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Landtag 1: Unwetter und Klimawandel im Landtag diskutiert

21.11.2019
LR.in Schaar: Nicht nur das Verhalten sondern auch die Verhältnisse müssten sich ändern um dem Klimawandel entgegenzutreten – Nur die Nutzung aller alternativer Energien wird gewünschten Erfolg bringen – Abgeordnete würdigten Engagement der Einsatzkräfte und Zivilcourage der Bevölkerung


Klagenfurt (LPD). „Unwetterereignisse, Klimawandel – Herausforderungen und notwendige Maßnahmen für Kärnten“ war das brandaktuelle Thema über welches heute, Donnerstag, in der Aktuellen Stunde im Rahmen der Sitzung des Kärntner Landtages diskutiert wurde. Von Seiten der Regierungsmitglieder nahm LR.in Sara Schaar in Vertretung für Katastrophenschutzreferenten Daniel Fellner Stellung. Seinen Dank richtete Landtagspräsident Reinhart Rohr an alle Einsatz- und Hilfskräfte die in den vergangenen Tagen in Kärnten Großes geleistet haben. Die nachfolgenden Redner aller Fraktionen schlossen sich dem an. Gefordert wurden neben einer Verbesserung der finanziellen Hilfsmaßnahmen für Unwetteropfer auch der Ausbau erneuerbarer Energie um dem Klimawandel entgegen zu treten. Man müsse noch mehr Augenmerk auf den Hochwasserschutz sowie den Ausbau von Lawinen- und Wildbachverbauungen legen und die betroffenen Gemeinden finanziell entlasten. Immer wieder angesprochen wurde aber auch die Eigenverantwortung jeder und jedes Einzelnen sowie die gut funktionierende Nachbarschaftshilfe.

Ob es den Klimawandel gibt oder nicht, stehe für Schaar außer Frage: „Wir sind mitten im Klimawandel. Sieben Mittelmeertiefs die binnen kürzester Zeit über Kärnten gezogen sind, haben ihre Spuren hinterlassen. Uns muss bei der heutigen Diskussion aber klar sein: Auch wenn wir die Ziele erreichen, die globale Erderwärmung wird es trotzdem geben. Daher haben wir in Zukunft auch regelmäßig mit außergewöhnlichen Wetterereignissen zu rechnen. Wir müssen aus Fehlern lernen!“ Im Bereich der Raumordnung werde es laut Schaar notwendig sein, die Dezentralisierung zu stoppen. Verhalten aber auch die Verhältnisse müssten sich ändern. Um eine Veränderung des Einzelnen bewirken zu können, müsste er auch die geeigneten Rahmenbedingungen vorfinden. Zur Forderung die Erzeugung alternativer Energien zu forcieren betonte die Landesrätin: „Von geforderten 100 Prozent Stromerzeugung aus erneuerbaren Ressourcen liegt Kärnten bei über 99 Prozent. Wir haben ebenfalls eine klare Strategie wie der Strommehrverbrauch abgedeckt werden soll.“ Der weitere Ausbau der Wasserkraft und der Verbau der Grünflächen mit Photovoltaikanlagen müsse aber in Hinsicht auf die Biodiversität überdacht werden. „Nur der Ausbau aller alternativen Energien, also auch der Windkraft, wird den gewünschten Erfolg bringen“, so Schaar. Verantwortung werde ihr zufolge aber auch der Bund zeigen müssen. Kärnten erfülle seine Hausaufgaben.


Rückfragehinweis: Büro LR.in Schaar
Redaktion: Susanne Stirn