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Berufs- und Bildungsorientierung Kärnten begeht Jubiläum

19.09.2019
LHStv.in Schaunig: Berufs- und Bildungsorientierung Kärnten feiert 10-jähriges Bestehen - Ausweitung des Unterstützungsangebotes auf die elfte Schulstufe erfolgt im laufenden Schuljahr


Klagenfurt (LPD). Wir schreiben das Jahr 2009: Das Kärntner Arbeitsmarktservice (AMS), die Kärntner Landesregierung, die Kärntner Sozialpartner (Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Industriellenvereinigung sowie der Österreichische Gewerkschaftsbund) und der Kärntner Landesschulrat treten gemeinsam an, die Initiative Berufs- und Bildungsorientierung Kärnten (BBOK) aus der Taufe zu heben.

Zehn Jahre später gilt die vom Land Kärnten, dem Kärntner Arbeitsmarktservice und der Industriellenvereinigung Kärnten finanzierte BBOK als Kompetenzzentrum in allen Angelegenheiten der Berufs- und Bildungsorientierung dank zahlreicher Projekte im Schulbereich. Unter dem Motto "Berufs- und Bildungsorientierung im Mittelpunkt" wird heute, Donnerstag, gemeinsam mit Schulklassen, Kooperationspartnern, Förderern sowie Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern in Arriach, am geografischen Mittelpunkt Kärntens, gefeiert.

"Die BBOK ermächtigt Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonal und Eltern in ihrem Handeln. Reflexion darüber, wer man ist, was einen interessiert und fasziniert und welche Talente man hat, kann so effizient angeleitet werden", betonte Lehrlingsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig. Mit 2.339 umgesetzten Projekten und Kooperationen in Zusammenarbeit mit über 730 Kärntner Betrieben eröffnete die BBOK jungen Menschen zahlreiche Erfahrungs- und Informationsräume auf dem Weg zu einer gelingenden Berufswahl. In den vergangenen zehn Jahren konnten dabei über 145.000 Schülerinnen- und Schülerteilnahmen sowie 26.390 Elternteilnahmen bei Veranstaltungen verzeichnet werden. "Kaum jemand ahnt, welche und wie viele Berufs- und Bildungsperspektiven es gibt. Kärnten ist unglaublich breit aufgestellt. Allerdings muss man sich erst mit der Vielfalt der Arbeitsmarkt- und Ausbildungsmöglichkeiten intensiv auseinandersetzen, um die richtige Entscheidung treffen zu können", betonte die Arbeitsmarktreferentin.

Die Leiterin der BBOK, Rebecca Waldner, unterstreicht die Relevanz zielgerichteter Unterstützungsmaßnahmen für die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zum Wunschberuf: "Die Suche nach dem richtigen Beruf oder dem nächsten Schritt am Bildungsweg der Jugendlichen bedarf vielseitiger Unterstützung, insbesondere des Aufzeigens der vielen beruflichen Möglichkeiten. Unser oberstes Ziel ist es daher, bei jungen Menschen mittels verschiedener Projektangebote einen bestmöglichen Beitrag zu einer überlegten Berufs- und Bildungswahlentscheidung zu leisten und darüber ihre Entscheidungsfähigkeit zu stärken." Das Service der BBOK am Übergang Schule-Ausbildung-Arbeitswelt bezog sich bisher auf die siebente und achte Schulstufe. Ab dem Schuljahr 2019/20 werden nun auch in der AHS Oberstufe (11. Schulstufe) spezielle Orientierungsformate angeboten.

"Die AHS-Matura zu haben ist nicht zwingend eine Einbahnstraße Richtung Studium", erklärte Waldner. Gerade auch eine duale Berufsausbildung mit verkürzter Lehrzeit nach bestandener Reifeprüfung biete, was viele junge Kärntnerinnen und Kärntner suchen. "In solchen Fällen eröffnen sich ungeahnte Perspektiven und hervorragende Karrierechancen. Fachkräfte werden dringend nachgefragt und junge Menschen mit nachweisbarer Berufs- und Praxiserfahrung verschaffen sich so einen unbezahlbaren Startvorteil", zeigte Schaunig auf. All diese unterschiedlichen Zukunftswege können aber nur in Betracht gezogen werden, wenn die Informationen auch bei den Jugendlichen, den Lehrkräften und den Eltern ankommen.

"So viel Motivation, Innovationskraft und Nachhaltigkeit in der täglichen Arbeit der Projektkonzeption spiegelt sich im zehnjährigen Bestehen wider. Ich möchte mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und besonders bei Rebecca Waldner für den unbeschreiblichen Einsatz und die unglaublich inspirierende Motivation bedanken. Bieten wir auch weiterhin Kärntens Nachwuchs zahlreiche Zukunftspotentiale und zeigen ihnen alternative Karrierewege und Zukunftschancen auf", sagte Schaunig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig\
Redaktion: Waldner/Rauber
Fotohinweis: Büro LHStv.in Schaunig