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Regierungssitzung 9 – Standortmarketing soll Kärntens Vorzüge deutlich machen

17.12.2019
LH Kaiser: Außerordentliche Regierungssitzung im Jänner – Maßnahmen für strategische Standortentwicklung werden präsentiert – Weitere Themen heute in der Regierungssitzung der waren Kultur- sowie der Wirtschaftsbericht


Klagenfurt (LPD). Der Arbeitsdrang der Kärntner Landesregierung sei ungebrochen, sagte heute, Dienstag, Landeshauptmann Peter Kaiser beim Pressefoyer nach der letzten Regierungssitzung 2019. Er kündigte an, dass es nach der regulären Regierungssitzung am 14. Jänner 2020 bereits am 20. Jänner eine außerordentliche Sitzung zum Thema Standortmarketing im Rahmen der strategischen Standortentwicklung geben werde.


„Wir haben heute beschlossen, dass es für dieses Thema und die Festlegung der nächsten Schritte eine eigene Regierungssitzung im Jänner geben wird“, so Kaiser. Am selben Abend finde der Neujahrsempfang der Kärntner Landesregierung im Casineum Velden statt, wo zahlreiche Stakeholder eingeladen seien. „Ihnen können wir auf Grund dieser Vorgangsweise die Beschlüsse und wichtigsten Maßnahmen für eine strategische Standortentwicklung absolut zeitnah präsentieren“, so Kaiser. Im Rahmen der Entwicklung des Standortmarketings würden, laut Kaiser, die Kärnten Werbung sowie weitere Auftragnehmer das umsetzen, was im Auftrag der Landesregierung und der unter seiner Führung arbeitenden Steuerungsgruppe, festgelegt werde.

Angesiedelt sei das „Standortmarketing“ bei der ihm, Kaiser, zugeordneten Strategischen Landesentwicklung, einer eigenen Abteilung des Landes Kärnten für diese Zukunftsfragen. „Gemeinsam mit dem Koalitionspartner werden die Entscheidungen getroffen, werden die Aufträge an Kärnten Werbung, KWF oder Babeg vergeben“, sagte Kaiser. Vorrangiges Ziel: sämtliche Bereiche Kärntens müssten unter einer Dachmarke zusammengefasst werden, die dann am Markt erkennbar präsent sei. „Kärntens Vorzüge, beispielsweise die hohe geistige und soziale Intelligenz, die ökosoziale und nachhaltige Bewirtschaftung und das Smart-Level, müssen nach außen dargestellt werden. Verbunden mit der Darstellung sind weiters eigene Betriebsansiedelungs-, oder Bildungs-Programme“, betonte Kaiser.

Die Kärnten Werbung hat die Aufgabe als Kommunikationsagentur des Landes Kärnten für den Bereich Standortmarketing. D.h. der Aufbau der Homepage und die Begleitung des Standortmarkenprozesses waren die wesentlichen Aufgaben im Jahr 2019. Im kommenden Jahr sollen weitere aktive Kommunikationsmaßnahmen von der Steuerungsgruppe beschlossen werden. Die Aufgabe der Kärnten Werbung wird dabei das Ausspielen von Onlinekampagnen und Social Media-Aktivitäten sowie das Online-Contentmanagement sein. Um diese Aufgaben wahrzunehmen plant die Kärnten Werbung eine Person einzustellen.
Die Verantwortung für den Prozess Standortmarketing und alle damit zusammenhängenden Projekte liegt beim Land Kärnten bzw. der Steuerungsgruppe. Operativ wird dies von der Strategischen Landesentwicklung im Amt der Kärntner Landesregierung umgesetzt. Um die anstehenden Aufgaben 2020 (Vorbereitung und Abstimmung der jährlichen Standortmarketingmaßnahmen; Begleitung, Konkretisierung & Koordinierung der Umsetzung der Markenstrategie; Begleitung des Marken- und Wertebeirats etc.) bewältigen zu können, soll im Jänner eine zusätzliche Stelle in der Strategischen Landesentwicklung ausgeschrieben und zeitnah besetzt werden.

Zum Kulturbericht sagte der Landeshauptmann, dass dieser um 6,07 Prozent und 1,5 Millionen Euro höher dotiert sei als vergangenes Jahr. „Wir wollen eine gewisse Ausgewogenheit und Breite des Kulturspektrums.“ Kunst und Kultur seien aber eine Querschnittsmaterie und daher nicht ausschließlich über das Kulturbudget finanziert. So gebe es beispielsweise beim Theaterwagen eine enge Kooperation mit dem Gemeindebudget. „Auch die Musikschulen sind nicht im Kultur- sondern im Bildungsbudget“, informierte Kaiser. Er berichtete außerdem, dass der Bereich Kinder und Kultur einen wichtigen Stellenwert habe und dementsprechend gefördert werde. „Mit dem Blauen Würfel gibt es einen Dreijahresvertrag und eine Förderung von 380.000 Euro“, so der Kulturreferent, der auch auf CARINTHIja 2020 verwies, wo kindgerechte Vermittlung von Kultur und Kunst besonders berücksichtigt werde.

Zum Wirtschaftsbericht, der von LHStv.in Gaby Schaunig gesondert behandelt wurde, sagte Kaiser, dass es mit 3,8 Prozent die aktuell größte Steigerung des Bruttoregionalprodukts gebe. Auch an das neue Jahr 2020 könne man mit vorsichtigem Optimismus herangehen sage der Konjunkturreport der Wirtschaftskammer.
Erwähnt hat der Landeshauptmann auch wichtige beschlossene Förderungen für Projekte, die Menschen am Rande der Gesellschaft betreffen würden. So beispielsweise die Initiative „Way Out“, die AVS-Beratungsdienste oder die Vertragsverlängerung für Mobile Dienste.



Rückfragehinweis: LH Kaiser
Redaktion: Gerlind Robitsch/Ulli Sternig