News

LOKAL

Klimawandel im Mittelpunkt

12.09.2019
LHStv.in Schaunig, LR.in Schaar: Klimaschutz ist das zentrale Querschnittsthema der LandeswohnbaureferentInnenkonferenz 2019 - Außerordentliche KlimareferentInnen-Konferenz findet zeitgleich statt


Klagenfurt (LPD). Überschwemmungen, Hagelschäden, Sturm, Waldbrände, Dürre - die Liste der Kärntner Unwetterschäden reißt auch für 2019 nicht ab. Der Klimawandel schreitet unaufhaltsam voran, die Zukunft wirft ihren langen Schatten zurück in die Gegenwart. "Es ist nicht fünf vor, sondern schon längst fünf nach zwölf. Wir müssen jetzt handeln und Maßnahmen setzen - nicht nur in Kärnten, sondern bundesweit, um tatsächlich dem Klimawandel entgegenzuwirken. Die Wohnbauförderung ist dafür ein geeignetes, effizientes Werkzeug, das nicht ungenutzt bleiben darf", betont Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig.

Bei der heute, Donnerstag, und morgen, Freitag, in Klagenfurt stattfindenden LandeswohnbaureferentInnenkonferenz 2019 stehen zentrale Fragen zu Klimaschutz und Wohnbau auf der Tagesordnung. Nicht nur die im Strategiepapier #Mission2030 aus dem Jahr 2018 enthaltenen Vorschläge, wie die Einbeziehung von Mobilitätsaspekten in die Wohnbauförderungsvergabe, finden Eingang in die Gespräche im Rahmen der Konferenz. Auch die Schaffung von Infrastruktur für alternative Kraftstoffe, sprich die Errichtung von E-, Wasserstoff- und Erdgastankstellen, ist eines der zu diskutierenden Themen. Neben den bereits im Repertoire der Kärntner Wohnbauförderung enthaltenen thermisch-energetischen Förderungen, wird auch der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf alternative Heizsysteme Eigenheimbesitzerinnen und -besitzern schmackhaft gemacht - erfolgreiche Maßnahmen, die auch bei der Konferenz den nötigen Raum erhalten.

Umweltreferentin LR.in Sara Schaar betont, dass Kärnten mit zukunftsweisenden Initiativen und Förderrichtlinien schon länger einen energiebewussten, klimafreundlichen Weg geht. Der Heizölverbrauch habe sich seit 2005 bereits halbiert, mit der jüngsten Aktion "Ölkesselfreie Gemeinden und Städte" wird beim Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien und damit der Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen auf Kärnten-Ebene "weiterhin Gas gegeben", so die Umweltreferentin. "Auch die von der Umweltabteilung eingeführte Alternativenergieförderung für Gebäude von Betrieben, öffentlichen Einrichtungen und Vereinen wird sehr gut angenommen." Schaar verweist auf die morgige außerordentliche UmweltreferentInnenkonferenz: "Klimaschutz ist das Gebot der Stunde, das heißt, wir brauchen starke Maßnahmen wie CO2-neutralen Strom, CO2-neutrale Wärme und CO2-neutralen Verkehr. Dafür bedarf es einen gemeinsam abgestimmten Weg von Bundesregierung, Bundesländern sowie Expertinnen und Experten für die Menschen in Österreich. Der nationale Energie- und Klimaplan muss dringend nachgebessert werden - die Zeit drängt!"

Weitere klimaschonende, umweltfreundliche Maßnahmen der Kärntner Wohnbauförderung, über die sich die Teilnehmenden der LandeswohnbaureferentInnenkonferenz 2019 austauschen, ist die Sanierungsförderung, die zur Reduktion von CO2-Emmisionen und zur Energieeinsparung beiträgt. Die Kärntner Sanierungsförderung deckt zahlreiche Maßnahmen durch umfassende Förderungen ab. Bestandsobjekte beispielsweise thermisch-energetisch zu sanieren ist nicht nur gut für Umwelt und Klima, sondern vor allem für die Bewohnerinnen und Bewohner. Egal ob sommerliche Überhitzung oder hoher Wärme- und Energieverlust im Winter, nach einer bautechnischen Erhöhung der Gebäudehüllenqualität auf Basis der kostenlosen Vor-Ort-Energieberatung steigt die Wohn- und Lebensqualität.

"Umweltbewusstes Handeln einzufordern ist unumgänglich, doch ohne die Bereitstellung dafür erforderlicher politischer Weichenstellungen, relevanter Informationen und Aufklärung, notwendiger Infrastruktur und zwingend benötigter Förderungen, die eine umweltbewusste, klimaschonende Lebensführung unterstützend belohnen, nicht denkbar", halten Schaunig und Schaar fest. "Um dem herausforderndsten Querschnittsthema unserer Zeit, also Klima- und Umweltschutz, gerecht zu werden, bedarf es einer engen Zusammenarbeit der einzelnen Referate." So ließen sich die drohenden Strafzahlungen wegen möglicher Klimaziele-Verfehlungen - Stichwort CO2-Reduktion -, wenn rasch gehandelt werde, zumindest noch eindämmen, denn: "Die Energiewende kommt nicht von allein!"



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig, Büro LR.in Schaar
Redaktion: Waldner/Stirn