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Kärntner Tourismustag: "Saisonverlängerung, moderne Infrastruktur und Fachkräfte für mehr Wertschöpfung"

07.11.2019
LR Schuschnig: Nachhaltigkeit ist Chance für Tourismusland Kärnten - Leuchtturmprojekte der 5 Millionen Euro Investitionsoffensive für touristische Infrastruktur ausgezeichnet


Klagenfurt (LPD). "Die hervorragende Arbeit unserer Kärntner Betriebe schlägt sich in der starken Bilanz des Kärntner Tourismus nieder. Diesen Kurs stabil erfolgreich zu halten, gelingt uns, wenn wir jetzt die Herausforderungen unserer Zeit angehen: Maßnahmen zur Saisonverlängerung, Investitionen in moderne Infrastruktur, die Entschärfung des Fachkräftemangels und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen sind die richtigen Weichen, damit Kärnten wieder zur Spitzenposition aufschließt", so Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig heute beim Kärntner Tourismustag, gemeinsam mit Wirtschaftskammer-Spartenobmann für Tourismus und Freizeitwirtschaft, Helmut Hinterleitner, und dem Geschäftsführer der Kärnten Werbung, Christian Kresse, im Casineum in Velden.

Mit den Anforderungen der Gäste, steigen auch die notwendigen Investitionen der Betriebe. "Dafür braucht es investitionsfreundliche Rahmenbedingungen und die Reparatur der Abschreibungsdauer genauso, wie eine entsprechende Förderkulisse. Nur so können die Kärntner Tourismusbetriebe wieder leichter investieren und konkurrenzfähig bleiben", so Schuschnig.

Nachhaltig Wertschöpfung durch einen erfolgreichen Ganzjahrestourismus zu generieren, gelinge weiters nur durch moderne Infrastruktur und mehr Angebotsqualität. "Oberstes Ziel ist die Saisonverlängerung. Investitionen in neue Infrastruktur sind dazu entscheidend. Gleich nach meinem Amtsantritt habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt und die Investitionsoffensive für Tourismusprojekte auf die Beine gestellt. Mit dem Ergebnis, dass ich Ihnen heute die ersten ausgezeichneten Leuchtturmprojekte dieses 5 Millionen Euro dotierten Fördercalls präsentieren darf. Projekte, die künftig zur Saisonverlängerung beitragen und mehr Auslastung und mehr Umsätze schaffen sollen", so Schuschnig.

Den Fachkräftemangel zu entschärfen, stelle eine ebenso wichtige Aufgabe der Gegenwart dar. "Qualifizierte Fachkräfte sind unser Aushängeschild im Kärntner Tourismus. Vor allem im Gastronomie- und Hotellerie-Bereich ist der Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen. Familienmitglieder leisten schon heute im eigenen Betrieb einen sehr kräftezehrenden Dienst, oft ohne einen freien Tag in der Woche und können auf Dauer die fehlenden Mitarbeiter nicht kompensieren", sagt Schuschnig. Im Tourismusreferat werden zahlreiche Maßnahmen gesetzt. "Mit Initiativen wie ‚Get a Job‘ oder ‚Talents for Europe‘ - um nur zwei Beispiele zu nennen - arbeiten wir gemeinsam mit der Kärntner Wirtschaftskammer daran, junge Menschen für die Vielfalt und die beruflichen Karrierechancen im Kärntner Tourismus zu begeistern", so Schuschnig. Derzeit werden dazu verschiedenste Workshops durchgeführt, in Volksschulen, um Kindern und vor allem auch den Eltern die vielen positiven Vorteile für eine Lehre im Tourismus zu vermitteln", so Schuschnig.

Die nächste große Aufgabe der Gegenwart betreffe den Ausbau touristischer Mobilität. "Das Gästeverhalten ändert sich deutlich. Immer mehr reisen ohne PKW an und wollen das Land ohne Auto erkunden. Moderne Verkehrsinfrastruktur und attraktive Mobilitätsangebote sind dazu entscheidende Erfolgsfaktoren. Zugleich leistet eine nachhaltige Mobilität einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz", hebt Schuschnig den Stellenwert hervor. Im Fokus stehe dabei auch der Ausbau der Radmobilität in Kärnten. "Radfahren ist neben Baden und Wandern die beliebteste Urlaubsbeschäftigung. Die Radinfrastruktur in Kärnten weiter auszubauen und den Radtourismus zu stärken, steht daher ganz oben auf meiner Agenda", sagt Schuschnig. Im Rahmen des Radwege-Masterplans - der gemeinsam mit dem zuständigen Straßenbaureferenten Landesrat Martin Gruber erarbeitet wird - sollen Kärntens Radwege weiter ausgebaut und saniert, Lückenschlüsse realisiert und die Radinfrastruktur durch zahlreiche investive Maßnahmen weiter verbessert werden. "Zusätzlich zu der Radwege-Million meines Kollegen Landesrat Martin Gruber wird eine Viertelmillion aus dem Tourismusreferat in die Radinfrastruktur investiert werden", so Schuschnig. Die ersten Maßnahmen sollen noch heuer umgesetzt werden.

