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Regierungssitzung 7 – Arbeitsplätze schaffen und sichern: Territorialer Beschäftigungspakt 2020

17.12.2019
LHStv.in Prettner, LHStv.in Schaunig, LR Fellner: Territorialer Beschäftigungspakt ist mit 41,9 Mio. Euro dotiert – Mitteleinsatz für Qualifizierungsmaßnahmen und Beschäftigungsprojekte – Jugendliche und ältere Personen im Fokus


Klagenfurt (LPD). In der heutigen Regierungssitzung legte Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig gemeinsam mit Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner und Gemeindereferent Landesrat Daniel Fellner den Territorialen Beschäftigungspakt (TEP) 2020 zur Beschlussfassung vor. „Über den TEP unterstützen wir Menschen, die am ersten Arbeitsmarkt geringe Chancen haben – aufgrund ihres Alters, ihrer Gesundheit oder auch nur, weil manche Berufswege eben nicht schnurgerade verlaufen. Wir bieten diesen Menschen nicht nur Beschäftigung und Qualifizierung, sondern vermitteln ihnen auch eine wichtige Botschaft, nämlich: wir brauchen euch, wir glauben an euch“, betont Schaunig.

Auch in Zeiten von Rekordbeschäftigung und stetig sinkender Arbeitslosigkeit braucht es diese Maßnahmen, da nicht alle Menschen vom Wachstum profitieren. Die TEP-Strategie fokussiert unter anderem auf die Zielgruppen Jugendliche und Personen über 50. „Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen jungen Menschen zurückzulassen und wir dürfen es nicht hinnehmen, dass Personen in ihrer Lebensmitte aus dem Arbeitsprozess ausgeschlossen werden“, so Schaunig.

Über den TEP werden unter anderem Beschäftigungsmaßnahmen wie Eingliederungsbeihilfen und Sozialökonomische Beschäftigungsprojekte, Qualifizierungsmaßnahmen wie Stiftungen und Lehrgänge, Unterstützungsmaßnahmen wie die Berufs- und Bildungsorientierung für Schülerinnen und Schüler sowie Projekte aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert. 24,26 Millionen Euro kommen vom AMS Kärnten, 8,54 Millionen Euro vom Land Kärnten, 1,46 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds und der Rest von Projektträgern bzw. aus Eigenerwirtschaftung sowie von anderen Dritten. Rund 4300 Menschen werden von den Maßnahmen profitieren.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Maßnahmen für die Zielgruppen der Mindestsicherungsempfänger und jungen Menschen von 15 bis 25 Jahren. Aus der Abteilung 4 Soziales fließen dafür 2,233 Mio. Euro in den TEP. „Die Mindestsicherung bzw. Sozialhilfe soll ja mithelfen, dass die Betroffenen, die meistens mit Schulden, gesundheitlichen Problemen, langer Arbeitslosigkeit und daraus resultierend Resignation zu kämpfen haben, wieder am Arbeitsmarkt Fuß fassen können“, erklärt die zuständige Sozialreferentin Beate Prettner. „Daher unterstützen wir die Betroffenen mit individualisierten Reintegrationsprozessen und finanzieren unter anderem 50 Eingliederungsbeihilfen“, so Prettner. Sie verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Sozialökonomischen Betriebe mit drei Standorten in Kärnten: „Wir stellen hier relativ geschützte, befristete Arbeitsplätze bereit, die vor allem die Integration von schwer vermittelbaren Menschen in den Arbeitsmarkt fördern.“

Als besonders wichtigen Schwerpunkt bezeichnet Prettner die Einrichtungen bzw. Maßnahmen für junge Menschen - konkret „Jugend am Werk“, „Neue Arbeit“ und „Lehrstellenförderungen für benachteiligte Jugendliche“: „In Summe schaffen wir damit ein Lehrverhältnis bzw. eine Beschäftigung für 295 Betroffene im Alter von 15 bis 25 Jahren, 40 davon werden im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe betreut. Diese jungen Menschen hätte es ansonsten aufgrund familiärer und sozialer Defizite äußerst schwer, eine geeignete Lehrstelle zu finden", sagt Prettner.

Die Gemeindeabteilung wendet 2020 insgesamt Mittel in der Höhe von 625.000 Euro für den TEP auf. „Über Eingliederungsbeihilfen für Gemeinden und gemeindenahe Einrichtungen, werden Langzeitbeschäftigungslose und von Langzeitbeschäftigungslosigkeit bedrohte Personengruppen gefördert. Ziel ist es, neue Beschäftigungsmöglichkeiten direkt in den Kärntner Gemeinden zu vermitteln und die Betroffenen fit für den Arbeitsmarkt zu machen“, so Gemeindereferent Fellner.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Rauber