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KULTUR

Drei Ausstellungen im Zeichen von "For Forest" eröffnet

06.09.2019
Kulturreferent LH Kaiser bei Vernissagen von Max Peintner in "Galerie 3" und in Stadtgalerie Klagenfurt sowie bei Eröffnung von TOUCH WOOD von Stadtgalerie, MMKK und Littmann Kulturprojekte


Klagenfurt (LPD). "For Forest - Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur" wird diesen Sonntag um 14.00 Uhr als große und international vielbeachtete Kunstinstallation im Klagenfurter Wörtherseestadion eröffnet. 299 Bäume wurden von Projektinitiator Klaus Littmann und Landschaftsarchitekt Enzo Enea in das Fußballstadion gepflanzt. Als Vorbild des Kunstprojekts diente eine von Max Peintner 1970 geschaffene Bleistiftzeichnung. Diese hängt derzeit im Original in der Stadtgalerie Klagenfurt - als Leihgabe aus einer Privatsammlung in New York. "For Forest" soll unter anderem für den Klimawandel sensibilisieren und wird von vielen Kunst- und Kulturprojekten begleitet. Drei davon wurden gestern, Donnerstag, in Anwesenheit von Landeshauptmann und Kulturreferent Peter Kaiser in Klagenfurt eröffnet.

In der "Galerie 3" zeigt die Ausstellung "Max Peintner. Kunst über Kunst als Modell der Natur *Bagger" bis 25. Oktober vorwiegend Arbeiten des Künstlers aus den 1990er- und 2000er-Jahren. Sie drehen sich rund um die Wahrnehmungsbilder des Selbst und der Umwelt und üben ökologische Kritik an der Gesellschaft. Kaiser betonte in seiner Eröffnungsrede, in Klagenfurt sei mit "For Forest" derzeit die größte Kunstinstallation im öffentlichen Raum zu sehen. "Sie macht das, was Kunst und Kultur soll: Sie provoziert und regt zu Dialogen und Polylogen an. Angesichts weltweiter Debatten, gilt die Installation auch als temporäres Mahnmal für ökologische und ökonomische Entwicklungen. Die Kunst ist ideal dafür geeignet, uns diesen Spiegel vorzuhalten", so Kaiser. Es sei erfreulich, dass in Kärnten und Klagenfurt Kunst stattfinde, die man eigentlich in New York, Moskau oder Wien erwarten würde, sagte der Landeshauptmann.

Direkt im Anschluss wechselte man in die Stadtgalerie Klagenfurt. Dort ist Max Peintners Ausstellung "Paradise lost: Negative Utopien" bis 24. November zu sehen. Laut Galerieleiterin Beatrix Obernosterer wurde die Schau mit 31 Zeichnungen vom Künstler selbst konzipiert. Kaiser griff in seiner Rede den Ausstellungstitel auf und hofft in Anbetracht des Klimawandels, dass es noch zu einem "paradise regained" kommen werde. Über das enorme Interesse der internationalen Presse an "For Forest" sei er unglaublich stolz, so Kaiser. "Die Kunstinstallation hier in Klagenfurt greift ein brandaktuelles Thema auf, von dem der ganze Planet abhängt", meinte der Kulturreferent.

Die weitere in der Stadtgalerie eröffnete Ausstellung heißt TOUCH WOOD und ist ein Kooperationsprojekt von Littmann Kulturprojekte, Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) und Stadtgalerie. Sie ist bis 5. Jänner zu sehen, die zweite Eröffnung im MMKK findet am Mittwoch, 18. September, statt. Kuratiert wird die Ausstellung von, Beatrix Obernosterer und Christine Wetzlinger-Grundnig. Begleitend erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache. Die gezeigten Werke stammen größtenteils aus den eigenen Beständen der Kunstsammlung des Landes Kärnten/MMKK sowie der Stadt Klagenfurt.

Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz ist überzeugt davon, dass das Bild vom Klagenfurter Stadionwald um die Welt geht. Als sie die Installation zum ersten Mal gesehen habe, sei ihr der Atem weggeblieben: "Es war ein Wow-Effekt." Mathiaschitz hofft, dass die Botschaft des Projektes verstanden werde und freut sich über die vielen begleitenden Initiativen.

Infos unter www.stadtgalerie.net und www.mmkk.at



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Rauber/Böhm
Fotohinweis: LPD Kärnten/Pöschl bzw. Stadtpresse/Bauer