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13. Netzwerktreffen "Familienrat"

10.09.2019
Landeshauptmann Kaiser begrüßte an Alpe Adria Universität Klagenfurt Tagungsteilnehmer - Implementation des Familienrats spielt in der Kinder- und Jugendhilfe große Rolle


Klagenfurt (LPD). Das 13. Deutschsprachige Netzwerktreffen, die internationale Fachtagung "Familienrat", geht erstmals von heute, Dienstag, 10. September bis morgen, Mittwoch, 11. September, an der Alpe Adria Universität (AAU) Klagenfurt über die Bühne. Das Konzept stammt aus Neuseeland und wurde von den dort lebenden Ureinwohnern, den Maori, entwickelt. Laut Selbstdefinition der Tagungsinitiatoren, Stefan Weisbach und Jürgen Bamberger (LevelUp), ist der Familienrat ein Instrument, zur gemeinsamen Bewältigung von Krisen und Problemsituationen bei familiären Problemen. In Österreich ist er bis dato eine selten eingesetzte Methode im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. In Kärnten wurden seine Ideen 2017 erstmalig publik. Aktuell befindet sich das Verfahren "Familienrat" in der Endphase der Begutachtung durch die Abteilung 4 (Soziale Sicherheit). Im Oktober 2019 beginnt auf der FH Kärnten am Campus Feldkirchen der vier Module umfassende Zertifikatslehrgang Familienrat bis Februar 2020.

Landeshauptmann Peter Kaiser nahm heute Mittag im Hörsaal 4 der Universität die Begrüßung vor. In seinen Grußworten dankte er LevelUp, dieses Netzwerktreffen an der Klagenfurter Universität zu veranstalten. "Vor 49 Jahren wurden hier die Bildungswissenschaft bzw. pädagogische Ausbildung und viele affine Bereiche, wie die Soziologie, etabliert. Sie spielen auch heute bei familiären Problemstellungen eine große Rolle", so Kaiser. Die Implementation des Familienrats in Kärnten, nach Niederösterreich und Vorarlberg, entwickle sich im Amt der Kärntner Landesregierung in der Kinder und Jugendwohlfahrt positiv. "Er ist, neben der unverzichtbaren Kinder und Jugendanwaltschaft, ein wichtiges Instrument. Mit ihm kann einiges Positives erreicht werden", stellte der Landeshauptmann fest.

Die Tagungsteilnehmer erinnerte Kaiser, so wie bereits am Sonntag bei der Eröffnung der Kunstinstallation "For Forest", daran, dass wir eine Generation sind, die sagen könne, dass es ihr so gut gehe wie keiner anderen zuvor. "Ich hoffe, dass das auch noch Generationen in zehn, 20 oder 100 Jahren von sich sagen können. Damit es so bleibt, muss ein erfolgreiches, gemeinsames, gesellschaftliches Handeln, vor allem in den Familien erfolgen", so Kaiser.

Als Tagungsreferenten konnten Univ. Prof. Stephan Sting (Institutsabteilungsleiter Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung, AAU Klagenfurt), DSA Rupert Wackerle (Neustart), Prof. Hubert Höllmüller (FH Kärnten) und OÄ Andrea Kdolsky (Medizinische Geschäftsführerin der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding) gewonnen werden. Sting referiert zum Thema "Die erweiterte Familie als Ressource. Empowerment durch Partizipation in der Arbeit der Familien". Wackerle setzt sich mit dem Thema "Sozialnetz-Konferenz: Eine Methode zur Haftvermeidung bzw. Haftverkürzung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen" auseinander. Höllmüler thematisiert den "Familienrat in Kärnten- Erste Erfahrungen und Ergebnisse". Kdolsky spricht zum Thema "Familenrat und Pflege- Neue Chancen in der Pflege von Angehörigen".

I N F O: https://familienrat.at



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Michael Zeitlinger
Fotohinweis: LPD Kärnten/Peter Just