Presseaussendungen

LOKAL

Mobile Hochwasserschutzmaßnahmen äußerst effektiv

04.12.2019
LR Fellner: Unwetterkatastrophe im November hätte ohne zusätzliche Bemühungen noch viel schlimmer ausgehen können – Weit mehr als 100 Objekte wurden zusätzlich vor Fluten geschützt – Dank an alle Einsatzkräfte für Ihren Einsatz


Klagenfurt (LPD). Nicht nur anlässlich des morgigen internationalen Tag des Ehrenamtes bedankt sich Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner ganz herzlich bei allen hauptberuflichen wie freiwilligen Einsatzkräften, die im Zuge der Unwetterkatastrophe im November Großartiges geleistet haben. „Vor allem das Errichten von mobilen Hochwasserschutzmaßnahmen an diversen Hotspots hat sich mehr als bezahlt gemacht und weit mehr als 100 Gebäude zusätzlich geschützt“, so Fellner.

Anhand der Information aus den Gefahrenzonenplänen wurde genau lokalisiert, wo zusätzliche Maßnahmen benötigt wurden. An der Gurk konnten durch die temporär von der Feuerwehr errichteten mobilen Hochwasserschutzmaßnahmen (luftgefüllte Schläuche, eine Leihgabe aus Tulln) in Straßburg zumindest 20 Objekte und in Gurk zumindest 30 Gebäude am Sandboden geschützt werden. In Brückl unterhalb der Görtschitz Mündung wurde ein Objekt durch mobile HWS Maßnahmen geschützt, ebenso in Pölling/Gurk sowie in Gnesau, Albeck und Ebene Reichenau insgesamt fünf Objekte – hier lag der Schwerpunkt in Patergassen.

An der Drau wurden in den Ortschaften Rosegg und Velden-Latschach mobile Hochwasser-Elemente durch die örtlichen Feuerwehren errichtet. Dadurch konnten Schäden an der Infrastruktur beziehungsweise an privaten Wohnhäusern vermieden werden.

Im Bereich von Faak konnte der regulierte Abschnitt die Abflüsse noch bordvoll abführen. Unregulierte Bereiche wurden größtenteils überströmt. Die Regulierungen im Bereich Müllnern wurden aufgrund der zu geringen hydraulischen Kapazität teils überströmt. Mittels mobiler Elemente (Sandsäcke, Schaltafeln, Bretter, etc.) konnten die Einsatzkräfte die Ausuferungen teilweise eindämmen, womit weitere Schäden und erhebliche Ausuferungen im Wohn- und Siedlungsbereichen verhindert werden konnten. Insgesamt wurden hier 25 Gebäude gesichert.

In Lavamünd konnte durch die Stauraumabsenkung der Abfluss reduziert werden – ergänzend dazu wurden massiv mobile HWS Maßnahmen aufgebaut, die am „Lavant Spitz“ zehn Wohnhäuser, sowie das Gemeindeamt und Kulturhaus trocken gehalten haben.

In St. Veit wurden an der Glan mobile HWS Einrichtungen aufgebaut, dadurch wurden 15 Objekte vor den Fluten bewahrt, in Glanegg waren es 25 Objekte. „Für mich war die Unwetterkatastrophe im November die schlimmste seit vielen Jahren – auch weil wir ein Todesopfer und Verletzte zu beklagen haben“, so Fellner. „Durch den beherzten Einsatz der Helferinnen und Helfer vor Ort konnte allerdings glücklicherweise noch schlimmeres verhindert werden und dafür bin ich unendlich dankbar.“

Tage, wie der internationale Tag des Ehrenamtes, seinen laut Fellner wichtig, um die Freiwilligen, die oft im Verborgenen werken, vor den Vorhang zu holen und einer breiten Öffentlichkeit bewusst zu machen, wie unschätzbar wichtig das Wirken der Ehrenamtlichen ist. Denn: „In Wahrheit ist jeder Tag ein Tag des Ehrenamtes, weil ohne die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer im Land wären wir in vielen Fällen aufgeschmissen – das muss uns allen klar sein“.


Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Fischer/Rauber