News

POLITIK

Regierungssitzung 1 - Wesentliche Beschlüsse zur Wertschätzung des Ehrenamts

03.07.2019
LR Fellner: Politik stellt Weichen für Besserstellung von freiwilligen Helfern - Beschluss im Nationalrat setzt Forderung der Landesfeuerwehrreferenten um - Land verankerte Verbesserungen für Ehrenamtliche im Gemeindedienst


Klagenfurt (LPD). Ihr Dienst an der Gesellschaft, ihre Einsatz- und Hilfsbereitschaft ist unbezahlbar - ehrenamtliche Mitarbeiter von Rettungsorganisationen und Feuerwehren sind unverzichtbare Stützen der Gemeinschaft. "Mit den aktuell gefassten Beschlüssen im Bund und in der heutigen Regierungssitzung im Land Kärnten erfährt der großartige Dienst, den diese Helfer an der Allgemeinheit leisten, nun eine viel höhere Wertschätzung", teilte Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner nach der Sitzung mit.

Das gestern im Nationalrat beschlossene Bonussystem für Arbeitgeber von freiwilligen Helfern sei ein notwendiger und längst fälliger Schritt, betonte Fellner und verweist dabei auf gleichlautende Forderungen der Landesfeuerwehrreferenten, die bei ihrer Konferenz im Mai in Klagenfurt gestellt wurden. "Unwetterereignisse häufen sich, Helfer werden immer öfter gerufen, um Menschen, Tiere, Häuser, ganze Dörfer zu schützen", so Fellner. Arbeitgeber erhalten künftig eine Entschädigung, wenn sie Mitarbeiter auf freiwilliger Basis für solche Großeinsätze freistellen. "Das ist ein wichtiger Schritt, der sicherstellt, dass auch künftig bei Großereignissen Helfer schnell und in großer Zahl vor Ort sind."

Das Land Kärnten fällte heute, Mittwoch, in seinem Kompetenzbereich ebenfalls einen weitblickenden Beschluss zur Besserstellung von ehrenamtlichen Helfern: In der Regierungssitzung wurde eine Novellierung des Kärntner Gemeindemitarbeitergesetzes, von Gemeindereferent LR Daniel Fellner eingebracht und beschlossen.

Mit der Novelle gelten Hilfseinsätze künftig als gerechtfertigte Abwesenheit vom Dienst. Zudem erhalten Gemeindebedienstete, die sich ehrenamtlich bei Rettungsdiensten oder freiwilligen Feuerwehren engagieren, bis zu 40 Stunden (bei Vollzeitbeschäftigung) im Jahr Sonderurlaub für spezifische Ausbildungen im Zusammenhang mit ihrer Freiwilligenarbeit. Darüber hinaus ist die Ausübung eines Ehrenamtes ein positives Kriterium für die Aufnahme in den Gemeindedienst - "das ist bislang einzigartig in Österreich", betonte Fellner.



Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Matticka/Zeitlinger