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Regierungssitzung 7: Schutzpaket von Siedlungen, Wäldern und Infrastruktur löst Bundesmittel in Millionenhöhe aus

30.07.2019
LR Fellner, LR Gruber: Bis 2034 wenden Bund und Land über 63 Millionen Euro für neue Flächenwirtschaftliche Projekte im Forst und für Wildbach- und Lawinenverbauungen in besonders betroffenen Schadensgebieten auf - Der Landesanteil beläuft sich auf 19,4 Millionen Euro - Heute grünes Licht für die ersten 3,7 Millionen


Klagenfurt (LPD). In der heutigen Regierungssitzung wurden die Weichen für neue langfristige Flächenwirtschaftliche Forstprojekte sowie zwei neue Wildbach- und Lawinenverbauungsmaßnahmen (WLV) in von Naturkatastrophen im vergangenen Herbst besonders betroffenen Schadensgebieten gestellt. "Die entstandenen Schäden sowie Auswirkungen des Sturmtiefs Vaia und die damit einhergehende potenzielle Gefahr für die ansässige Bevölkerung haben umfassende Maßnahmen, die rasch umgesetzt werden müssen, notwendig gemacht", so Wasserwirtschaftsreferent LR Daniel Fellner, der die gemeinsam mit Straßenbaureferenten LR Martin Gruber kofinanzierten WLV-Projekte eingebracht hat.

Zum Schutz des Siedlungsraumes und der B 111 Gailtalstraße auf einer Länge von ca. 4,1 km sowie der raschen Wiederbewaldung der sehr steilen, nunmehrigen Kahlflächen, wurde ein "Generelles Projekt 2019 Lesachtal" mit zwölf Maßnahmenbereichen und einer Investitionssumme von 28 Millionen Euro ausgearbeitet. Dieses soll bis 2034 umgesetzt werden. "Damit wird der Siedlungsraum rund um die B 111 langfristig abgesichert. Darüber hinaus haben solch große Investitionen in die Sicherheit und Gefahrenabwendung auch präventiven Charakter, um teure Folgeschäden zu vermeiden", so die beiden Landesräte Fellner und Gruber.

Mit dem ersten Detailprojekt sollen die dringlichsten Schutzmaßnahmen rasch ausgeführt werden. Geschützt werden die in den Lesachtaler Ortschaften Maria Luggau Ost und West, sowie Liesing Nord und in Kötschach-Mauthen in der Ortschaft Wetzmann durch Steinschlag, Lawinen und Schneerutsche gefährdeten Wohnobjekte und Infrastrukturanlagen wie die B 111 sowie viele Gemeindestraßen und Zufahrtswege. Die Kosten für den ersten Projektteil belaufen sich auf 6,9 Millionen Euro, davon kommen 62 Prozent vom Bund, 31 Prozent vom Land (21 % Wasserwirtschaft, 10% Landesstraßenverwaltung) und 7 Prozent vom Gemeindeverband Karnische Region. Daraus ergibt sich ein Gesamtlandesmittelanteil von 2,139 Millionen Euro.

Auch in der Gemeinde Mörtschach gibt es grünes Licht für ein 4,7-Millionen-Euro-Sicherungsprojekt zum Schutz der Siedlungen sowie der rund 17 km an Gemeinde- und Zufahrtsstraßen. Alleine hier sind 400 Menschen und 280 Gebäude betroffen. Das Projekt soll auch noch heuer starten und bis 2034 fertiggestellt werden. Der Landesmittelanteil liegt bei 1,094 Millionen Euro, 2,9 Millionen fließen vom Bund. "Der Schutz der Menschen steht für uns an oberster Stelle", so LR Fellner, "aus diesem Grund geben wir im Jahr 2019 mit insgesamt vier Millionen Euro so viel für WLV-Maßnahmen aus wie noch nie." Seitens des Gemeindereferates werden auf Initiative Fellners nochmals zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt, um die Gemeinden bei den durch Vaia notwendig gemachten investiven Herausforderungen bestmöglich zu unterstützen.

Nicht nur Infrastruktur und Wohnobjekte müssen wieder aufgebaut und verstärkt geschützt werden, sondern auch zerstörte Schutzwälder. Mit Flächenwirtschaftlichen Forstprojekten wird nachhaltig geholfen. "Für eine Laufzeit von 15 Jahren stehen für Maßnahmen in Schutzwaldgebieten 31 Millionen Euro zur Verfügung. Es geht dabei um eine Fläche von mehr als 6000 Hektar", erklärt Forstreferent LR Gruber. 60 Prozent kommen vom Bund, 30 Prozent vom Land und 10 Prozent müssen die Grundeigentümer aufbringen. Heute wurde die erste Tranche der Landeskofinanzierung von über einer halben Million Euro für 2019 beschlossen, auch der Grundsatzbeschluss für die ersten drei Flächenwirtschaftlichen Projekte im Forst in der Höhe von 10,6 Millionen Euro (davon 3,2 Mio. Landesmittel) wurde gefasst.



Rückfragehinweis: Büro LR Fellner, Büro LR Gruber
Redaktion: Matticka/Oberlechner/Stirn