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Regierungssitzung 2:"Drogenpaket" mit 370 zusätzlichen Beratungs- und Therapieplätzen beschlossen

24.09.2019
LHStv.in Beate Prettner: Drogenberatungs- und therapieplätze werden in Kärnten bis 2020 um 370 auf 1770 aufgestockt - zwei neue Beratungsstellen in Feldkirchen und Wolfsberg ab Oktober bzw. Jänner 2020


Klagenfurt (LPD). Seit dem Anstieg der Drogentodesfälle im Vorjahr hat es unter Einbindung zahlreicher Experten von Ärztekammer, GKK, Exekutive, Justiz, Pädagogen, Drogenambulanzen und Land Kärnten verschiedene Maßnahmen gegeben, die zur langfristigen Verbesserung der Situation beitragen sollten. "Ein wirklich großer Schritt ist uns in der heutigen Regierungssitzung gelungen - und zwar mit dem Beschluss für ein ‚Drogenpaket", mit dem die Drogenberatungsplätze in Kärnten um 370 auf 1770 aufgestockt werden", informierte heute, Dienstag, Gesundheitsreferentin Beate Prettner.

Herzstück dabei sind die zwei neuen Drogenberatungsstellen in Feldkirchen und in Wolfsberg. Jene in Feldkirchen wird mit rund 100 Plätzen im Oktober ihren Betrieb aufnehmen. Die Beratungsstelle Wolfsberg folgt im Jänner 2020. "Die Analyse der Todesfälle der letzten drei Jahre hat unter anderem bestätigt, dass sich speziell Todesopfer aus dem ländlichen Raum zuvor nicht in einer Beratungs- und Therapieeinrichtung betreuen ließen. Unser Ziel muss es sein, das regionale Angebot weiter auszubauen. Mit den beiden neuen Beratungsstellen in Feldkirchen und Wolfsberg tun wir genau das - und schaffen für Suchterkrankte zusätzliche wohnortnahe Anlaufstellen", betonte Prettner.

Aufgestockt wird zudem die Betreuungskapazität im Drogenambulatorium Klagenfurt - und zwar von 700 auf 800.
Eine adäquate Gesundheitsversorgung für Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung müsse nicht nur ein Angebot für jene bieten, die möglichst früh in ihrer Suchtentwicklung erreicht werden sollen, sondern auch für schwer kranke Menschen mit einer manifesten Opiatabhängigkeit. "Bei dieser Klientengruppe geht es in erster Linie darum, diese zu stabilisieren und sie medizinisch, therapeutisch, klinisch-psychologisch und sozial umfassend zu betreuen", erklärte die Gesundheitsreferentin.

Mit dem heutigen Regierungsbeschluss ergibt sich für das Behandlungs- und Beratungsangebot folgende Struktur: Für die Region West steht das Drogenambulatorium Villach für 200 Klienten zur Verfügung; diesem angeschlossen sind die Drogenberatungsstellen Spittal (120 Plätze) und Feldkirchen (vorerst 100 Plätze). Für die Region Ost gibt es das Drogenambulatorium Klagenfurt mit 800 Plätzen; diesem angeschlossen sind die Drogenberatungsstellen Völkermarkt mit 150 Plätzen und ab Jänner 2020 jene in Wolfsberg (mit vorerst 100 Plätzen).

Im Jahr 2019 sind dafür 2,05 Millionen Euro budgetiert. Für die Jahre 2020 und 2021 sind jeweils 2,07 Millionen Euro vorgesehen.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Robitsch