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#Hass im Netz in Spittal

22.11.2019
LR.in Schaar: Land Kärnten, Expertinnen und Experten und Betroffene mit Sensibilisierungsmaßnahme #Hass im Netz in Spittal - Gemeinsames Bewusstsein für Gefahren und Folgen im Netz


Klagenfurt (LPD). Kürzlich war Frauen- und Jugendreferentin LR.in Sara Schaar mit der Veranstaltungsreihe #Hass im Netz in der Fachhochschule Kärnten, Spittal, zu Gast. Mit Kurzvorträgen und Diskussionen widmete sich die dritte von insgesamt acht Bezirksveranstaltungen des Referates für Frauen und Gleichbehandlung, der Antidiskriminierungsstelle und dem Jugendreferat des Landes Kärnten erneut dem Thema „Digitale Gesprächskultur und ihren Gefahren und Folgen“.

„Es ist ein Thema, das uns alle betrifft. Jeder und jede Einzelne trägt Verantwortung für das eigene Handeln, auch im Netz. Wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn es um ein respektvolles Miteinander und eine digitale Gesprächskultur geht, in der unterschiedliche Meinungen wichtig und möglich sind, ohne dass es zu Beleidigungen oder gar Gewaltaufrufen kommt. Ob Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte – alle müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein“, betont Frauen- und Jugendreferentin Schaar.

Wie wichtig es ist, auch als Erwachsener in die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen einzutauchen, macht Christian Pöschl, Polizeipräventionskoordinator von Villach Land, deutlich: „Setzt euch hin und spielt beispielsweise die Computerspiele der Kinder mit und erlebt, was sie erleben. Auch in Bezug auf das Handy und das Internet sollte man sich gemeinsam verdeutlichen, was die Nutzung bedeutet. Am Handy spielt sich das gesamte Leben ab. So viel weiß oft nicht einmal der beste Freund oder die beste Freundin über einen selbst. Jedem muss klar sein, dass es sich um höchstpersönliche Daten handelt, die mir auch gestohlen werden können.“

Antidiskriminierungsbeauftragte des Landes Kärnten, Susanne Ebner, weist auf die Omnipräsenz digitaler Medien hin: „Kindern fehlt heute oft die Zeit, sich zurückzuziehen und runterzukommen. Vor allem nach der Schule fehlen diese Cool-down-Phasen. Heute sind sie 24 Stunden 7 Tage in der Woche verbunden und gefordert und damit auch Gefahren ausgesetzt.“

Wie wichtig das Thema sowie die Sensibilisierung dafür ist, lässt das Netzwerk der Maßnahme erkennen. Unterstützung erhält sie von der Bildungsdirektion Kärnten, der Gesunden Gemeinde sowie von der Antenne Kärnten. Teil der Veranstaltungsreihe ist auch Marika Lagger-Pöllinger, die als betroffene Mutter, deren Sohn sich im Alter von 16 Jahren wegen Cybermobbings das Leben nahm, ihre ganz persönliche Geschichte erzählt. Außerdem zu Gast am Podium war Felicitas Rachinger vom Verein ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, der sich tagtäglich mit psychosozialer und juristischer Beratung Betroffener und systematischer Dokumentation dem Kampf gegen Hass im Netz stellt.

„In den Diskussionen während und nach den Veranstaltungen fällt auf, dass das Thema unter den Fingern brennt. Gerade uns Politikerinnen und Politikern kommt hier eine Vorbildfunktion zu, was den respektvollen Umgang mit verschiedenen Meinungen angeht“, so Schaar.

Weiter geht es mit der Vortragsreihe „#Hass im Netz“ am 27. Jänner in Wolfsberg. Alle Infos: frauen.ktn.gv.at/344618_DE-Veranstaltungen-Veranstaltungen_Details?nid=32

Bei Interesse an Vorträgen für Schüler*innen oder Elternabende kann man sich an das Referat für Frauen und Gleichbehandlung wenden: 050 536 33052 oder frauen@ktn.gv.at


Rückfragehinweis: LR.in Schaar
Redaktion: Pinter/Stirn
Fotohinweis: Büro LR.in Schaar