Damit all diese Maßnahmen greifen, brauche es schlagkräftige Regionen und eine ordentliche Struktur der Tourismusorganisationen. "Die Landkarte der Regionen neu zu zeichnen reicht nicht aus. Dieser Prozess muss wohlüberlegt und vor allem mit Weitblick realisiert werden. Mein Anspruch ist es, mehr als eine Struktur zu schaffen, die sich selbst ins Zentrum stellt. Ich will, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer im Mittelpunkt stehen. Sie und die Tourismusorganisationen müssen vor Ort bestmöglich arbeiten können", betont der Landesrat.

Als besonderes Highlight präsentierte Schuschnig die ausgezeichneten Leuchtturmprojekte. Erstmals wesentliches Kriterium bei der Auswahl der Projekte war die Nachhaltigkeit. "Die diesjährigen Projekte konnten durch viel Innovationskraft und durch Visionen für einen nachhaltigen Tourismus in Kärnten die hochkarätige Fachjury überzeugen. Diese Leuchtturmprojekte werden als Visitenkarte den Kärntner Tourismus über die Landesgrenzen hinaus präsentieren, die Angebotsqualität in den Nebensaisonen verbessern und so zur Stärkung der Saisonverlängerung nachhaltig beitragen", so Schuschnig, der den Projekteinreichern Robert Heuberger, Klaus Glanznig und Werner Mussnig herzlichst gratulierte und die Projekte präsentierte.

Anerkennung gelte besonders auch allen Tourismusbetrieben, den Touristikerinnen und Touristikern. "Als Tourismuslandesrat kann ich den Stellenwert des Kärntner Tourismus nicht oft genug hervorheben: Mit einer jährlichen Bruttowertschöpfung von 2,4 Milliarden Euro sind der Kärntner Tourismus und die Freizeitwirtschaft die tragende Säule der Wirtschaft, unverzichtbar als Wirtschaftsfaktor und wichtiger Arbeitgeber für 50.000 Kärntnerinnen und Kärntner, besonders in den ländlichen Regionen", so Schuschnig, der sich bei den Tourismus-Betrieben, der gesamten Hotellerie und allen Touristikern herzlichst bedankt und für die Zukunft viel Erfolg und Innovationskraft wünscht.

Informationen zu den ausgezeichneten Leuchtturmprojekten:

Arge Naturerlebnis Kärnten
Projekt: "Naturerleben für ALLE - Umsetzung von barrierefreien Naturerlebnis-Einrichtungen"; Projekteinreicher: Mag. Robert Heuberger

Marktgemeinde Treffen am Ossiacher See
Projekt: "Ortskernentwicklung Annenheim - vom See zum Berg, Promenade, Seepark, Bahnhof"; Projekteinreicher: Bürgermeister Klaus Glanznig

Kärntner Trail Infrastruktur GmbH
Projekt: "Beherbergungs-, Veranstaltungs- und Erlebnisinfrastruktur für das Kärntner Wander- und Radwegenetz"; Projekteinreicher: Dr. Werner Mussnig

Die Projektauswahl erfolgte durch eine Expertenjury, die insbesondere aus österreichweit anerkannten Tourismusexperten (wie u.a. Österreich Werbung, ÖHT, KWF, BMNT, Kärnten Werbung, Wirtschaftskammer Kärnten, Kärntner Architekten, etc.) zusammengesetzt ist und anhand eines Kriterienkataloges. Erstmals wurden darüber hinaus klima- und umweltpolitische Aspekte bei der Projektbeurteilung in besonderem Maß berücksichtigt.

Weitere Informationen unter: https://bit.ly/2JPQ3mx



Rückfragehinweis: Büro LR Schuschnig
Redaktion: Hetzel/Stirn
Fotohinweis: Büro LR Schuschnig