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Regierungssitzung 3 - Verhandlungen für Sicherheitsausbau S37/B317 starten im Oktober

24.09.2019
Straßenbaureferent LR Gruber legt auch Varianten für Übergangslösungen vor - Eine Fahrspur könnte zugunsten einer Mitteltrennung aufgegeben werden


Klagenfurt (LPD). Wer für den Sicherheitsausbau der B317 von St. Veit bis zur Kärntner Landesgrenze verantwortlich ist, wurde viele Jahre zwischen ASFINAG und Land Kärnten diskutiert. "Das dauert schon viel zu lange", befand Landesrat Martin Gruber, der selbst nahe der S37 lebt, heute, Dienstag, beim Pressefoyer nach der Regierungssitzung. "Der heutige tödliche Verkehrsunfall zeigt auf sehr tragische Weise und erneut, dass auf dieser Strecke endlich etwas getan werden muss." Gruber habe nicht nur die Verhandlungen mit der ASFINAG wieder aufgenommen. Er habe auch Alternativen zum Vollausbau erarbeiten lassen, die heute in der Regierungssitzung behandelt wurden.

"Wir wollen natürlich einen vierspurigen Vollausbau bis zur Landesgrenze erreichen. Und damit gehen wir im Oktober in die weiteren Verhandlungen mit der ASFINAG. Aber wir müssen auch vorbereitet sein, für andere Szenarien", sagte Gruber. Würde die ASFINAG dem Vollausbau zustimmen, rechne die Landesregierung mit einer sehr langen Umsetzungszeit. "Das Gesamtprojekt kostet mindestens 220 Millionen Euro. Das kann niemand von heute auf morgen realisieren", erklärte Gruber. Dafür brauche es Übergangslösungen. Auch auf ein zweites Szenario müsse man vorbereitet sein: "Lehnt die ASFINAG den Vollausbau endgültig ab - so leid mir das auch tun würde - für diesen Fall haben wir bauliche Alternativen prüfen lassen", so Gruber.

Variante 1 sehe vor, eine Fahrspur zugunsten einer Mitteltrennung mittels Betonleitwänden aufzugeben. Abwechselnd gebe es dann in Fahrtrichtung Norden oder in Fahrtrichtung Süden eine oder zwei Fahrspuren, sodass alle paar Kilometer das Überholen möglich ist. Bei Variante 2 würden vier Spuren erhalten bleiben und nur eine kleinere Mitteltrennung mittels Stahlleitwand errichtet werden. "In etwa so wie es die ASFINAG selbst bei jahrelangen Baustellen auf Autobahnen macht", erklärte der Straßenbaureferent. Diese Lösung würde aber mit Sicherheit ein Überholverbot für LKW sowie eine Geschwindigkeitsbeschränkung für PKW auf zumindest 80 km/h mit sich bringen.

Beide Varianten will Gruber bei den im Oktober startenden Gesprächen zum Kärntner Mobilitätspaket einbringen. In das sollen alle Straßenbauprojekte im höherrangigen Straßennetz einfließen, die sowohl Land Kärnten als auch ASFINAG als prioritär erachten, inklusive eines beiderseits verbindlichen Zeitplans. "Der Sicherheitsausbau der S37 bzw. B317 ist für mich ganz klar ein solches prioritäres Projekt", unterstrich Gruber.


Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Wedenigg/Sternig