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KULTUR

100 Jahre Kärntner-Volksabstimmung: Im kommenden Schuljahr starten die ersten CARINTHIja2020-Schulprojekte

05.07.2019
LH Kaiser: Kindern, Jugendlichen und der breiten Bevölkerung wird Landesgeschichte, Verständnis und Erkenntnis, Bereitschaft zu Dialog, Verzeihen, Respekt und Miteinander ins Bewusstsein gerufen


Klagenfurt (LPD). Das Jubiläumsjahr anlässlich der Kärntner Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920 rückt in Riesenschritten näher und wirft seine bedeutungsvollen Schatten voraus. Wie Kärntens Kultur- und Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Freitag, am Ende des Schuljahres, ankündigt, starten im Rahmen von CARINTHIja2020 bereits mit Beginn des Schuljahres 2019/20 im September die ersten von einer ExpertInnen-Jury ausgewählten Schulprojekte. "Mir ist wichtig, dass das Jubiläumsjahr als auch die Vorbereitungen darauf insbesondere dafür genutzt werden, das Verständnis für die eigene Landesgeschichte noch stärker ins Bewusstsein zu rufen. Dabei darf es nicht um Ab- und Aufrechnungen gehen, sondern vielmehr darum, aus der Vergangenheit zu lernen und zu erkennen wie wichtig Eigenschaften wie Verzeihen, Respektieren, Versöhnen, Helfen, Tolerieren aber auch selbstbewusst und stolz auf die Vielfalt Kärntens zu sein, für uns alle, für das Land und für jeden Einzelnen sind", erklärt Kaiser.

Was ihn an den Schulprojekten besonders freue, sei neben dem großen Engagement und dem Interesse, mit dem die Schülerinnen und Schüler Projektideen entworfen haben, auch die kreative Bandbreite: Neben Tanz-, Videoprojekten oder Ausstellungen und Performances gibt es auch Theateraufführungen, die im Jahr 2020 von den Schulen im Rahmen von CARINTHIja 2020 umgesetzt werden. "Alle Schulstufen sind vertreten, von der Volksschule bis zur HTL. Ich bin mir sicher, dass sie die nun beginnenden Ferien gut nutzen können, um im kommenden Schuljahr mit vollem Elan an den CARINTHIja-Projekten arbeiten zu können", freut sich Kaiser über das rege Interesse.

Insgesamt 16 Schul-Projekte wurden von einer ExpertInnen-Jury ausgewählt, die von CARINTHIja 2020 mit einer Summe von 70.400 Euro gefördert werden (der maximal mögliche Förderbetrag lag hier bei 5.000 Euro pro Projekt). "Die Projekte beschäftigen sich ausgehend von dem historischen Ereignis der Volksabstimmung 1920 als Basis vor allem mit der Zukunft Kärntens, was insofern verständlich ist, da die Zukunft unserer Jugend gehören wird", ist Kaiser beeindruckt von den inhaltlich innovativen Ausrichtungen der einzelnen Projekte.

Nicht nur mit der Geschichte, sondern auch mit Kärntens künftiger Entwicklung beschäftigen sich die im Rahmen der dritten Säule der Ausschreibungsprojekte, Wissenschaft, eingereichten wissenschaftlichen Projekte. "Wie in den Ausschreibungen zuvor zeigte sich auch hier das unglaublich hohe kreative Potential, das in Kärnten vorhanden ist", freut sich Kaiser schon auf die Umsetzung der Projekte aller drei Ausschreibungen im kommenden Jahr 2020. Generell werden die Veranstaltungen der Ausschreibungskulissen das gesamte Jubiläumsjahr begleiten und sollen neben der geplanten mobilen Ausstellung die gesamte Bevölkerung Kärntens einbinden und für CARINTHIja 2020 begeistern.

I N F O:
Insgesamt wurden bei den drei Ausschreibungen "Kultur: Kunst und Brauchtum", "Wissenschaft" (Wissenschaftsveranstaltungen und Forschungsstipendien) und "Schulen" 132 Projekte eingereicht, aus welchen 83 durch Fachjurys zur Umsetzung ausgewählt wurden. Zusätzliche fünf Projekte mit vorwiegend Infrastrukturellem werden durch die Abteilung 3 - Gemeinden abgewickelt. Gesamtfördersumme: 2,8 Millionen Euro.


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Schäfermeier/Rauber