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20 Jahre GO-MOBIL

08.09.2019
LH Kaiser verlieh gemeinsam mit LR Schuschnig bei Jubiläumsfeier der GO-MOBIL Zertifizierung GmbH das Recht zur Führung des Kärntner Landeswappens


Klagenfurt (LPD). Es bringt die Menschen im ländlichen Raum zum Arzt, zur Apotheke, zum Gemeindeamt, zum Einkaufen, zum Musikunterricht oder Sporttraining, in den Kindergarten und so weiter: das GO-MOBIL. Heuer feiert die GO-MOBIL Zertifizierung GmbH mit Sitz in Moosburg ihr 20-jähriges Bestandsjubiläum. Bei einer Feier in St. Jakob im Rosental - einer der 36 Gemeinden, in denen das GO-MOBIL erfolgreich fährt - verlieh ihr Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Sonntag, gemeinsam mit Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig das Recht zur Führung des Kärntner Landeswappens.

Kaiser strich die eindrucksvolle Leistung von GO-MOBIL und aller dahinterstehenden Menschen hervor. "Ihr tragt viel für die Menschen, das Land und die Reputation des Landes bei", betonte er. Der Landeshauptmann beleuchtete insbesondere auch die soziale Funktion des GO-MOBIL, so seien die Fahrer oft auch wichtige Gesprächspartner für ältere Menschen. Als wichtigen Aspekt hob er zudem deren Absicherung hervor, seien sie doch auch dem Risiko des Straßenverkehrs ausgesetzt. Ebenso sprach er, wie einige seiner Vorredner die steuerliche Situation der Fahrer an, die zu einem großen Teil ehrenamtlich tätig sind. Für Maximilian Goritschnig, den Geschäftsführer der GO-Mobil Zertifizierung GmbH, hatte Kaiser ein Dinkelruhekissen als Geschenk dabei: "für die karge Freizeit".

Mobilitätslandesrat Schuschnig hob den wertvollen Beitrag des GO-MOBIL im öffentlichen Verkehr, für die Mobilität in Kärnten und für den Klimaschutz hervor. 1,8 Mio. Kilometer lege es jährlich zurück und decke ein Viertel der Landesfläche ab. "Mobilität ist ein ganz großer Schlüssel zur Stärkung des ländlichen Raumes", so Schuschnig. Zum Steuerthema bei den Fahrern sei eine Lösung notwendig, hob der Landesrat hervor. Er werde diesen Punkt bei der Landesverkehrsreferentenkonferenz einbringen, sicherte er zu.

Geschäftsführer Goritschnig dankte allen aus der "Großfamilie GO-MOBIL". Gemeinsam mit Kaiser und Schuschnig zeichnete er einige "Männer der ersten Stunde" aus. Darunter waren u.a. Albert Kreiner, Infrastrukturabteilungsleiter des Landes, der Moosburger Bürgermeister Herbert Gaggl und Christian Heschtera vom Verkehrsverbund Kärnten.

Die Bedeutung des GO-MOBIL hoben in ihren Grußworten Auch Franz Inzko, GO-MOBIL-Vereinsobmann in St. Jakob im Rosental, der gastgebende Bürgermeister Heinrich Kattnig und der Moosburger Bürgermeister Herbert Gaggl hervor. Albert Kreiner verwies auf den jährlichen Wertschöpfungsbeitrag von GO-MOBIL in Höhe von 1,5 bis zwei Mio. Euro.

Das Pilotprojekt GO-MOBIL wurde 1999 nach zweijähriger Entwicklungszeit in Abstimmung und mit Unterstützung der Gewerbeabteilung des Amtes der Kärntner Landesregierung in der Marktgemeinde Moosburg gestartet. Nach erfolgreichem Probebetrieb erging der Auftrag des Landes von der Verkehrsverbund Kärnten GmbH an die GO-MOBIL Zertifizierung GmbH, das MICRO-ÖV-System in geeigneten Gemeinden zu entwickeln und auszubauen. Den Gemeindebürgern und Gästen steht seitdem ein ortsinterner Fahrdienst innerhalb der Stadt- und Gemeindegrenzen zur Verfügung. Insgesamt werden vom GO-MOBIL jährlich 1,7 Millionen Kilometer zurückgelegt und ca. 180.000 Fahrten absolviert. Es kann auf 137 Fahrer, 174 Funktionäre und 1.410 Mitglieder verweisen.

Infos unter www.gomobil-kaernten.at



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR Schuschnig
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: LPD Kärnten/Just