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Neue Finanzierung- und Leistungsvereinbarung mit Fachhochschule Kärnten

07.09.2019
Fachhochschulreferent LH Kaiser legt Regierungskollegium in nächster Sitzung neue Vereinbarung bis zum Jahr 2024 vor - Zwei neue Lehrgänge sollen Hebammenmangel beseitigen


Klagenfurt (LPD). In der Regierungssitzung am kommenden Dienstag wird von Fachhochschulreferent Landeshauptmann Peter Kaiser dem Regierungskollegium die neue Finanzierungs- und Leistungsvereinbarung (FH-GHW) mit der Fachhochschule Kärnten zur Abstimmung vorgelegt. Wie der Landeshauptmann heute, Samstag, mitteilte gilt die neue Finanzierungs- und Leistungsvereinbarung für die Jahre 2019 (letztes Quartal) bis 31. Dezember 2024.

"Es gab seitens des Landes mehrere Verhandlungsrunden mit der FH Kärnten. Der neue Vertrag ersetzt ab 1. Oktober 2019 die am 30. September 2019 auslaufende Fördervereinbarung 'Gehobene Technische Dienste und Hebammenausbildung' (MTD-H) aus dem Jahr 2014 bzw. die bestehende Finanzierungs- und Leistungsvereinbarung (FH-GuK) für das FH-Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege aus dem Jahr 2017", so Kaiser.

Seitens des Landes werden mit dem neuen Fördervertrag nun sieben Bachelorstudiengängen - Biomedizinische Analytik, Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie, Radiologietechnologie, Hebammen (FH-HEB) und Gesundheits- und Krankenpfleg (FH-GuK) - in den nächsten fünf Jahren gefördert. "Das Angebot der Studiengänge hat sich nach dem Fachkräftebedarf in Kärnten zu richten und ist seitens der Fachhochschule Kärnten sicherzustellen. Die Förderung umfasst den Finanzierungsanteil des Landes Kärnten zum betrieblichen Aufwand und zu den Investitionen der FH Kärnten im Bereich der GHW-Ausbildung", gab der Landeshauptmann bekannt.

Aufgrund des prognostizierten Hebammenmangels gibt es vom Land jedoch die Vorgabe, dass anstatt des bisherigen dreijährigen Aufnahmezykluses zwei zusätzliche Aufnahmejahrgänge FH-HEB in den Studienjahren 2020/21 und 2021/22 gestartet werden sollen. "Dies ergibt zu den bestehenden 18 Studienplätzen von FH-HEB ab 2021 weitere 36 Studienplätze", so Kaiser. Beim Angebot der übrigen Studiengänge wird der Fachhochschule Kärnten Flexibilität eingeräumt. Es müssen nicht alle Studiengänge jedes Jahr durchgeführt werden.

Die Finanzierung bzw. budgetäre Bedeckung erfolgt aus dem Globalbudget Bildung. Für das letzte Quartal 2019 werden vom Land 1,3 Millionen Euro bereitgestellt. Im Jahr 2020 stehen 6,5 Millionen Euro zur Verfügung. Im Jahr 2021 bzw. 2022 sind 7,5 Millionen bzw. 7,7 Millionen Euro budgetiert. Für die Jahre 2023 und 2024 sind im noch zu beschließenden Finanzrahmen jeweils 7,8 Millionen Euro vorgesehen.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger