, koffein- und stark zuckerhaltige Getränke. Tragen Sie lockere Kleidung und eine Kopfbedeckung und kühlen Sie Ihren Körper. Suchen Sie kühle Räume auf und vermeiden sie körperliche Anstrengungen im Freien.

Vorsicht bei derartigen Temperaturen ist vor allem auch bei der Einnahme von Medikamenten geboten: "Medikamente können die Körpertemperatur und den Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen. Diese Gefahr ist vor allem bei Entwässerungsmitteln, Beruhigungsmitteln und Antidepressiva, aber auch bei bestimmten Antibiotika gegeben", so Prettner. Sie rät dazu, in diesen Fällen Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten.

Zumal es immer wieder Nachfragen zu Sonnenstich und Hitzeschlag gibt, hier ein Überblick über Symptome und Gegenmaßnahmen: Erste Warnzeichen bei Hitzestress sind starkes Schwitzen, Leistungsabfall, Schwindel, Herzklopfen, erschwertes Atmen, trockene Haut und Muskelkrämpfe, Erbrechen, Durchfall. Ein Sonnenstich hingegen ist eine Reizung der Gehirnhäute und des Hirngewebes. "Er entsteht durch die Einwirkung der Sonnenstrahlen auf den ungeschützten Kopf und Nacken. Besonders gefährdet sind Personen mit wenig Haaren und ganz speziell Kinder, da bei ihnen die Schädeldecke noch dünner ist", informiert die Gesundheitsreferentin. Anzeichen dabei sind ein roter und heißer Kopf, Kopfschmerzen, aber auch Übelkeit und Erbrechen. Der Betroffene ist umgehend in den Schatten zu bringen, mit leicht erhöhtem Oberkörper zu lagern und der Kopf ist mit kalten Umschlägen zu kühlen. "Ein Hitzeschlag wiederum tritt ein, wenn die Eigenregulationsmechanismen versagen oder überlastet sind. Er ist ein lebensbedrohlicher Zustand. Innerhalb kurzer Zeit steigt die Körpertemperatur auf 41 Grad an", so Prettner. In diesem Fall sei umgehend ein Arzt zu verständigen.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Michael Zeitlinger