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1,1 Millionen Euro für MRT-Großgerät: KH St. Veit rüstet mit modernster Technologie auf

26.09.2019
LHStv.in Prettner: Neues Schnittbildzentrum am Krankenhaus St. Veit garantiert höchste diagnostische Präzision, maximale Schonung und kurze Untersuchungszeiten - Für Sechs-Tonnen-Gerät war eigener Zubau notwendig - Bis 2020 werden 15 Millionen Euro am Standort St. Veit investiert


Klagenfurt (LPD). Es kostet 1,1 Millionen Euro, wiegt sechs Tonnen und hat einen eigenen Zubau, das so genannte Schnittbildzentrum, notwendig gemacht: Das MRT-Gerät, das heute im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit präsentiert wurde, steht für den letzten Stand medizinischer Technologie. "Durch die Anschaffung dieses hochmodernen Großgerätes haben wir eine wertvolle Ergänzung zum Leistungs- und Diagnostikangebot des Krankenhauses St. Veit ermöglicht. Voraussetzung dafür war, dass die Bundeszielsteuerungskommission auf unseren Antrag hin das Krankenhaus St. Veit als zusätzlichen Standort eines MRT-Gerätes in den Großgeräteplan aufgenommen hat", betonte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Donnerstag, im Rahmen einer Pressekonferenz. Wie Prettner informierte, habe das Land Kärnten über den KGF 70 Prozent der Gerätekosten, also 770.000 Euro, bereitgestellt. "Insgesamt werden bis 2020 rund 15 Millionen Euro am Standort St. Veit für die Gesundheit der Bevölkerung investiert. Der Bau des Schnittbildzentrums ist Teil eines Gesamtkonzeptes", so die Gesundheitsreferentin.

Als eine "wichtige und notwendige Ergänzung der radiologischen Bildgebung in unserem Ordensspital" bezeichnete Heinz Lackner, Leiter des Instituts für Radiologie, das Großgerät. "Genutzt wird der Magnetresonanztomograf vor allem für die Tumordiagnostik und zur Darstellung der Weichteile und Organe. Zudem können Schnittbilder des Körpers in jeder Ebene und aus jedem gewünschten Winkel erzeugt werden", erläuterte der Primararzt. "Wichtig ist, dass Patienten mit Krebsverdacht schnell untersucht und behandelt werden. Diese Patienten können nicht warten." Bisher mussten Patienten für eine Magnetresonanztomographie auswärtig untersucht werden, jetzt können alle Untersuchungen im Haus durchgeführt werden.

Wie Michael Steiner, Gesamtleiter des Krankenhauses, erklärte, erlaube dieses Großgerät auch eine Untersuchung von Patienten mit Implantaten - etwa bei Herzschrittmachern der letzten Generation, welche an einem 3,0 Tesla Gerät nicht möglich wäre. "Außerdem kommen im Gegensatz zur Computertomographie und der klassischen Röntgenuntersuchung bei einer MRT keine Röntgenstrahlen zum Einsatz", so Steiner.

Im Zuge der Erweiterung des Arbeitsspektrums hat das Institut für Radiologie das Personal mit MRT-Experten im Bereich Ärzteschaft und RadiologietechnologInnen erweitert: Insgesamt stehen nun sieben ÄrztInnen und 15 RadiologietechnologInnen zur Verfügung. In Summe beschäftigt das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder 430 MitarbeiterInnen. Jährlich werden knapp 13.000 PatientInnen stationär behandelt und 36.000 ambulante Behandlungen durchgeführt.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn
Fotohinweis: Wolfstudios