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WIRTSCHAFT

Kleintransporteure: Neues Kennzeichen für fairen Wettbewerb

02.10.2019
LR Schuschnig: "Volle Unterstützung im Kampf gegen schwarze Schafe, die sich nicht an rechtliche Rahmenbedingungen halten" - "KT-Kennzeichen" und eigenes Gütesiegel als Maßnahmen zum Schutz der heimischen Transportbranche gegen unlauteren Wettbewerb - Sichtbare Zeichen für mehr Transparenz und Sicherheit


Klagenfurt (LPD). Im Kampf gegen den zunehmend verzerrten Wettbewerb in der Branche der Kleintransporteure setzt das Land Kärnten nun einen konsequenten Schritt: Künftig werden gewerblich genutzt Kleintransportfahrzeuge auf den ersten Blick anhand eines eigenen Kennzeichens für den Kunden erkennbar. Das hat Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig in enger Abstimmung mit der Wirtschaftskammer Kärnten umgesetzt.

"Die Kärntner Kleintransporteure haben immer mehr mit einem verzerrten Wettbewerb zu kämpfen, dem wir gezielt entgegenwirken wollen. Daher haben wir gemeinsam mit der Kärntner Wirtschaftskammer und der Behörde ein Maßnahmenpaket geschnürt", so Schuschnig. Dieses umfasst die Einführung des eigenen Kennzeichens mit der Endung "KT" sowie eines Gütesiegels als Zertifizierung. Ziel des Maßnahmenpakets sei es, die Kleintransporteure im Kampf gegen unlauteren Wettbewerb aus dem In- und Ausland zu stärken und für die Kunden mehr Transparenz und Transportsicherheit zu schaffen.

"Leider werden oftmals die Transportfahrzeuge nicht im gewerblichen Einsatz betrieben und Transportleistung zu rechtswidrigen Dumping-Preisen angeboten", erläutert Schuschnig. Das bedeute, dass oft auch die Versicherung des Transports nicht gewährleistet sei und die Haftungsfrage bei Schäden oder Verlust für den Auftraggeber ein großes Risiko darstelle. "Die Kleintransporteure können mit diesen unlauteren Dumpingpreisen nicht mithalten", so Schuschnig. Derzeit seien rund 300 Fahrzeuge in Kärnten gewerblich zugelassen. Die Dunkelziffer, wie viele Fahrzeuge ohne gewerbliche Tätigkeit entsprechende Transportleistungen verrichten, sei um einiges höher. Auch Bruno Urschitz, Obmann der WK-Fachgruppe Güterbeförderung, bestätigt: "Wir stehen vor dem Problem, dass sich viele ausländische Transporteure nicht an die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Österreich halten. Dadurch können sie natürlich viel günstigere Preise anbieten".

Bei der Umstellung auf das "KT-Kennzeichen"‘ handle es sich nicht um eine sofortige, sondern diese erfolge laufend. "Für die Kleintransporteure entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten, stattdessen können sie sich mit dem neuen Kennzeichen künftig als seriöse Anbieter den Kunden präsentieren und sich von anderen Anbietern deutlich abheben." Schuschnig weiter: "Der Auftraggeber kann sich sicher sein, dass er mit einem Unternehmer zusammenarbeitet, der über eine entsprechende Gewerbeberechtigung verfügt und für die Ausübung dieses Gewerbes grundlegende Kenntnisse hat."

Künftig werde es auch mit der Finanzpolizei verstärkt Kontrollen gegen unlauteren Wettbewerb im Transportgewerbe geben müssen. "Die heimischen Unternehmer haben meine volle Unterstützung im Kampf gegen schwarze Schafe, die sich nicht an rechtliche Rahmenbedingungen halten", so Schuschnig.

"Die Kärntner Kleintransporteure stehen für sehr gute und verlässliche Leistung zu aufrichtigen Preisen. Die Qualität und Leistung soll für Kunden und Unternehmen sofort erkennbar sein", so Schuschnig. Erhalten können das Kleintransporte-Gütesiegel ausschließlich Transporteure, die die Qualitätsstandards in der Branche erfüllen.


Rückfragehinweis: Büro LR Schuschnig
Redaktion: Hetzel/Rauber
Fotohinweis: Büro LR Schuschnig