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Regierungssitzung 2 - Koordinierte Klima-Agenda aus einem Guss

21.10.2019
LH Kaiser und LR.in Schaar: Kärnten führt als erstes Bundesland Zielsteuerungssystem in Sachen Klimaschutzzielerreichung ein und nimmt damit erneut eine Vorreiterrolle ein


Klagenfurt (LPD). Der Klimaschutz ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit und man ist sich auch unter den Mitgliedern der Kärntner Landesregierung einig: es braucht ein abgestimmtes Zielsteuerungssystem. Die neue Klima-Agenda wird dazu die geeignete Maßnahme sein. "Kärnten nimmt damit erneut eine Vorreiterrolle ein, denn zu solchen Zielsystemen wird es europaweit kommen müssen, um die Pariser Klimaziele zu erreichen", ist die für Klimaschutz zuständige Landesrätin Sara Schaar überzeugt. Das Land Kärnten hat nun diesen wichtigen gemeinsamen Schritt, um dem fortschreitenden Klimawandel mit seinen tiefgreifenden Folgen für Mensch und Natur sowie der globalen Erderwärmung entgegen zu wirken, gesetzt.

"Wir stellen unsere Verantwortung für kommende Generationen in den Vordergrund und setzen diesen wichtigen Schritt, um die Treibhausgasemissionen in Österreich zu reduzieren und den Klimaschutz auf Landesebene koordiniert voranzutreiben", so Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrätin Sara Schaar heute, Montag, nach der Regierungssitzung. Die Themen Klimawandelanpassung und Klimaschutz sind Querschnittsmaterien, welche alle Referate des Landes betreffen. Umso mehr freut sich Schaar, dass alle Mitglieder der Kärntner Landesregierung diesen gemeinsamen Akt unterstützen und es damit eine gemeinsame Willensbekundung gibt, daran künftig noch stärker zu arbeiten.

Eingerichtet wird eine Steuerungsgruppe, in der alle Mitglieder der Landesregierung vertreten sind, weiters ein Koordinationsteam aus der Strategischen Landesentwicklung gemeinsam mit dem Landesklimaschutzbeauftragten und in weiterer Folge ein Klimateam mit allen Abteilungsleitungen sowie der Leiterin des EU-Verbindungsbüros in Brüssel, Martina Rattinger. Die Referentinnen und Referenten besetzen jeweils eine Projektgruppe, in der kurz- und mittelfristige Maßnahmen erarbeitet werden. Eine solche Projektgruppe wird auch für die strukturierte Einbindung von Bürgern, Vertretern von NGOs oder beispielsweise den "Fridays for Future" eingerichtet und dort gleichartig angebunden. Der regelmäßige Austausch zwischen Klimateam und Steuerungsgruppe, gewährleistet durch das Prozessmanagement der strategischen Landesentwicklung, ermöglicht ein sinnvolles Abstimmen in Richtung wirklicher Zukunftstauglichkeit.

"Österreich hat zu lange zugewartet - es läuft die Zeit davon. Es ist bekannt, dass die gesamten Treibhausgasemissionen seit dem Jahr 2015 - nach einem rückläufigen Trend zwischen 2005 und 2014 - wieder im Steigen begriffen sind. Außerhalb des Emissionshandels lagen die Emissionen in Österreich im Jahr 2017 bei 51,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten und damit zum ersten Mal seit Jahren wieder über dem vorgeschriebenen Zielpfad bis 2020", weist Schaar auf den "dringenden gemeinsamen Handlungsbedarf" hin.

"Klimaschutz duldet keinen Aufschub - wir müssen jetzt und heute in Maßnahmen investierten, um die Ziele möglichst zu erreichen und um Strafzahlungen zu verhindern. Nur so kann verantwortungsvolle, enkeltaugliche Politik aussehen. Wenn Österreich die Klimaziele verfehlt, hätte das fatale Auswirkungen", so Kaiser und Schaar.
"Das Land Kärnten bekennt sich zu den Pariser Klimazielen und einer aktiven Klima- und Energiepolitik und der Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2030 um 36 Prozent gegenüber 2005 - außerhalb des Emissionshandelssystems. Wir möchten gemeinsam wirkungsvolle Maßnahmen abteilungsübergreifend nachvollziehbar und dokumentiert umsetzen, um Kärntens Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz noch weiter auszubauen", betonen die Regierungsmitglieder.



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LR.in Schaar
Redaktion: Pinter/Böhm