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Welt-Diabetestag: Durch Früherkennung viel Leid ersparen

10.11.2019
LHStv.in Prettner: Zahl der Diabetes-Erkrankungen in 20 Jahren fast verdoppelt - Vorsorge, Früherkennung und Lebensstiländerung als "Geheimwaffen"


Klagenfurt (LPD). "Die Erkrankung folgt schleichend und lange Zeit unbemerkt. Genau das ist das Übel - dass so viele Betroffene erst viele Jahre nach dem Ausbruch der Krankheit durch Folgekrankheiten von ihrem Diabetes erfahren", sagt Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Sonntag, im Vorfeld des Welt-Diabetestages. Dieser wird seit 1991 jedes Jahr am 14. November, dem Geburtstag des Insulin-Pioniers Frederick Banting, begangen.

Die Zahl der Erkrankten sei in den vergangenen 20 Jahren um 40 Prozent gestiegen. Tendenz weiter steigend. In Österreich gehe man von aktuell rund 600.000 Erkrankten aus. "Vorsichtig geschätzt, werden es im Jahr 2030 bereits 800.000 sein. Um effektiv gegensteuern zu können, ist es wichtig, die Krankheit frühzeitig zu diagnostizieren", erklärt Prettner. Sie hat daher heuer die "Yes, we care"-Vorsorgeaktion gemeinsam mit der Apothekerkammer Kärnten unterstützt. 2.463 Kärntner hätten sich dabei testen lassen, wobei bei 41 Prozent ein potenzielles Diabetes-Risiko und bei 79 Personen tatsächlich Diabetes diagnostiziert worden sei. "Das Ergebnis zeigt, dass sich Diabetes zu einer Art Volkskrankheit entwickelt", so die Gesundheitsreferentin.

Je früher man risikobehaftete Personen entdecke, desto eher und besser könne ihnen geholfen werden. "Vorsorge ist eine wesentliche Säule der Prävention: Und Gesundheitspolitik beginnt mit Prävention. Jede frühzeitig erkannte Erkrankung ist eine ernste Erkrankung weniger", sagt Prettner.

Besorgniserregend sei, dass vor allem bei jungen Menschen die Zahl der Diabetes-Erkrankung steige. Durch eine Lebensstiländerung mit Bewegung und gesunder Ernährung sei es möglich, Diabetes den Kampf anzusagen. "Es muss schon den Kleinsten bewusstgemacht werden, wie viel ein gesunder Lebensstil dazu beitragen kann, gesund zu bleiben", betont Prettner. Sie hält daher an ihrer Strategie fest, Prävention ganz massiv zu fördern - "und zwar mit Programmen, die schon in Kindergärten beginnen".


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Sternig