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Regierungssitzung 4: Sozialer Investitionsschub um 6,2 Millionen Euro

17.12.2019
LHStv.in Prettner: Land und EU (ELER-Topf) erteilen sieben Projektwerbern Zuschlag für Großinvestitionen – Profitieren werden rund 700 Betroffene, Menschen mit Behinderung und Jugendliche der Kinder- und Jugendwohlfahrt


Klagenfurt (LPD). 16 Projekte wurden eingereicht, sieben haben den Zuschlag bekommen. „Kärnten zieht aus dem so genannten ELER-Topf der EU 6,2 Millionen Euro für Investitionen im Sozialbereich. Die sieben Projekte, die wir damit fördern, werden 700 Kärntnerinnen und Kärntnern zugutekommen, insbesondere Jugendlichen und Menschen mit Behinderung“, informierte heute, Dienstag, Sozialreferentin Beate Prettner nach der Regierungssitzung.

Die Förderwerber, die sich mit ihren Einreichungen durchsetzen konnten, sind die AVS Kärnten mit dem Wohnverbund Wernberg: Damit werden 16 Wohnplätze und 12 Tagesstättenplätze für Menschen mit Behinderung errichtet. Weiters die Kinderfreunde Kärnten mit dem Kinderschutzzentrum Spittal/Drau, in dem jährlich rund 400 Kinder betreut werden können. Mit dabei ist auch Contraste GmbH mit dem Kriseninterventionszentrum St. Stefan im Lavanttal: „Hier rechnen wir mit 120 KlientInnen, die pro Jahr professionelle Unterstützung finden “, betonte Prettner. Die Diakonie de La Tour wiederum wird im Haus Köraus sowie im Haus Schwarz eine Tagesstruktur für in Summe 22 Menschen mit Behinderung (16 plus 6) einrichten. Pro mente Kärnten wird ebenfalls eine Tagesstruktur im Haus Südufer für vier Klientinnen und Klienten schaffen. „Ein Umbau steht schließlich im Haus Klemens des Caritasverbands in Maria Elend ins Haus. Vor allem ältere pflegebedürftige Menschen finden hier einen Tagesstättenplatz. Außerdem werden acht Wohnplätze errichtet“, informiert Prettner.

„Es ist erfreulich, dass Kärnten EU-Gelder lukrieren kann und daraus konkreten Mehrwert schöpft. Das sind alles investierte Mittel, die spürbar bei der betroffenen Bevölkerung ankommen werden“, so Prettner. Wie sie erklärte, werde Kärnten im nächsten Jahr ganz massiv in den Ausbau von Wohnplätzen und fähigkeitsorientierter Beschäftigung für Menschen mit Behinderung investieren. Dazu hat Prettner bereits Anfang Dezember einen Ausbauplan für Wohn- und Beschäftigungsplätze bis zum Jahr 2023 vorgelegt. „Prognostiziert wird für die kommenden vier Jahre ein Mehrbedarf von 265 Wohnplätzen und 181 Werkstättenplätzen. Der Großteil wird bis spätestens erstes Halbjahr 2022 umgesetzt sein“, versicherte die Sozialreferentin. Die Wohnplätze werden in 32 Projekten quer durch alle Bezirke Kärntens realisiert. Bei den 181 Arbeitsplätzen handelt es sich um 14 Projekte unterschiedlicher Beschäftigungsformen. „Zusätzlich werden wir die Assistenzstunden weiter ausbauen: Von 80.000 im Jahr 2019 auf 110.000 im nächsten Jahr“, so Prettner. „Gerade in diesem Bereich haben wir in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht – in meiner Zeit als zuständige Sozialreferentin habe ich das Stundenkontingent vervierfacht“, stellte Prettner fest. 2020 werden alleine für die Assistenzstunden rund 4 Millionen Euro veranschlagt.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Stirn