News

WIRTSCHAFT

Kärntner Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv

04.11.2019
LH Kaiser, LHStv.in Schaunig: Kärntner Arbeitsmarkt zeigt sich noch unbelastet durch Konjunkturabschwächung - Rückgang an Arbeitslosen besonders im Bereich Holz zu verzeichnen - Appell an künftige Regierung, langfristig ältere Arbeitssuchende zu fördern


Klagenfurt (LPD). Auch im Oktober 2019 kann der Kärntner Arbeitsmarkt weiterhin mit guten Zahlen punkten. Im direkten Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosigkeit um 2,8 Prozent (Arbeitslose + Schulung). Die prognostizierte Konjunkturabschwächung hat sich also am Kärntner Arbeitsmarkt noch nicht bemerkbar gemacht.

"Besonders erfreulich ist der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit bis 24 Jahre um 7,7 Prozent", freuen sich LH Peter Kaiser und LHStv.in Gaby Schaunig. Während sich der Rückgang der männlichen Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 0,3 Prozent belief, konnten im Oktober 2019 um 3,1 Prozent mehr Frauen als im Vergleichsmonat vermittelt werden.

Im Bereich der Berufsobergruppe Holz sank die Arbeitslosigkeit mit einem Rückgang von 10,9 Prozent am stärksten. "Gerade im Bereich der Holzwirtschaft werden die Kärntner Betriebe ab 2022 zu einem Fünftel bis einem Viertel die weltweite Produktion an Holzverbundstoffen stemmen. Mit dem Kompetenzzentrum WoodK plus und dem Holz-Cluster kann das südlichste Bundesland Österreichs eine zentrale Rolle in der Holzindustrie per se und eine Vorreiterrolle im Bereich Holzbau einnehmen. Diese Entwicklungen spiegeln sich bereits am Kärntner Arbeitsmarkt wider", betont Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Schaunig mit Blick auf die Statistik.

Wie wichtig die zusätzlichen Mittel in der Höhe von 50 Millionen Euro sind, die der Bund im kommenden Jahr für ältere Arbeitssuchende zur Verfügung stellt, belegt die Oktober-Statistik eindrücklich: "Ein Anstieg um 3,6 Prozent bei Arbeitslosen in der Kategorie 50 Jahre und älter ist erschreckend und zeigt wie bedenklich die Abschaffung der Aktion 20.000 war. Während Kärnten 2019 so gute Arbeitsmarktdaten vorweisen konnte, wie noch nie - an dieser Stelle möchten wir an den Kärntner Beschäftigungsrekord von Juni erinnern - stiegen die Arbeitslosenzahlen bei älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im direkten Vorjahresvergleich monatlich", erklären Kaiser und Schaunig. "Wir appellieren mit Nachdruck an die nächste Bundesregierung diese Bevölkerungsgruppe langfristig zu fördern und zu unterstützen. Denn die Konjunkturabschwächung wird sich demnächst, so die Prognosen, auf die Arbeitsmarktzahlen auswirken."


Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser, Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Waldner/Rauber