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Unteres Drautal: Saubere Energie und Mobilität hautnah erleben

14.09.2019
LR.in Schaar und LR Schuschnig beim ersten Energie- und Mobilitätstag Unteres Drautal: Klimaschutz, Energie- und Mobilitätswende sind die bestimmenden Zukunftsthemen


Klagenfurt (LPD). Die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Unteres Drautal mit den Gemeinden Fresach, Paternion, Ferndorf, Stockenboi und Weißenstein lud heute, Samstag, zum Energie- und Mobilitätstag ins Untere Drautal. Mobilitätsreferent Landesrat Sebastian Schuschnig und Energiereferentin Landesrätin Sara Schaar bedankten sich bei den Veranstaltern für die gelungene Organisation der ersten regionsweiten KEM-Veranstaltung, bei der den zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besuchern Mobilitäts- und Energielösungen der Zukunft präsentiert wurden. Interessierte konnten sich über laufende Projekte der KEM-Region, das neu geschaffene Mobilitätsbüro, den interkommunalen Rufbus "Rudi" und emissionsfreie Fahrzeuge wie Elektro-Autos, -Fahrräder und -Mopeds informieren - Probefahrten inklusive.

Landesrätin Sara Schaar hob in ihrer Begrüßungsrede die Bedeutung der KEM für die Kärntner Energiewende hervor. "Insgesamt gibt es in Kärnten bereits 15 Klima- und Energiemodellregionen, die sich langfristig den 100-prozentigen Ausstieg aus fossiler Energie zum Ziel gesetzt haben. Sie sind neben den e5-Gemeinden und den Klimawandelanpassungsregionen (KLAR!) die wichtigsten Player bei der Forcierung erneuerbarer Energie und der Bewältigung der Klimakrise auf regionaler Ebene."

Derzeit hat Kärnten neben den 15 KEM-Regionen 46 e5-Gemeinden und 7 KLAR!-Regionen (das sind jene Regionen, die sich mit der Klimawandelanpassung unter der Voraussetzung der Erreichung der Pariser Klimaziele-Vereinbarung - weltweite Erwärmung um 1,5 Grad Celsius und den damit verbundenen klimatischen Auswirkungen und Lebensbedingungen - beschäftigen).

"Mit diesen drei Programmen, die sich aktiv in den Bereichen Energieeffizienz, Erneuerbare Energie und Klimaschutz engagieren und von der Umweltabteilung des Landes betreut werden, erreichen wir heute bereits mehr als 75 Prozent der Kärntner Bevölkerung", so Schaar. Mit zukunftsweisenden Initiativen und Förderrichtlinien, wie die von Landesrätin Schaar initiierte Aktion "Ölkesselfreie Gemeinden und Städte" und die Alternativenergieförderung für gewerbliche und öffentliche Gebäude, stellt das Land Kärnten weiter die Weichen für mehr Klimaschutz. "Es ist ganz entscheidend, jetzt und heute in Maßnahmen für eine lebenswerte Zukunft zu investieren - in Verantwortung für kommende Generationen", so die Landesrätin, die den Besucherinnen und Besuchern auch Testfahrten mit den angebotenen E-Fahrzeugen ans Herz legte. "Die E-Mobilität, die sich zunehmend weiterentwickelt und auch über unser e5-Landesprogramm in Zusammenarbeit mit der KELAG forciert wird, spielt als nachhaltige Technologie bei der Reduzierung der CO2-Emissionen eine wichtige Rolle."

Landesrat Sebastian Schuschnig betonte den Stellenwert moderner und nachhaltiger Mobilität für mehr Klimaschutz und die zu erreichende Mobilitätswende in Kärnten. "Mehr Qualität im Öffentlichen Verkehr und moderne Verkehrslösungen sind oberstes Gebot für eine attraktive und nachhaltige Mobilität im Sinne des Klimaschutzes. Der Tag der Mobilität bietet heute die Bühne für innovative und bedarfsorientierte Verkehrsangebote, die besonders in den ländlichen Regionen für Erreichbarkeit und Unabhängigkeit sorgen", so Mobilitätslandesrat Schuschnig. Ein besonderes Beispiel dafür, wie kleine Zubringersysteme effizient und nachhaltig die Mobilität für die Bevölkerung in den ländlichen Regionen stärken können, sei der Rufbus RUDI, der heute den Betrieb aufnimmt. "Kleine Zubringersysteme ergänzen optimal den bestehenden Linienverkehr und erfüllen die wichtige Zu- und Rückbringer-Funktion vor allem zur S-Bahn. Verkehrslösungen wie der Rufbus werden künftig eine immer wichtigere Rolle für einen attraktiven Öffentlichen Verkehr einnehmen", so Schuschnig.

Neben einem starken und attraktiven Öffentlichen Verkehr, der durch den Reformplan ÖV 2020 Plus in Kärnten konsequent realisiert werden soll, sei die Anwendung neuer und nachhaltiger Antriebsformen wie Wasserstoff essentiell. "Wie haben in Kärnten beste Voraussetzungen, grünen Wasserstoff sauber aus erneuerbaren Ressourcen herzustellen. Der Einsatz von Wasserstoff - nicht nur auf der Straße sondern auch in der Industrie - bietet für Kärnten enormes Potential, die Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen und Wertschöpfung im Land zu generieren, beispielsweise durch neue Green Jobs", so Schuschnig. Kärnten soll Wasserstoff-Modellregion werden, in der Wasserstoff-Technologien entwickelt und die notwendige Infrastruktur geschaffen werden.


Rückfragehinweis: Büro LR.in Schaar, Büro LR Schuschnig
Redaktion: Pinter/Hetzel
Fotohinweis: Büro LR.in Schaar