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Schnell, schneller, Kärntner Glasfaserausbau

16.09.2019
LHStv.in Schaunig: Grünes Licht für Glasfaserausbau in Ferlach - Weiterer Schritt in Richtung flächendeckendes Highspeed-Netz in Kärnten gesetzt


Klagenfurt (LPD). Endlich ist es soweit: Dank der kürzlich eingelangten beihilfenrechtlichen Genehmigung der EU darf die Breitbandinitiative Kärnten (BIK) den Glasfaserausbau im südlichsten Bundesland Österreichs übernehmen. Der Startschuss fällt mit einem Mitverlegungsprojekt: Im Zuge der Revitalisierung des Ferlacher Hauptplatzes bietet sich die großartige Chance Glasfaser einzuziehen.

"Gelegenheiten wie diese muss man beim Schopf packen, um die bis 2023 veranschlagten 60 Millionen Euro für den Glasfaserausbau so effizient als möglich zu investieren. Während das Land Kärnten und die BIK auf die EU-Genehmigung warteten, nutzten wir die Zeit und schloss in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden die strategische Planung in den meisten Kärntner Regionen ab. Das macht sich nun bezahlt, denn die Master- und Detailpläne ermöglichen maximale Flexibilität, Schnelligkeit und die Chance die Gunst der Stunde zu nutzen, wenn sich Mitverlegungsprojekte, wie hier in Ferlach, bieten", betont Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig.

In der Stadtgemeinde werden rund 650 Laufmeter Glasfaserkabel mit verlegt und damit der Umkreis rund um den Hauptplatz erschlossen. Die Notwendigkeit der Maßnahme für das Gebiet unterstreicht Bürgermeister Ingo Appé: "Der Breitbandausbau ist ein wichtiger Standortfaktor - sowohl für Familien als auch für Schulen und Unternehmen. Umso wichtiger ist es bei Straßenbauarbeiten auch an den Ausbau der Kommunikations-Infrastruktur zu denken. Bei unserer Hauptplatz-Neugestaltung haben wir in Ferlach diese Zukunftsentwicklung bereits berücksichtigt. Als Bürgermeister freut es mich sehr, dass die Breitbandinitiative Kärnten GmbH des Landes Kärnten, Ferlach als Pilotgemeinde ausgewählt hat. Ich hoffe mit dieser Initiative der Ferlacher Bevölkerung ein schnelles Internet zu günstigen Konditionen anbieten zu können."

Peter Schark, Geschäftsführer der BIK, erklärt zum Glasfaserausbau in Ferlach: "Mitverlegungs-Trassen sind eine wichtige Basis für das zu errichtende Gesamtnetz und darüber hinaus auch wirtschaftlich rentabeler. Denn die Tiefbaukosten, sprich die Grabungsarbeiten, machen bei einem Glasfasernetz über 70 Prozent der Gesamtkosten eines Glasfasernetzes aus. Daher ist es besonders wichtig alle Mitverlegungsmöglichkeiten zu nutzen. Besonders spannend am gegenständlichen Projekt ist die Tatsache, dass keine klassische Mitverlegungs-Trasse von A nach B, sondern direkt im Ortszentrums von Ferlach ein Glasfasernetz errichtet wird. Wir schaffen mit der Mitverlegung bereits 24 Hausanschlüsse. Dieses Teilnetz macht Ferlach für den weiteren Ausbau und die folgende Inbetriebnahme besonders attraktiv und interessant." Die Kosten für die BIK in Ferlach belaufen sich auf rund 30.000 Euro.

Im Gegensatz zur Kanalerrichtung unterliegt Glasfaser der Wettbewerbspflicht, obwohl es sich um eine notwendige Infrastruktur handelt. Deshalb darf die BIK nicht überall das Glasfasernetz gefördert ausbauen, das ist nur in den sogenannten weißen Flecken erlaubt, also in Gebieten, in denen Marktversagen herrscht und von denen angenommen werden kann, dass nur die öffentliche Hand aktiv würde. Das heißt aber nicht, dass die BIK die Infrastruktur nur in diesen Gebieten errichtet. Um die Flächendeckung zu erreichen, baut die BIK in Industriezonen, Orts- und Stadtkernen zu marktkonformen, nicht wettbewerbsverzerrenden Bedingungen.

"Wir kompensieren nicht nur Marktversagen, sondern schaffen auch überall sonst das Glasfasernetz, indem wir mit Partnern aus der Wirtschaft zusammenarbeiten. Strategisch nachhaltiges Bauen ist zwingende Notwendigkeit für die Schaffung einer so zukunftsrelevanten Infrastruktur", beschreibt Schaunig die Entwicklungs- und Projektmanagementfunktion der BIK. "Nur, wenn Kärnten am Puls der Zeit bleibt, können wir unseren Kurs auf der Überholspur langfristig halten, um den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmerinnen und Unternehmern Zukunftstechnologien zu bieten und um für einen strategischen Vorteil für unser Bundesland zu sorgen", betont Technologiereferentin Schaunig. "Bedanken möchte ich mich bei der Gemeinde Ferlach und bei Bürgermeister Ingo Appé für die tolle Zusammenarbeit, für die Vorarbeit, für das Engagement im Verlauf der Planung und die Grundhaltung, mit der in Ferlach dem Projekt ‚flächendeckender Glasfaserausbau‘ begegnet wird."



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Waldner/Robitsch
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig