News

LOKAL

Kärnten und Slowenien gestalteten grenzübergreifendes Energieprojekt

27.11.2019
LRin Schaar bei Abschlusskonferenz des grenzübergreifenden EU-Interreg-Projektes NEKTEO – Nachhaltige Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz in Gemeinden umgesetzt - 55 Energieschauplätze „zum Anfassen“ gestaltet


Klagenfurt (LPD). Zur Abschlusskonferenz des Energieprojektes NEKTEO (Nachhaltige Energie für Kommunen – Trajnostna energija za občine) wurde heute, Mittwoch, ins Klagenfurter Konzerthaus geladen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Highlights der dreijährigen Zusammenarbeit zwischen Kärnten und Slowenien auf dem Gebiet der Energieeffizienz, der Erneuerbaren Energie sowie des Energiesparens präsentiert.

„Das grenzübergreifende EU-Interreg-Projekt zwischen Kärnten und Slowenien wurde im Februar 2017 gestartet und läuft noch bis Ende Jänner 2020. Zum Ziel hatte es, nachhaltige Aktivitäten und bewusstseinsbildende Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Gemeinden umzusetzen und den Umstieg auf erneuerbare Energie zu forcieren“, informierte Landesrätin Sara Schaar, die gemeinsam mit Christian Goritschnig (Umweltabteilung des Landes), Rajko Leban (Direktor Energieagentur GOLEA Goriška, Nova Gorica) und Stadtrat Frank Frey (Umweltreferent Klagenfurt) in einer Pressekonferenz Bilanz zog.

Insgesamt nahmen 36 Pilotgemeinden in Kärnten und Slowenien am Projekt NEKTEO teil, das Land Kärnten (Abteilung Umwelt, Energie und Naturschutz) war Lead-Partner, die Energieagentur GOLEA Goriška, die Entwicklungsagentur Sora Gorenjska, der Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee sowie die Stadtgemeinde Nova Gorica zählten zu den weiteren Projektpartnern. Die Gesamtkosten des Projektes betragen 1,4 Mio. Euro, wobei 1,2 Mio. Euro vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kommen.

„Herzstück des Projektes sind die 55 Energieschauplätze, die aus allen Teilnehmergemeinden ausgewählt wurden und ein grenzüberschreitendes Best-Practice-Netzwerk bilden“, führte Schaar aus. Ausgestattet mit interaktiven Schautafeln dienen die Energieschauplätze – 26 in Slowenien und 29 in Kärnten (plus 13 Adressen weiterer sehenswerter Schauplätze) – der Information und sind auch in einem umfassenden, anschaulichen Katalog erfasst. Die informative Broschüre ist an jedem Energieschauplatz sowie bei den 36 NEKTEO-Gemeinden erhältlich und steht im Internet unter www.nekteo.eu als Download zur Verfügung.

„Ein weiterer und auch wichtiger Teil des Projektes war der NEKTEO-Botschafter, eine mobile Bildungsstation in Form eines Anhängers, der Gemeinden und Volksschulen in Kärnten und Slowenien besuchte, um vor allem Kindern und Jugendlichen spielerisch – in Form von Experimenten – die Themen erneuerbare Energie, Mobilität und Energieeffizienz näher zu bringen“, informierte Schaar. Insgesamt kam der NEKTEO-Botschafter bei bisher 39 Kärntner Volksschulen zum Einsatz und betreute dabei 1.235 Schüler und 155 Lehrer. Auch im Rahmen der diesjährigen Herbstmesse wurde die Bildungsstation präsentiert.

Ein weiterer Schwerpunkt von NEKTEO war das Thema Energiesparen. „Es wurde eine eigene Webseite eingerichtet, die Gemeinden und Landesbediensteten ein Energiespartool zur Verfügung stellte. Dieses diente der Bewusstseinsbildung im Umgang mit Energie und Mobilität im Büro und auch im Alltag“, informierte Goritschnig

Weiters wurden 24 Energie-Monitoring-Systeme installiert, die laufend Energiekenndaten – Wärme, Strom und Wasser – registrieren und live auf den Monitoren in den Gebäuden (wie z.B. im Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt) präsentieren. „Auch hier ging es darum, ein Bewusstsein für den laufenden Energieverbrauch zu schaffen und in weiterer Folge einen verantwortungsvolleren Umgang mit unseren Ressourcen zu bewirken“, hob Frey hervor.

Ein wichtiges Ziel von NEKTEO war es auch, eine Einsparung von fünf Prozent beim Energieverbrauch in der öffentlichen Verwaltung gegenüber dem Ausgangsjahr 2016 zu erreichen. „Dieses Ziel wurde sogar übertroffen. So konnte bei den gemeindeeigenen Gebäuden von 2016 bis 2018 eine Energieeinsparung von insgesamt knapp zehn Prozent erzielt werden“, berichtete Schaar.

Besonders gut angenommen wurden auch die insgesamt vier Fachexkursionen in Kärnten und Slowenien, bei dem Energieschauplätze und fachspezifische Einrichtungen besucht wurden. „Ein Programm zur Weiterbildung von öffentlich Bediensteten zu Energiebeauftragten in ihren Gemeinden rundete das Projekt ab und sorgt überdies für eine Nachhaltigkeit über das Projektende hinaus“, berichtete Goritschnig.



Rückfragehinweis: Büro LR Schaar
Redaktion: Pinter/Zeitlinger
Fotohinweis: Büro LR Schaar