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Investitionen in modernes Kärntner Berufsschulwesen

20.09.2019
Bildungsreferent LH Kaiser und Finanzreferentin LHStv.in Schaunig legen Regierungskollegium Planungsprogramm für Investitionen an vier Fachberufsschulen vor - 906.000 Euro für bauliche Maßnahmen, 156.000 Euro für Einrichtungen


Klagenfurt (LPD). In der Regierungssitzung am kommenden Dienstag werden Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig dem Regierungskollegium das Planungsbudget für das Investitionsprogramm 2019-2025 für die Neustrukturierung der Kärntner Fachberufsschulen an den Standorten Klagenfurt, Villach, St. Veit/Glan, Völkermarkt und Wolfsberg zur Beschlussfassung vorlegen. 906.000 Euro für die Planung baulicher Maßnahmen, 156.000 Euro für die Planung von Einrichtungen.

"Das zukunftsorientierte, neue Fachberufsschul-Standortkonzept 2020-2025 ist auf Grund der demografischen Entwicklung mit sinkenden Schülerzahlen und gleichzeitig stark steigenden Infrastrukturkosten in Folge des technologischen Fortschritts erforderlich", teilte heute, Freitag, der Landeshauptmann mit. Gerade die Ansiedelung und die Investitionen großer Unternehmen, wie Infineon und Ofner, mache es notwendig, dass das Land der Ausbildung von Facharbeitskräften höchste Aufmerksamkeit widmet. "Wir tun alles, um unseren Jugendlichen die besten Bildungs- und Ausbildungsbedingungen zur Verfügung zu stellen und ihnen damit das Fundamt für die Verwirklichung ihrer Träume daheim in Kärnten zu geben", betont Kaiser.

War früher die schulische Ausbildungsstätte einer Fachberufssparte oft auf drei Standorte in Kärnten verteilt, wird es ab dem Schuljahr 2020 für jede Ausbildungssparte nur mehr einen Standort geben. "In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass kein einziger derzeit bestehender Schulstandort in Kärnten geschlossen wird", betonte Kaiser. Mit dem neuen Konzept bzw. dem Investitionsprogramm sollen zeitgemäße Strukturen für die Kärntner Fachberufsschulen geschaffen werden. "Durch die Zusammenfassung von Lehrberufsgruppen pro Standort sollen Kompetenzzentren entstehen. Dadurch reagieren wir auf die sinkenden Schülerzahlen und gleichzeitig bieten wir einen zukunftsweisenden und praxisorientierten Unterricht von hoher Qualität an", präzisierte der Landeshauptmann.

Die baulichen Adaptierungsmaßnahmen an den Schulstandorten betreffen unter anderem die jeweiligen Werkstattbereiche und sehen die Schaffung von Kompetenzklassen vor. Die Umsetzung des Gesamtkonzeptes bis 2025 wird in zwei Etappen erfolgen. Der Zeitrahmen der ersten Etappe erstreckt sich bis 2022, jener der zweiten Etappe bis 2025.

Der Landeshauptmann hob auch die geplanten schulischen Schwerpunktsetzungen bzw. die wichtigsten Investitionsmaßnahmen für die Berufsschulstandorte in Klagenfurt, Villach, St. Veit, Völkermarkt und Wolfsberg hervor.

Klagenfurt wird Kompetenzzentrum für Elektrotechnik, Tischlerei, Schönheitsberufe, Lebensmittelberufe, Masseure, Kleidermacher und Handel (mit Schwerpunktsetzungen). Vom Fachberufsschulzentrum Klagenfurt werden Kfz-Berufe, EDV-Technik, Informatik, Mediendesign, Fitnessbetreuer und Lebensmitteleinzelhandel an andere Standorte verlegt. Der Schwerpunkt der baulichen Sanierungsmaßnahmen sieht den Abbruch und Wiederaufbau des 2. Obergeschosses vor.

Am Standort Villach werden die Kompetenzzentren für Kfz-Technik, Metalltechnik (mit Schwerpunktsetzungen), Prozesstechnik, Mechatronik & Doppelberufe, Rewe & Handel (mit Schwerpunktsetzungen), Karosserie- und Fahrzeugbautechnik, Land- und Baumaschinentechnik, Sonnenschutztechnik und Betriebslogistik errichtet. An andere FBS-Standorte werden verlegt: Friseure, Büroberufe, Metallbau- und Blechtechnik, Elektrotechnik und Tapezierer. Der bauliche Schwerpunkt sieht eine Sanierung des Altbaus und die Umsetzung barrierefreier Maßnahmen vor.

St. Veit/Glan wird Kompetenzzentrum für Verwaltungs- und Büroberufe, Labortechnik, pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz, Drogisten, Elektrotechnik (Kelag-Schule), EDV-Technik, Informatik, Mediendesign, Fitnessbetreuer. Prozesstechniker und Metallberufe verlassen den FBS-Standort St. Veit/Glan. Die Investitionen betreffen unter anderem den Umbau der Metallwerkstätte in einen EDV- Mediendesign- und Fitnessbereich.

Der Berufsschulstandort Wolfsberg wird Kompetenzzentrum für Metalltechnik (mit Schwerpunktsetzungen) und technische Zeichner. Vom FBS-Standort Wolfsberg werden Büro-, Kfz-Berufe und Handel verlegt. Im baulichen Bereich kommt es zu funktionsangepassten Adaptierungen (Brandschutzportale, Vordach Sanierung, Schallschutz) und zu einer Erneuerung des Maschinenparks.

Seitens des LIM (Landesimmobilienmanagement) laufen für die restlichen vier Fachberufsschulen bereits die Projektplanungen. In Spittal wird das Kompetenzzentrum für den Dachfachbereich, Sanitär & Klima, die Floristen, den Schuhfachbereich, und den Handel mit der Spar Akademie errichtet.

In Ferlach werden wie bisher die Büchsenmacher & Waffentechniker und Oberflächentechniker bzw. in Warmbad Villach die Gastronomieberufe zu finden sein. In Völkermarkt werden die Bau- bzw. Baunebengewerbeberufe angesiedelt. Für den Standort ist eine Generalsanierung oder ein Neubau vorgesehen.

Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig gab die Finanzierungkosten für Klagenfurt, Villach, St. Veit, Völkermarkt und Wolfsberg für die kommenden vier Jahre bekannt. "Betriebsansiedelungen, der Bedarf an Fachkräften und der hohe Innovationsgrad in Kärnten fordern bestausgebildeter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Ausbildung soll den Fachkräften zu bestmöglichen, zukunftsorientierten Bedingungen geboten werden und dafür braucht es sinnvoller, strategisch zielführender Investitionen", betont Schaunig. Für die Planung der Baumaßnahmen sind 906.000 Euro budgetiert.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Michael Zeitlinger