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KULTUR

Kulturförderungsbericht 2018 in nächster Regierungssitzung

14.12.2019
LH Kaiser: Rund 27 Mio. Euro im Kulturbudget 2018 bedeuten Steigerung um rund 1,5 Mio. Euro gegenüber 2017


Klagenfurt (LPD). Mit rund 27 Mio. Euro hat das Kulturbudget des Landes Kärnten 2018 den Höchststand der letzten sechs Jahre erreicht. Das sowie viele weitere Zahlen und Details sind dem Kulturförderungsbericht 2018 zu entnehmen. Der Bericht wird in Form der LIKUS-Systematik (Länder-Initiative KUltur Statistik) aufbereitet, die eine Vergleichbarkeit auf Jahre sowie innerhalb der Gebietskörperschaften ermöglichen soll und als österreichischer Standard zur Anwendung kommt.

Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser wird ihn am Dienstag in der Sitzung der Landesregierung vorlegen. Die größte Änderung im Berichtsjahr war die Aufwertung der Unterabteilung Kunst und Kultur zur eigenständigen Abteilung, in die auch der Bereich Volkskultur inhaltlich und organisatorisch integriert wurde. „Damit haben wir dem hohen Stellenwert der Kultur und Volkskultur in unserem Bundesland Rechnung getragen“, betont Kaiser. Er übernahm mit seiner Angelobung zum Landeshauptmann am 12. April 2018 auch erstmals die Agenden des Kulturreferenten.

„Es erfüllt mich mit Stolz, dass Kunst, Kultur und Volkskultur bei uns in Kärnten von so großen Teilen der Bevölkerung mit viel persönlichem Engagement und auf hohem Niveau getragen werden. Das spiegelt sich auch im vorliegenden Kulturförderungsbericht wider“, betont Kaiser heute, xxx. Als Schwerpunkte des Kulturjahres 2018 hebt er u.a. die Planungen zum Jubiläumsjahr CARINTHIja 2020 oder die Fertigstellung des Sammlungs- und Wissenschaftszentrums für die „Schätze Kärntens“ hervor. Auch für die Generalsanierung des Landesmuseums seien wichtige Grundsatzentscheidungen getroffen worden. „Ein Highlight in der lebendigen Kärntner Literaturszene war sicher die Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises für Literatur an Florjan Lipuš“, so Kaiser.
Wie der Kulturreferent erklärt, hat sich das vorjährige Kulturbudget mit 26.957.053 Euro gegenüber 2017 (25.413.470 Mio. Euro) um rund 1,5 Mio. Euro erhöht. Diese Steigerung sei vor allem auf die Neuorganisation des Landesmuseums zurückzuführen, hierfür habe 2018 der Investitionsaufwand 1,168 Mio. Euro betragen. Die meisten Mittel aus dem Kulturbudget gingen im Vorjahr mit jeweils rund elf Mio. Euro in die beiden Kategorien „Museen, Archive, Wissenschaft“ sowie „Darstellende Kunst“. Für die Kategorie „Musik“ wurden rund 1,6 Mio. Euro aufgewendet, für die „Brauchtums- und Heimatpflege“ rund 575.000 Euro.

2018 hat das Land Kärnten laut dem Landeshauptmann außerdem 13 Preise gestiftet, die mit insgesamt 66.300 Euro dotiert waren. Weitere 4.000 Euro habe das Land für Preise ausgezahlt, die über Subventionsanfrage abgewickelt wurden (z.B. Bachmann Junior-Preis, Kärntner Lyrikpreis). Der ORF Kärnten habe für die Organisation des Ingeborg Bachmann-Preises bzw. der 42. Tage der deutschsprachigen Literatur einen Zuschuss von 10.000 Euro erhalten. An Stipendien seien auf Vorschlag der Fachbeiräte des Kärntner Kulturgremiums rund 59.000 Euro vergeben worden. Für weitere Stipendien, die über Subventionsanträge abgewickelt wurden, seien vom Land 1.455 Euro ausgezahlt worden.

Nach der 2018 neu erfolgten Aufteilung der Geschäfte des Amtes der Kärntner Landesregierung sind die Bereiche Carinthische Musikakademie, Kärntner Landeskonservatorium, Kärntner Musikschulwerk und Bibliothekswesen in der Abteilung 6 – Bildung und Sport verblieben und werden daher nicht im Kulturbericht abgebildet. Zur Herausgabe des Berichtes über die Kulturförderung ist die Landesregierung laut Kärntner Kulturförderungsgesetz verpflichtet. Die entsprechende Broschüre erscheint in einer Auflage von 150 Stück und geht an den Kärntner Landtag sowie die Mitglieder des Kulturgremiums. Für alle Interessierten wird der Bericht demnächst als Download auf der Homepage der Abteilung 14 – Kunst und Kultur (www.kulturchannel.at) zur Verfügung stehen.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Böhm/Schäfermeier