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Traditionelle Gedenkfeier von Memorial Kärnten Koroška

26.10.2019
LH Kaiser, Botschafter Lyubinskiy und Bürgermeisterin Mathiaschitz gedachten der Opfer des Naziregimes am Friedhof in Annabichl


Klagenfurt (LPD). Am Friedhof Klagenfurt-Annabichl wurde heute, am Nationalfeiertag, in Anwesenheit von Landeshauptmann Peter Kaiser, dem Botschafter der Russischen Föderation in Wien, Dimitry Lyubinskiy, und der Klagenfurter Bürgermeisterin Maria Luise Mathiaschitz die Gedenkfeier von Memorial Kärnten-Koroška (MKK) abgehalten. Der Verein versteht sich als Plattform gegen das Wiederaufleben von Faschismus, Rassismus und Antisemitismus. Die Gedenkrede hielt Autorin Susanne Scholl. Schüler und Schülerinnen der Zweisprachigen Bundeshandelsakademie ließen das Publikum an ihren "Gedanken zu Krieg und Frieden" teilhaben. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte Aliosha Biz auf der Violine.

"Dieser Feiertag, dieser Freiheitstag, wäre nicht möglich, wenn nicht vor vielen Jahren viele Menschen, darunter auch die sowjetischen Rotarmisten, dafür gekämpft und ihre Leben gelassen hätten", zollte Kaiser den NS-Opfern Respekt. Ein Leben in Freiheit, Demokratie und Frieden, wie es die Schülerinnen und Schüler in ihren Beiträgen einforderten, sei auch sein Wunsch. "Ein Wunsch den in Österreich aber nur mehr 80 Prozent teilen. Viele sehnen sich nach einem starken Mann", meinte er zu einer, seiner Meinung nach besorgniserregenden Entwicklung. Demokratie müsse jeden Tag aufs Neue erkämpft werden. "Aber es lohnt sich dafür zu kämpfen, wofür andere Menschen bereits ihre Leben gelassen haben", ist sich Kaiser sicher.

Geehrt fühlte sich Lyubinskiy, bei der Feier dabei sein zu dürfen. Das gemeinsame Gedenken sei ein sehr wichtiges Zeichen für die guten bilateralen Beziehungen. "Solche Veranstaltungen sind Teil einer wichtigen Erinnerungskultur unserer gemeinsamen Geschichte. Niemand und nichts wird je vergessen", so der Botschafter.

"Unser Frieden und unsere Freiheit sind kostbare Güter die von unser verteidigt werden müssen", betonte Mathiaschitz. Das seien wir alle den Opfern des Naziregimes schuldig. Jeder Name auf dem Mahnmal in Annabichl stehe für ein ganz persönliches Schicksal und mache für alle den Schrecken der Naziherrschaft spürbar, so die Bürgermeisterin.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Susanne Stirn
Fotohinweis: LPD Kärnten/ Jannach