Presseaussendungen

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Aktuelle Wetterlage 1 – Kärnten ist gut gerüstet

15.11.2019
Katastrophenschutzreferent LR Fellner und Katastrophenschutzbeauftragter Hudobnik informierten nach Sitzung des Landeskrisenstabes


Klagenfurt (LPD). Aufgrund der aktuellen Wetterlage hat heute, Freitag, der Landeskrisenstab in der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) in Klagenfurt getagt. Im Anschluss daran informierten Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner und Katastrophenschutzbeauftragter Markus Hudobnik die Medien. Drei Niederschlagswellen werden erwartet, nämlich heute, am Sonntag und am Dienstag. In der Karnischen Region und in den Karawanken ist zudem mit Sturm zu rechnen, mit dem Höhepunkt heute zwischen 15.00 und 22.00 Uhr. Derzeit noch nicht genau einschätzen kann man die Situation bezüglich Lawinen und Hochwasser. Das hängt davon ab, ob die Niederschläge der nächsten Wellen in Form von Schnee oder Regen kommen. „Wir sind aber gut gerüstet. Alle Stellen stehen in ständigem Kontakt miteinander und wir haben die Lage genau im Auge“, betonten Fellner und Hudobnik.

Fellner erklärte, dass die Schneefallgrenze derzeit relativ schwer einzuschätzen sei. Was möglicherweise eintretende Schneelasten angehe, rechne man aber mit keinen Problemen an Gebäuden. Die Lawinenthematik bereite insofern Sorge, als durch das Sturmtief „Vaia“ Schutzwälder verloren gegangen seien. Diese Hotspots seien aber bekannt und würden von den örtlichen Lawinenkommissionen genau beobachtet. Von Problemen durch Hochwasser gehe man derzeit eher kleinräumig an kleineren Gewässern aus. An den großen Flüssen sei ein sogenanntes HQ1 bis HQ5, vereinzelt HQ10 prognostiziert. In Lavamünd gehe man derzeit von 1.500 Kubikmeter pro Sekunde (plus/minus 200 Kubikmeter) aus. 1.600 Kubikmeter seien dort laut Fellner genau zu bewältigen, obwohl derzeit an den Schutzwasserbauten auf einer Länge von zwei Kilometern gearbeitet wird. Hier seien ebenfalls neuere Prognosen abzuwarten und auch Maßnahmen in enger Abstimmung mit der Energiewirtschaft zu setzen. In engem Kontakt stehe man bezüglich der Situation in Lavamünd auch mit dem Nachbarn Slowenien, wie Fellner sagte.

„Wir sind schon seit Wochenbeginn mit allen relevanten Stellen in engem Kontakt um zu erfragen, welche Möglichkeiten der Assistenzen uns zur Verfügung stehen. Zwei Polizeihubschrauber haben Erkundungsflüge in Spittal und Hermagor gestartet. Ein Blackhawk des Bundesheeres steht ebenfalls für den Katastrophenschutzeinsatz zur Verfügung“ sagte Hudobnik. Man stehe außerdem in engem Kontakt mit der Kärnten Netz GmbH, deren Monteure bislang vor allem vor dem Problem standen, aufgrund der verlegten Straßen nicht zu den Schadstellen gelangen zu können. Die Straßenbauämter in Kärnten haben ihre Geräte zur Räumung zusammengelegt. Feuerwehren sind abrufbar. Auch das Rote Kreuz hat bereits alle relevanten Stellen verstärkt, darunter auch das Kriseninterventionsteam. „Wir haben im Rahmen der Sitzung des Landeskrisenstabes und davor eine Risikoanalyse erstellt, um im Ernstfall rasch die notwendigen Maßnahmen zu setzen“, erklärte Fellner.



Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Böhm/Stirn
Fotohinweis: LPD Kärnten/Just