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POLITIK

Regierungssitzung 5 - Höchster Juni-Beschäftigtenstand, den Kärnten je hatte

16.07.2019
LH Kaiser berichtete über Investitionen in Kinderbildung und -betreuung, Görtschitztalfonds-Projekt, Internat der Kärntner Tourismusschule - 222.222 Beschäftigte im Juni 2019


Klagenfurt (LPD). Drei Zahlen stellte Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Dienstag, ganz bewusst an den Beginn seiner Ausführungen im Pressefoyer nach der Regierungssitzung: 222.222 Beschäftigte und ein Rückgang bei den Erwerbslosen um 6,9 Prozent auf 15.423. "Das ist der höchste Juni-Beschäftigtenstand, den wir in Kärnten je hatten", so Kaiser erfreut. Er berichtete außerdem über Maßnahmen und Investitionen im Bereich der Kinderbildung und -betreuung, ein aus dem Görtschitztalfonds gefördertes Pflegenahversorgungsprojekt und über die Internatssanierung bei der Kärntner Tourismusschule. Die Politik "transparenter, nachvollziehbarer und bewertbarer machen" werde die sogenannte Eröffnungsbilanz als Teil der Kärntner Haushaltsreform.

Als Kinderbetreuungsreferent berichtete Kaiser, dass Kärnten mit 15,9 durchschnittlichen Schließtagen in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen nach Wien, der Steiermark und Niederösterreich bereits am vierten Platz liege. "Wir wollen Kärnten zur kinderfreundlichsten Region machen", betonte der Landeshauptmann. Zur Schaffung bzw. Verbesserung von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen rufe Kärnten ELER-Mittel aus dem EU-Programm für ländliche Entwicklung ab. 2019 sollen zwei Calls durchgeführt werden, insgesamt wolle man dabei sechs Mio. Euro einsetzen. Die Ko-Finanzierung bestehe aus 50 Prozent ELER-Mitteln und 50 Prozent Bedarfszuweisungsmitteln. Am ersten Call sollen laut Kaiser Gemeinden aus Klagenfurt-Land und Villach-Land, am zweiten Gemeinden aus den Bezirken Wolfsberg, Völkermarkt und Villach-Land beteiligt sein.

Beim Internat der Kärntner Tourismusschule in Warmbad-Villach wurden die Varianten Neubau oder Sanierung plus Zubau untersucht. "Letzteres hat sich dabei als bessere Variante ergeben", berichtete Kaiser. Die bereits genehmigte Gesamtsumme für die Sanierung des Internatswohnbereiches habe sich um 233.000 Euro auf 4,12 Mio. Euro erhöht. Für erforderliche Planungsleistungen seien heute 230.000 Euro beschlossen worden.

Beim aus dem Görtschitztalfonds mit 120.000 Euro geförderten Pilotprojekt werden sogenannte "Pflegekoordinatoren" in den sieben Gemeinden Hüttenberg, Klein St. Paul, Eberstein, Brückl, Guttaring, Kappel/Krappfeld und Magdalensberg Familien mit älteren Familienmitgliedern besuchen, um ihnen bei der maßgeschneiderten und individuell besten Lösung für den zu erwartenden Pflegebedarf zu helfen, noch bevor dieser Bedarf überhaupt entsteht.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm