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Regierungssitzung 2 - Beschlüsse für ländlichen Raum gefasst

05.11.2019
LR Gruber: Öffentliche Hand investiert 3,6 Mio. Euro in Aufräumarbeiten nach Vaia - Kleinprojektefonds wird 2020 weitergeführt - Landwirtschaftliche Fachschulen übernehmen Best-Practice-Rolle bei Regionalitätsoffensive


Klagenfurt (LPD). Auch rund ein Jahr nach Vaia sind die Schäden des letztjährigen Sturmtiefs in Teilen Kärntens noch immer sicht- und spürbar, so etwa im Gailtal. In Zusammenarbeit der Agrarabteilung des Landes und der Wasserwirtschaft Hermagor wurden bisher rund 180 Hektar landwirtschaftliche Fläche geräumt. Rund 75 Hektar in den Ortschaften Rattendorf und Stranig sind nach wie vor mit Überschwemmungsmaterial in der Größenordnung von rund 200.000 Kubikmetern belastet. Diese müssen abtransportiert und deponiert werden.

Im Anschluss an die Regierungssitzung verkündete Agrarlandesrat Martin Gruber heute, Dienstag, den Start der Aufräumarbeiten in diesen Tagen. Finanziert werden die Arbeiten durch Landesmittel und teilweise durch ein EU-Projekt. Insgesamt investiert die öffentliche Hand 3,6 Millionen Euro. "Zusätzlich zum Abtransport des Materials werden Brücken, Entwässerungsgräben und Wege wieder instand gesetzt. Ab April 2020 können die Landwirte vor Ort mit der Bewirtschaftung ihrer Flächen beginnen", erklärte Gruber.

Einen weiteren positiven Beschluss betonte Gruber im Zusammenhang mit dem Kleinprojektefonds. Dieses Förderinstrument wurde Ende 2018 erstmals von Gruber eingeführt, um Initiativen und Projekte von Vereinen im ländlichen Raum zu unterstützen. "Der Kleinprojektefonds wird 2020 fortgesetzt, um weiterhin rasch und unbürokratisch helfen zu können", so der Landesrat. Bisher wurden 47 Kleinprojekte mit einem Gesamtvolumen von 345.000 Euro gefördert. Der Kleinprojektefonds wird also sehr gut angenommen. "Daher wird er mit weiteren 100.000 Euro nachdotiert", erklärte Gruber.

Im Bereich der Regionalitätsoffensive und der Lebensmittelbeschaffung in öffentlichen Kärntner Einrichtungen sollen künftig die Landwirtschaftlichen Fachschulen als Best-Practice-Modelle für andere Landesschulen dienen. "Die Fachschulen arbeiten täglich und ganz bewusst mit heimischen Lebensmitteln. Dieses Wissen soll nun an andere Landesschulen weitergegeben werden, die durch den Regierungsbeschluss vor zwei Wochen zukünftig zur Verwendung von heimischen Lebensmitteln und zur Berücksichtigung der beschlossenen Qualitätskriterien im Einkauf verpflichtet sind", so Gruber. Dies solle vorrangig durch Informationsveranstaltungen in ganz Kärnten geschehen.


Rückfragehinweis: Büro LR Gruber
Redaktion: Fabian Rauber