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WIRTSCHAFT

Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten verliehen

29.11.2019
LH Kaiser und LHStv.in Schaunig zeichneten mit KWF die Preisträger aus – Ehrenzeichen des Landes Kärnten für langjähriges Jurymitglied Wolfram Anderle


Klagenfurt (LPD). Der Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten (IFP) wurde gestern, Donnerstag, am Abend in drei Kategorien und als Spezialpreis verliehen. Gewonnen haben die Klagenfurter Unternehmen IoT40 Systems GmbH, hex GmbH und Humanomed IT Solutions GmbH, der Spezialpreis ging an die CISC Semiconductor GmbH aus Klagenfurt. Zudem wurden vier Unternehmen für den „Staatspreis Innovation“ bzw. zwei Sonderpreise nominiert. Landeshauptmann Peter Kaiser und Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig nahmen die Preisverleihung gemeinsam mit Sandra Venus und Erhard Juritsch vom Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) vor. Der IFP ist die höchste Auszeichnung, die das Land Kärnten in diesem Bereich vergibt und war heuer mit insgesamt 46.000 Euro dotiert. Im Rahmen der Veranstaltung wurde das langjährige Jurymitglied Wolfram Anderle mit dem Ehrenzeichen des Landes Kärnten ausgezeichnet.

Kaiser sah im Spiegelsaal des Regierungsgebäudes ein „animierendes, begeisterndes Spiegelbild des sich immer weiter entwickelnden, innovationsstarken Kärnten“. Als Aufgabe der Politik definierte er in diesem Zusammenhang das Schaffen von Rahmenbedingungen für die innovativen und kreativen Kräfte sowie das Stärken von Kooperations- und Networking-Möglichkeiten. „Wir in Kärnten fangen in diesem Sinne schon bei den Jüngsten an, wollen bei Kindern Neugierde wecken“, so der Landeshauptmann. Als Bildungsreferent verwies er auf erfolgreiche Kooperationsprojekte mit Wirtschaft, Wissenschaft und Technik von der Elementarpädagogik über die Schulen bis zum tertiären Bildungswesen. Weiters hob er die Beteiligung Kärntens an der Joanneum Research als starke Südachse Kärnten-Steiermark und die Silicon Austria Labs hervor.

Die KWF-Vorstände Venus und Juritsch berichteten insbesondere über die KWF Strategie 2030 für Technologien, Gründungen, Ausbildungen und Kooperationen. Juritsch führte den Begriff „verbundene Diversität“ an. Es gelte, die Vielfalt Kärntens in Form von Kooperationen als Stäke zu nutzen. Für die Jury des IFP sprach Birgit Tauber von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Kaiser und Schaunig zeichneten außerdem den Technologie- und Innovationsbeauftragten des ERP-Fonds, Wolfram Anderle, mit dem Ehrenzeichen des Landes Kärnten aus. Die beiden dankten dem gebürtigen Spittaler, der von 2004 bis 2017 ehrenamtlich Jurymitglied beim Innovations- und Forschungspreis war. In diesem Zeitraum waren rund 450 eingereichte Projektvorhaben zu beurteilen. Anderle war aber vor allem auch maßgeblich an der Entwicklung der wichtigsten Förderungsprogramme des Bundes beteiligt. Von diesen Programmen haben auch viele Kärntner Unternehmen profitiert, wie Kaiser betonte. Der ERP-Fonds wird als Förderungseinrichtung seit 2002 von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws) verwaltet und geht auf die Mittel des Marshall-Plans (= European Recovery Program – ERP) zurück, die Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg von den USA erhielt. Der Geehrte selbst zeigte sich „sprachlos“, verwies aber auf Kärntens Stärken in Bildung, Ausbildung und Qualifikation sowie auf die großartigen Infrastrukturen. „Hier ist ein Weg vorgezeichnet, auf dem Großartiges geleistet werden kann“, so Anderle.

Der Innovations- und Forschungspreis in der Kategorie Kleinstunternehmen ging an die IoT40 Systems GmbH aus Klagenfurt für das Projekt „Bee-O-Meter“. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt in der Entwicklung von IoT- (Internet of Things) und AI- (Artificial Intelligence) gestützten Softwarelösungen. Im Segment KMU Klein- und Mittelunternehmen gewann die ebenfalls in Klagenfurt ansässige hex GmbH mit dem Projekt „hex.ai - Optimierungsalgorithmen für die Lokumlaufplanung“. Hex entwickelt maßgeschneiderte Softwarelösungen zur Optimierung von komplexen Entscheidungsprozessen in der Produktions-, Lager-, Transport- und Personallogistik. Die Humanomed IT Solutions GmbH überzeugte in der Kategorie Großunternehmen mit dem Projekt „ebody - das mobile Krankenhausinformationssystem“. Die Tochterunternehmung des Gesundheitseinrichtungenbetreibers Humanomed aus Klagenfurt entwickelt und betreibt Softwarelösungen für den Gesundheitsmarkt.

Der Spezialpreis stand unter dem Motto „Kooperation als Schlüssel - Gemeinsam mehr bewegen für den Kärntner Innovationsraum“ und ging an die CISC Semiconductor GmbH aus Klagenfurt. Ihr Projekt „COYERO - Connecting Services - Empowering Mobility“ ist eine Technologieplattform, die es erlaubt, „Services“ unterschiedlicher Anbieter sehr einfach und anonymisiert zu neuen Geschäftsmodellen zu verbinden. Für die Teilnahme am „Staatspreis Innovation“ wurden die IoT40 Systems GmbH, die hex GmbH (beide aus Klagenfurt) sowie die T.I.P.S. Messtechnik GmbH aus Villach nominiert. Für die Teilnahme am Sonderpreis „ECONOVIUS“ wurde die Messfeld GmbH aus Klagenfurt vorgeschlagen, für den Sonderpreis „VERENA powered by Verbund“ abermals die hex GmbH.

Der Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten wird seit 1991 jährlich verliehen, seit 2004 zeichnet der KWF für die Gesamtabwicklung alleinverantwortlich. Heuer gab es insgesamt 27 Einreichungen. Die Kategorie-Sieger erhielten 10.000 Euro und eine Innovationsskulptur, die von Helmut und Nicole Schmid entworfen und von der HTL Wolfsberg gefertigt wurde. Die weiteren Nominierten in den drei Kategorien bekamen jeweils eine Prämie von 1.500 Euro für externe Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen.

Der Fachjury gehörten Christoph Adametz (Technische Universität Graz), Gerfried Brunner (Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH), Fritz Ohler (Technopolis Forschungs- und Beratungsgesellschaft mbH), Siegfried Spanz (Fachhochschule Kärnten), Birgit Tauber (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH), Stephan Michael Weiss (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) und Edith Zikulnig-Rusch (Kompetenzzentrum Holz GmbH) an.

Informationen zu den Siegern und Nominierten unter www.kwf.at/innovationspreis



Rückfragehinweis: Büros LH Kaiser/LHStv.in Schaunig
Redaktion: Markus Böhm
Fotohinweis: KWF/fritzpress