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Land Kärnten baut Unterstützungsleistungen für pflegende Angehörige weiter aus

12.09.2019
LHStv.in Beate Prettner: Pflegende Angehörige verdienen nicht nur an ‚ihrem‘ Tag Respekt, sondern sinnvolle Unterstützung in ihrem tagtäglichen Tun - Land Kärnten nimmt mit Offensivpaket Vorreiterrolle ein


Klagenfurt (LPD). Der 13. September wurde in Österreich - heuer erstmals - zum Tag der pflegenden Angehörigen erklärt: "Es ist gut und sinnvoll, dass der breiten Öffentlichkeit an einem Tag des Jahres bewusst gemacht wird, welche wertvolle Arbeit pflegende Angehörige leisten. Für die Betroffenen selbst ist es freilich mit dem einen Tag nicht getan - die Politik hat dafür zu sorgen, dass Rahmenbedingungen geschaffen werden, die sie tagtäglich entlasten. Und genau das tut Kärnten", betonte heute, Donnerstag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner.

Aufgrund der älter werdenden Gesellschaft - schon im Jahr 2030 wird es mehr potenzielle Großeltern als Enkel geben - benötige gerade der Pflegebereich eine vorausschauende Politik mit maßgeschneiderten Angeboten. "Und zwar mit Angeboten, die alle Pflegefälle abdecken, von der Pflege zu Hause, der Tagesbetreuung, den mobilen Diensten, bis zur Pflege außer Haus mit betreubarem Wohnen, alternativen Lebensräumen oder Pflegeheimen. Immerhin wird bis zum Jahr 2030, also in rund zehn Jahren, der Anteil der Über-75-Jährigen auf 13,3 Prozent steigen, das ist ein Plus von 35 Prozent", erklärte Prettner. Gleichzeitig steige die Zahl der Pflegegeldbezieher von 6,3 auf 7,7 Prozent - was ein Plus von 22 Prozent bedeutet.

Kärnten nehme gerade im Pflegewesen eine unangefochtene Vorreiterrolle ein: "Kärnten bietet als einziges Bundesland einen einwöchigen kostenlosen Urlaub für pflegende Angehörige an; außerdem stellen wir 28 Tage Kurzzeitpflege pro Jahr zur Verfügung; und erst kürzlich haben wir die dritte große Offensive gestartet - nämlich den Ausbau der mobilen Dienste zu einem mehrstündigen Betreuungsmodell", sagte Prettner. In Anspruch genommen werden können vier, sechs, acht oder zehn Stunden am Stück. "Es handelt sich dabei um ein ganz wichtiges Entlastungsangebot für pflegende Angehörige", ist Prettner überzeugt. Der Selbstbehalt wurde auf durchschnittlich 15 Prozent reduziert.

Von den drei großen Offensiven abgesehen, hat Kärnten zahlreiche weitere Maßnahmen umgesetzt: Kostenlose Stammtische für pflegende Angehörige, Pflegegrundkurse, Pflegeförderung, Ausbau von Tagesstätten mit Tarifsenkung. Zudem weist Prettner darauf hin, dass auch die kostenlose Urlaubswoche ausgeweitet wurde: Seit heuer gilt diese für pflegende Angehörige ab Pflegestufe zwei bei Demenzbetreuung.

Für die Gesundheitsreferentin steht fest: "Pflegende Angehörige verdienen nicht nur unseren größten Respekt, sie haben auch ein Recht auf größtmögliche Hilfestellungen. Das Land Kärnten baut daher - vor allem mit Blick auf die demografische Entwicklung - sukzessive die Unterstützungsleistungen für pflegende Angehörige aus." Übrigens: Für den gesamten Pflegebereich werden im heurigen Jahr rund 300 Millionen Euro aufgewendet.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger