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Kärntner Bauwirtschaft trumpft auch im Juni wieder auf

01.11.2019
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig, LR Fellner, LR Schuschnig: Bauwirtschaftliche Produktionssteigerung auch für Juni zu verzeichnen - Produktionssteigerung der Kärntner Bauwirtschaft liegt deutlich über dem Österreichschnitt


Klagenfurt (LPD). Zweistellig - so lautet, wie bereits in den vorangegangenen Monaten, die bauwirtschaftliche Produktionssteigerung Kärntens von Juni 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat. Konkret wurde das Vorjahresniveau um beachtliche 20,2 Prozent überschritten, während der österreichische Durchschnitt bei Plus 0,4 Prozent lag. "Die Zahlen belegen das anhaltende Vertrauen in die nachhaltig positive Entwicklung Kärntens. Auch die Prognosen für das restliche Jahr verweisen auf ein Anhalten des Kärntner Baumbooms", freut sich LH Peter Kaiser.

Im ersten Halbjahr 2019 konnte das Kärntner Bauwesen bereits insgesamt 545,9 Millionen Euro erwirtschaften, das sind 17,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch hier hebt sich das südlichste Bundesland deutlich vom Österreichdurchschnitt (Plus 10,4 Prozent) ab. "Die öffentliche Hand und der private Sektor halten sich die Waage. Wie das Kärntner Bauinvestitionsprogramm deutlich macht, schlagen öffentliche Investitionen in die Kärntner Infrastruktur 2019 mit rund 928 Millionen Euro zu Buche", betonen LH Kaiser und LHStv.in Schaunig. Auch die Prognosen für das zweite Halbjahr 2019 lassen eine klare Belebung der Bauwirtschaft mit einem Anstieg der Auftragsbestände um insgesamt 11,3 Prozent im Vorjahresvergleich erwarten.

Die wohl beachtlichste Zuwachsrate verzeichnet die Sparte "Industrie- und Ingenieurbau" mit einem Plus von 168,8 Prozent zum Vorjahresmonat. Auch im Bereich "Wohnungs- und Siedlungsbau" konnte ein Plus von 23,2 Prozent im Vergleich zu Juni 2018 verzeichnet werden. "Gerade im Bereich des gemeinnützigen Wohnbaus gilt es, zukunftsorientiert zu investieren, um barrierefreies, leistbares, qualitativ ansprechend modernes Wohnen durch konstruktive, nachhaltige Maßnahmen zu sichern", so Wohnbaureferentin Schaunig. Die erfreulichen Entwicklungen im Bereich des Kärntner Bauwesens führt Schaunig unter anderem auf den intensiven Austausch mit der Bauwirtschaft im Rahmen des halbjährlich stattfindenden Baugipfels zurück: "Zielführende Diskussionen aktueller Themenstellungen helfen dabei gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, um Problemstellungen der Zukunft frühzeitig entgegenzuwirken."

Beispielsweise stützt die Verständigung auf ein Bestbieterprinzip regionale Anbieter, denn neben dem Preis werden auch Kriterien, wie Entfernung zwischen Unternehmen und Baustelle oder Lehrlingsausbildung in die Angebotsbewertung mit einbezogen.

Das Kommunale Tiefbauprogramm (KTP), die von Landesrat Daniel Fellner ins Leben gerufene Förderschiene des Gemeindereferates zur Sanierung von Straßen im Gemeindeeigentum, wirkt sich ebenfalls nachhaltig positiv auf die Bauwirtschaft aus. "Der Fördertopf von insgesamt 25 Millionen Euro für die Jahre 2019 und 2020 ist bereits ausgeschöpft. Insgesamt löst die KTP in diesem Zeitraum ein Investitionsvolumen von 60-70 Millionen Euro aus", berichtet Fellner.

Für Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig zählt die Bauwirtschaft nicht nur zu den wichtigsten Sektoren der Kärntner Wirtschaft, sondern sei gesamtwirtschaftlich auch einer der wesentlichsten Konjunkturtreiber, der auch in unsicheren Zeiten für Wohlstand sorgt. "Den starken Wachstumskurs in der Kärntner Bauwirtschaft gilt es konsequent durch die Entbürokratisierung und rasche Genehmigungsverfahren weiter zu stärken. Daher arbeiten wir auch mit Nachdruck an der Novellierung der Kärntner Bauordnung, um für die Bauwerber künftig mehr Freiraum durch weniger Bürokratie zu schaffen", zeigt Schuschnig auf, der besonders die steigenden Zahlen im privaten Sektor positiv sieht: "Bei den privaten Aufträgen konnte im Juni 2019 eine Produktionssteigerung von 31,4 % erreicht werden. Dieses Ergebnis ist eine Erfolgsbilanz für die Kärntner Bauwirtschaft". Schuschnig hebt hervor: "51,9 Prozent an Aufträgen der privaten Bauwirtschaft im Juni bestätigen, dass der eingeschlagene Kurs stimmt und sind für mich zusätzlicher Ansporn, den Prozess "Kärnten unternehmensfreundlich" weiter zu intensivieren, um den Wirtschaftsstandort im Sinne unserer Unternehmerinnen und Unternehmer zu verbessern."



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/LHStv.in Schaunig/LR Schuschnig
Redaktion: Waldner/Robitsch