Presseaussendungen

POLITIK

Gesundheit: Stoppt neue Österreichische Gesundheitskasse bereits erstes Therapieprojekt für Kärnten und Salzburg?

12.12.2019
LHStv.in Prettner: Nach zwei Jahren Verhandlung und Vorbereitung liegt Projekt „Alkohol.leben können“ in geplanten Modellregionen Kärnten und Salzburg plötzlich auf Eis – ÖGK will wichtiges Therapieprojekt nur bundesweit umsetzen, wohl wissend, dass das nicht machbar ist


Klagenfurt (LPD). „Seit zwei Jahren sollte der Start für das Projekt ,Alkohol.Leben können‘ außer Streit stehen. Aus unerfindlichen Gründen steigt plötzlich einer der Finanzierungspartner, nämlich die Pensionsversicherungsanstalt, auf die Bremse“, kritisieren die Gesundheitsreferenten von Kärnten und Salzburg, LHStv.in Beate Prettner und LHStv. Christian Stöckl. Gestern, Mittwoch, wurde das Projekt sogar von der Tagesordnung der Sitzung des Verwaltungsrats der Pensionsversicherungsanstalt genommen. „Kärnten und Salzburg, die dieses Projekt der ambulanten Suchtbehandlung seit Jahren umsetzen möchten, werden im Stich gelassen“, sagt Prettner. „Wir haben in Kärnten alle notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen, sind seit Monaten startklar. Doch nichts passiert. Und das, obwohl die PVA ursprünglich mit der Konzeptidee an uns herangetreten ist und in der Folge bei der Erarbeitung und Entwicklung der Kärntner und Salzburger Modelle voll eingebunden war.“


Eine offizielle Erklärung für den Stillstand gibt es nicht. „Hinter vorgehaltener Hand heißt es allerdings, dass es die neue Österreichische Gesundheitskasse ist, die für diesen Stopp verantwortlich sein soll: Angeblich will sie das Projekt nur bundesweit umsetzen. Und das bedeutet: Das Projekt ist gestorben, denn es gibt Bundesländer, die kein Interesse an der Maßnahme haben, weil sie sich bereits für andere Modelle entschieden haben“, sagt Prettner. Sie befürchtet: „Wir haben es hier offensichtlich mit dem ersten Einschnitt in die Patientenversorgung durch die ÖGK zu tun. Versprochen wurde ja die Patientenmilliarde, von der aber ohnehin sämtliche Experten bis hin zum Rechnungshof gewusst haben, dass sie nur ein Werbegag ist. Die Realität wird anderes bringen: Leistungskürzungen.“


Erst in der Vorwoche hat sich Prettner gemeinsam mit ihrem Salzburger Amtskollegen LHStv. Christian Stöckl in einem Brief an die PVA-Führung in Wien, namentlich an Generaldirektor Winfried Pinggera und Generaldirektor-Stellvertreter Kurt Aust, gewandt. Dass das Projekt „Alkohol. Leben können“ ein gesundheitspolitisch wie ökonomisch wichtiges Projekt ist, sollte – nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen Pilotphasen in Wien – außer Frage stehen. Das ambulant-therapeutische Behandlungskonzept würde einen ebenso wichtigen wie notwendigen Schritt in der Suchtbehandlung darstellen. „In Salzburg ist die Situation noch problematischer, weil ,Alkohol.leben können’ bei uns in ein viel umfangreicheres Projekt eingebettet ist: Damit verbunden ist unter anderem der Neubau der Suchthilfe. Plötzlich ist die Machbarkeit des gesamten Projektes wieder unsicher“, bedauert Stöckl.


In Österreich gelten fünf Prozent der Bevölkerung ab dem 16. Lebensjahr als alkoholkrank. Weitere zwölf Prozent konsumieren Alkohol in einem gesundheitsgefährdenden Ausmaß. Für Kärnten heißt das: Rund 40.000 Kärntner gelten als alkoholabhängig bzw. weisen einen problematischen Konsum auf – bei wesentlich höherer Dunkelziffer. „Allerdings wenden sich nur knapp zehn Prozent der Alkoholabhängigen an Sucht- oder Entzugskliniken, werden also mit qualifizierten Betreuungsangeboten erreicht. Zum einen, weil die Betroffenen lange Zeit ihre Krankheit leugnen; zum anderen, weil Alkoholsucht mit einer Stigmatisierung verbunden ist; und zum dritten, weil die wochenlangen Therapien sie aus dem Berufs- und Lebensalltag reißen“, sagt Prettner.


Die Herausforderung für die Politik sei es demnach, die Betroffenen in eine Therapie zu bekommen. Nur dann könne ihnen geholfen werden. „Und genau hier setzt das Konzept .Alkohol.leben können‘ an: Es würde den Betroffenen ermöglichen, neben der Therapie in ihrem sozialen Umfeld zu bleiben und weiter ihrer Arbeit nachgehen zu können“, betont Prettner. „Unterm Strich würde jeder dafür investierte Euro doppelt und dreifach zurückkommen, weil wir teure Folgekosten, die durch Alkoholsucht entstehen, verringern könnten. Folgekosten, wie Krankenstände, Krankenhausaufenthalte, Arbeitsunfähigkeit, Invaliditätspension“, sagt die Gesundheitsreferentin. Sie fordert die Finanzierungspartner PVA und GKK bzw. ÖGK auf, „sich zur Vereinbarung zu bekennen und endlich den Startschuss für dieses so wichtige Suchttherapieprojekt zu geben. Ich wüsste nicht, was einem Go noch im Wege stehen sollte.“



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner

Redaktion: Grabner/Böhm


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