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Vernetzungstreffen mit "Fridays for Future"-Team

05.09.2019
Kärntner "Fridays for Future"-Team bei Landesräten Schaar und Fellner: Austausch soll intensiviert, ein gemeinsamer "Thinktank" für eine lebenswerte Zukunft geschaffen werden


Klagenfurt (LPD). Sie gehen für mehr Klimaschutz auf die Straße - die Jugendlichen der "Fridays for Future"-Bewegung. Gestern, Mittwoch, war das Kärnten-Team der jungen Aktivistinnen und Aktivisten in der Kärntner Landesregierung, um sich mit Umweltreferentin Landesrätin Sara Schaar und Gemeindereferent Landesrat Daniel Fellner auszutauschen.

"Ich habe mich sehr gefreut, mich mit Kärntner Vertreterinnen und Vertretern der Bewegung über ihre berechtigten Anliegen sowie die Schwerpunkte unserer Arbeit in der Landesregierung auszutauschen", so Schaar, die weitere Vernetzungstreffen plant. "Ich möchte den Austausch mit den anwesenden Jugendlichen, die sich für eine nachhaltige Gestaltung Kärntens einsetzen, intensivieren und sehe das heutige Zusammentreffen als Basis für weitere Gespräche."

Wichtig ist Schaar nämlich, dass die Vorschläge der Jugendlichen für eine klimafreundliche Zukunft nicht nur Gehör finden, sondern auch bei politischen Entscheidungsprozessen miteinfließen. "Es geht um die konkrete Mitgestaltung im Rahmen eines gemeinsamen Thinktanks für eine lebenswerte Zukunft."

Bodenversiegelung und Zersiedelung waren die bestimmenden Themen, die die Jugendlichen mit LR Fellner besprachen. Fellner erläuterte den Aktivistinnen und Aktivisten die wesentlichen Zielsetzungen des neuen, sich gerade in Begutachtung befindlichen, Raumordnungsgesetzes, das eben auf diese Herausforderungen besonders Rücksicht nimmt. "Wir wollen den Bodenverbrauch und die -versiegelung eindämmen, weil wir mit unserem wertvollen Boden sparsam umgehen müssen - eben im Hinblick auf unsere Kinder und Enkel", so Fellner, der auch eine weitere Zersiedelung im Sinne einer positiven CO2-Bilanz ablehnt.

Schaar und Fellner dankten den Jugendlichen für ihren Einsatz und sicherten ihnen ihre Unterstützung zu. "Es braucht starke Maßnahmen für den Klimaschutz, die wir nur gemeinsam stemmen können", so Schaar, die festhielt, dass derzeit an einem Klimaschutzplan gearbeitet werde. "Mir geht es darum, einen Überblick darzustellen, wo wir in welchen Bereichen stehen und was es noch braucht, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen", so Schaar, die betonte, dass es beim Kärntner Energiemasterplan, der gerade evaluiert und im Vergleich zum nationalen Energie- und Klimaplan ambitioniert sei, keine Abschwächungen geben werde. "Ganz im Gegenteil: Um die EU-Klimaziele zu erreichen und Strafzahlungen zu vermeiden, werden wir Nachbesserungen und verschärfte Maßnahmen brauchen", so die Umweltreferentin.


Rückfragehinweis: Büros LR.in Schaar, LR Fellner
Redaktion: Pinter/Sternig
Fotohinweis: Büro LR.in Schaar/Thaler