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Kärntner Abfallanalyse-Bericht präsentiert: Was landet im Hausmüll?

12.11.2019
Landesrätin Sara Schaar: Rund 97.000 Tonnen Hausmüll jährlich – Ein Drittel bis zur Hälfte davon ist tatsächlich nicht verwertbarer Hausmüll - Mehr Information und Sensibilisierung soll Abhilfe schaffen


Klagenfurt (LPD). Der aktuelle Kärntner Abfallanalyse-Bericht wurde heute, Dienstag, von Umweltreferentin LR.in Sara Schaar gemeinsam mit Experten der Umweltabteilung sowie Vertretern der Kärntner Abfallwirtschaftsverbände präsentiert. Dieser gibt Aufschluss darüber, aus welchen „Abfallarten“ sich der Kärntner Hausmüll zusammensetzt, wie es um die „Sammelmoral“ der heimischen Bevölkerung bestellt ist und wo es Optimierungsbedarf gibt. „Insgesamt wurden 210 Proben mit einer Gesamtmasse von über 3.000 Kilogramm Abfall analysiert. Die Proben wurden nach dem Zufallsprinzip aus Behältern in ganz Kärnten entnommen“, erläutert Schaar die Methodik.

„Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Abfall- und Altstoffbewirtschaftung in Kärnten sehr gut funktioniert, was auch der Abfallwirtschaftsbericht 2018 gezeigt hat“, hält Schaar einleitend fest. So konnte der gemischte Siedlungsabfall (Rest- und Sperrmüll) zuletzt leicht reduziert werden. „Kärnten verfügt über eine flächendeckende Entsorgungsinfrastruktur, die auf der Sammlung ab Haus basiert. Des weiteren stehen 85 Abfallwirtschaftszentren in den Gemeinden zur Verfügung. Eine wichtige Säule ist auch die Müllverbrennungsanlage in Arnoldstein, die auch Villach mit Fernwärme versorgt.

Schaar und die Umweltabteilung wollen gemeinsam mit den sechs Abfallwirtschaftsverbänden in Kärnten künftig verstärkt bei der Bewusstseinsbildung hinsichtlich der Vermeidung, der richtigen Trennung und Verwertung von Abfällen ansetzten. „Die Ergebnisse des Abfall-Analyseberichtes zeigen ganz deutlich, dass es bei der Abfallvermeidung und -trennung noch viel Luft nach oben gibt. Insgesamt fallen in Kärnten etwa 97.000 Tonnen Hausmüll im Jahr an. Vieles, das im Hausmüll landet, gehört aber gar nicht dort hin“, informierte Schaar. „Deshalb möchten wir die Menschen sensibilisieren, Abfall einerseits umweltgerecht zu entsorgen, also richtig zu trennen und bestehende Entsorgungsstrukturen besser zu nutzen, andererseits aber auch verstärkt Maßnahmen zur Abfallvermeidung zu ergreifen“, so Schaar.

Laut Abfall-Analysebericht handelt es sich bei 14.600 Tonnen Abfall, der jährlich im Hausmüll landet, um vermeidbaren, also Lebensmittel, u.a. ganze Teigwarensackerl, ungeöffnete Milchprodukte und Konservendosen, ganze Semmel und Äpfel usw. – das sind 26 kg pro Einwohner und Jahr. „Hier braucht es mehr Aufklärung hinsichtlich Einkaufsverhalten, dem Begriff Mindesthaltbarkeitsdatum, aber auch Restl-Kochen“, so Villachs Bürgermeister Günther Albel, Vorsitzender des Abfallwirtschaftsverbandes Villach.

Weitere interessante Details der Studie: 21.500 Tonnen, die pro Jahr im Hausmüll landen, sind Verpackungen – „das heißt, der Verbraucher zahlt doppelt, mit seinem Einkauf und dann nochmal bei der Entsorgung“, erläutert Harald Tschabuschnig, Leiter der Umweltabteilung. Hier geht die Empfehlung dahingehend, die Einrichtungen für die getrennte Sammlung noch mehr als bisher zu nutzen. „Derzeit gibt es in Kärnten zwei Sammeltypen, was nicht ideal ist. Ziel ist es – das steht auch in unserem neuen Abfallwirtschaftskonzept –, für Kunststoff- und Metallverpackungen einen einheitlichen, klaren Sammeltyp in Kärnten zu etablieren. Dann würden sich auch die Bürgerinnen und Bürger bei der Trennung leichter tun“, erläuterte Tschabuschnig.

Derzeit setzt das Land Kärnten bei der Aufklärung und Bewusstseinsbildung ganz stark bei den Kindern an. Landesrätin Schaar: „Kinder sind unsere Multiplikatoren. Derzeit sind 19 Abfallberaterinnen und -berater an Kärntens Schulen im Einsatz. Ziel laut Abfallwirtschaftskonzept des Landes Kärnten ist es, dass jeder Schüler mindestens einmal in den ersten vier Schulstufen und mindestens einmal zwischen der 5. und 8. Schulstufe im Unterricht durch einen Abfallberater informiert wird.“

Bei 18.700 Tonnen handelt es sich um Gartenabfälle bzw. Organisches. „Das heißt, dieser Abfall könnte zum Beispiel kompostiert werden. Außerdem ist die Entsorgung über den Hausmüll teurer“, erklärte Tschabuschnig die Problematik. Aufklärung über Eigenkompostierung und die Nutzung der Biotonne sollen hier künftig Abhilfe schaffen.

Ebenfalls im Hausmüll landen jedes Jahr 80.000 Kilogramm Batterien, die Schwermetalle enthalten und auch – aufgrund der hohen Brandgefahr – ein hohes Sicherheitsrisiko bergen. Verstärkte Aufklärung über die richtige Rückgabe – im Handel oder im Altstoffsammelzentrum – werden hier gefordert, aber auch ein Pfandsystem.

Die Städte Klagenfurt und Villach haben zu diesem Thema bereits Resolutionen an die Landes- und Bundesregierung verabschiedet. Klagenfurts Vizebürgermeister Wolfgang Germ, Vorsitzender des Abfallwirtschaftsverbandes Klagenfurt: „Jede zweite Batterie wird nicht richtig entsorgt, hier muss dringend gehandelt werden. Durch die richtige Mülltrennung kann jeder einen Beitrag leisten.“



Rückfragehinweis: Büro LRin Schaar
Redaktion: Pinter/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR.in Schaar


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