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Regierungssitzung 5 - Land sichert sich Kaufoption für Verladebahnhof Kühnsdorf

17.12.2019
LR Schuschnig und LR Gruber setzen nächsten wichtigen Schritt für den Erhalt des Logistikstandortes in Unterkärnten - Behördenverfahren bereits gestartet.


Klagenfurt (LPD). Nach dem Grundsatzbeschluss über den Erhalt und Ausbau des Verladebahnhofs Kühnsdorf folgte heute, Dienstag, der nächste wichtige Schritt, um die Wirtschaft Unterkärntens auch künftig an die Koralmbahn anzubinden und den Logistikstandort in Kühnsdorf aufrecht zu erhalten. Dieser hätte nach Fertigstellung der Koralmbahn und der neuen Hochleistungsstrecke ab dem Jahr 2023 eingestellt werden sollen. „Für die Region Südkärnten und die regionale Wirtschaft wäre das ein fatales Signal gewesen. Die Anbindung der Wirtschaft der Region an die neue Bahnstrecke durch den Güterverladebahnhof Kühnsdorf hat daher oberste Priorität, damit die Koralmbahn künftig nicht nur durch Unterkärnten fährt, sondern auch Wertschöpfung in die Region bringt“, sind sich die beiden Landesräte Sebastian Schuschnig und Martin Gruber einig.

Nun konnte sich das Land Kärnten die Kaufoption für das Areal in Kühnsdorf sichern. Hierfür wurde eine schriftliche Verkaufszusage mit den ÖBB verhandelt und unterschrieben. „Auf Basis dieser Vereinbarung können wir den Verladebahnhof erwerben, was die Grundlage dafür ist, den Logistikstandort in der Region abzusichern“, so LR Gruber. Als Kaufpreis wurden 1,85 Mio. Euro vereinbart.

Der nächste wichtige Schritt sei jetzt die Klärung von notwendigen Behördenverfahren. Die Vorarbeiten wurden bereits gestartet. Da der betroffene Streckenabschnitt bei Kühnsdorf aufgelassen hätte werden sollen, sind für den Weiterbestand der Strecke eine Änderung der Umweltverträglichkeitsprüfung als auch neue eisenbahnrechtliche und naturschutzrechtliche Genehmigungen notwendig. Sämtliche dafür anfallenden Kosten werden aus den Bereichsbudgets der beiden Landesräte Gruber und Schuschnig getragen. „Wir haben einen klaren Fahrplan, den wir konsequent für die regionale Wirtschaft umsetzen. Bereits im nächsten Jahr sollen die nötigen Verfahren abgeschlossen sein, damit wir gemeinsam mit den regionalen Unternehmern die Besitzgesellschaft gründen und den Betrieb ausschreiben können“, so Gruber.

Der Verladebahnhof sei nicht nur regionalwirtschaftlich, sondern auch verkehrs- und umweltpolitisch von großer Bedeutung. „Durch den Ausbau und den Erhalt des Güterverladebahnhofs in Unterkärnten sichern wir nicht nur wichtige Arbeitsplätze in der Region. Mit der Verlagerung des Gütertransportes auf die Bahn leisten wir auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Immerhin geht es um deutlich über 100.000 Tonnen, die vor Ort verladen werden können“, sagt Wirtschafts- und Logistikreferent Schuschnig.

Kärnten habe durch seine geografische Lage am Schnittpunkt von zwei bedeutenden transeuropäischen Schienenkorridore (Baltisch-Adriatische-Achse und Tauernachse) sowie der Nähe zu den Adriahäfen (wie insbesondere Triest), bestes Potential, zur Logistik-Drehscheine zu werden. „Indem wir die beiden Logistikstandorte LCAS Villach Fürnitz und den Verladebahnhof Kühnsdorf stärken, wird Kärnten künftig wirtschaftlich von der neuen Anbindung durch die Koralmbahn profitieren können. Die Weichen dafür haben wir heute gestellt“, so Schuschnig.


Rückfragehinweis: Büro LR Gruber, Büro LR Schuschnig
Redaktion: Hetzel/Stirn