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Regierungssitzung 3 - Land Kärnten beschließt laufende Investitionen im Sozialbereich: 5,774 Millionen Euro fixiert

19.11.2019
LHStv.in Prettner: Von der Frühförderung über psychotherapeutische Dienst bis hin zum Mutter-Kind-Wohnen: mehr als 7.000 Klienten profitieren von den Maßnahmen, vor allem Kinder und Jugendliche


Klagenfurt (LPD). „In der heutigen Regierungssitzung habe ich ein Maßnahmenpaket im Sozialbereich eingebracht, das vor allem im Kinder- und Jugendbereich nachhaltige Arbeit ermöglicht und diesen weiter stärkt“, zeigte sich Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Dienstag, erfreut. Das in der Regierungssitzung beschlossene Fördervolumen für die AVS betrage rund 5,8 Millionen Euro. Die Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens agiere im Auftrag des Landes und biete eine Reihe von Maßnahmen im Sozialbereich, vor allem auch für Kinder und Jugendliche. „Das ist insofern enorm wichtig, die Chancen chronische und dauerhafte Erkrankungen zu verhindern steigen, je früher wir ansetzen“, strich Prettner hervor.

Für die ambulante Erziehungshilfe – Frühförderung und Lernförderung erhalte die AVS 2,145 Millionen Euro. „Mit diesen Mitteln werden behinderte Kinder und deren Eltern unterstützt. Das Angebot ist vielfältig und reicht von der Frühförderung beeinträchtigter Kinder im Kindergartenbereich über außerschulischer Betreuung bis hin zur Nachbetreuung und Unterstützung beeinträchtigter Kinder und Jugendlicher in Institutionen und zu Hause,“ bot Prettner einen Einblick in den breiten Aufgabenbereich, den die ambulante Erziehungshilfe abdeckt. Jährlich würden fast 50.000 Gesamtförderstunden geleistet, knapp 2.000 Kinder unterstützt und gefördert.

Die physiotherapeutischen Ambulanzen der AVS würden einen Betriebszuschuss in der Höhe von 1,395 Millionen Euro erhalten. Im Bereich der physiotherapeutischen Ambulanzen gehe es vor allem um die Früherfassung, Therapie und Beratung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen und/oder Entwicklungsstörungen. Sowohl die Eltern, als auch die Einrichtungen, Förderkindergärten, Inklusionsstandorte und Heime würden mit einbezogen. Der Sitz der therapeutischen Ambulanzen befinde sich in den jeweiligen Bezirkshauptstädten. Neben der Physiotherapie würden auch die Ergo- und Logotherapie zum Leistungsangebot gehören. „In bewährter Weise erfolgt die Zuweisung der Kinder und Jugendlichen durch das ELKI und die Abteilung für Kinder und Jugendneuropsychiatrie am Klinikum Klagenfurt, die Kinderabteilung des LKH Villach und durch niedergelassene Fach- und praktische Ärzte. 2018 konnten 1.625 Kinder und Jugendliche behandelt werden, diese haben mehr als 20.000 Therapien erhalten,“ führte Prettner aus.

1,4 Millionen Euro Betriebszuschuss würden an die AVS für den Psychologisch-Psychotherapeutischen Dienst für Kinder, Jugendliche und Familien fließen. „Auch hier liegt der Schwerpunkt ganz deutlich auf der Vorsorge und Prävention. Schon möglichst früh wird versucht psychische Probleme, Entwicklungsstörungen, interaktive Störungen und andere Symptomformen zu erkennen und in weiterer Folge gezielt mit Hilfestellungen zu bieten. Das kann in Form von psychologischen Beratungen bzw. Behandlungen oder auch Psychotherapie erfolgen. Das Angebot geht insofern darüber hinaus, als auch Eltern, Familien und andere relevante Bezugspersonen in die Behandlung mit einbezogen werden“, informierte Prettner. Von diesem Service würden jährlich mehr als 3.000 Klienten profitieren.

Das Mutter-Kind-Wohnen „Aufwind“ der AVS werde mit 474.000 Euro unterstützt. 16 Frauen mit 17 Kindern seien hier zuletzt betreut worden, was in Summe mehr als 7.600 Verpflegstagen entspricht. Das Angebot des Mutter-Kind-Wohnens richte sich primär an Mütter mit Kleinkindern, aber auch Schwangere in Krisensituationen, die Unterstützung bedürften, wie beispielsweise psychische Krisen, fehlender familiärer Rückhalt, drohende Wohnungslosigkeit, Schulden etc. und biete ihnen Begleitung in Form von „Betreutem Wohnen“ an. „Bei diesem Angebot geht es nicht nur allein darum den Betroffenen ein Dach über dem Kopf anzubieten, sondern vielmehr noch, soll es zusätzlich noch psychologische Unterstützung geboten werden, sodass Lebens-Krisen nachhaltig bewältigt und neue Lebensperspektiven entwickelt werden können“, betonte Prettner.

325.000 Euro könnten von der Sozialabteilung im Jahr 2019 für die Kinder- und Jugenderholungsaktion zur Verfügung gestellt werden. Von dieser Maßnahme würden Kinder und Jugendliche profitieren, die sozial benachteiligt oder gesundheitlich gefährdet seien, im Alter von sechs bis 13 Jahren. Damit werde ihnen die Möglichkeit geboten einen Erholungsaufenthalt am Meer oder in den Bergen zu absolvieren. „Die Kinder und Jugendlichen verbringen entweder ein oder zwei Wochen Ferien im Jugendgästehaus in Heiligenblut, im Almhüttendorf am Klippitztörl oder in Bibione am Meer“ führte Prettner aus.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner

Redaktion: Hafner/Sternig