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Landtag 2 - Klimawandel als Thema der Aktuellen Stunde

26.09.2019
LR.in Schaar kündigte Klimaschutzteam und Klimaschutzplan an - LR Schuschnig: Mobilitätswende ist der Schlüssel


Klagenfurt (LPD). Mit den "Folgen des Klimawandels in Kärnten - Auswirkungen auf Umwelt, Mobilität und Landwirtschaft" befasste sich der Kärntner Landtag heute, Donnerstag, in der Aktuellen Stunde. Seitens des Regierungskollegiums meldeten sich Umweltlandesrätin Sara Schaar und Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig zu Wort.

Umweltlandesrätin Schaar verwies auf die globale Erwärmung, die Zunahme an Starkregen und Murenabgängen, den Rückgang der Permafrostschicht. "Gott sei Dank rüttelt dieses 16-jährige Mädchen Greta auf", betonte sie. Als größten Sektor zum Erreichen der Klimaschutzziele ortete sie den Verkehr: "Dort müssen wir investieren." Laut Schaar wird derzeit der Kärntner Energiemasterplan evaluiert. "Wir werden ein Klimaschutzteam auf die Füße stellen und über alle Referate hinweg einen Klimaschutzplan entwickeln", so Schaar. In diesen sollen laut ihr auch die Ideen und Vorschläge der Bewegung "Fridays for Future" eingearbeitet werden. Regelmäßige Treffen mit den engagierten Jugendlichen seien dafür geplant. Für die Umweltreferentin ist es zudem wichtig, die Menschen mitzunehmen. In diesem Sinne verwies sie auf entsprechende Förderprogramme, die in Kärnten bereits umgesetzt seien. Weiters forderte Schaar eine ökosoziale Steuerreform sowie einen nationalen Energie- und Klimaplan.

Mobilitätslandesrat Schuschnig betonte, dass ein Erreichen der Klimaschutzziele ohne Umdenken in der Mobilität nicht möglich sei und dass bei Nichterreichen hohe Strafzahlungen drohen. "Zentrale Aufgabe ist es, den Öffentlichen Verkehr zu verbessern und zu attraktivieren", meinte er. Zuerst sei aber in Qualität, Taktung der Linien und das Angebot zu investieren, dann erst eine Tarifreform umzusetzen. "Niemand hat etwas von einem günstigen Ticket, wenn kein Bus kommt", formulierte es der Landesrat. "Die Mobilitätswende ist der Schlüssel", so Schuschnig. Verstärkte Investitionen seien daher auch in Regionalbusse und die Radmobilität nötig. "Mit dem Reformplan ÖV 2020+ gehen wir das alles gemeinsam an", sagte der Mobilitätsreferent.

Rückfragehinweis: Büros LR.in Schaar/LR Schuschnig
Redaktion: Markus Böhm