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Regierungssitzung 10: Wirtschaftsbericht des Landes präsentiert starke Performance der Kärntner Wirtschaft

17.12.2019
LHStv.in Schaunig, LR Schuschnig gratulieren den Kärntner Unternehmen zu hervorragenden Leistungen - Positiver Wachstumskurs der letzten Jahre gibt Rückenwind für Konjunkturaussichten - Erfolgskurs durch Investitionen und attraktiven Standort Kärnten forcieren


Klagenfurt (LPD). Die Kärntner Wirtschaft ist mit 4,6 Prozent Wirtschaftswachstum 2017 und 3,8 Wirtschaftswachstum 2018 absoluter Spitzenreiter in Österreich. Das bestätigt der Wirtschaftsbericht 2018 des Landes Kärnten, der heute in der Regierungssitzung beschlossen wurde. „Kärntens Unternehmerinnen und Unternehmer und die vielen motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten hervorragende Arbeit. Der Wirtschaftsbericht belegt die starke Performance der heimischen Betriebe. Wir sind stolz und dankbar für dieses Spitzenergebnis, das Kärnten auf die Überholspur bringt“, zeigen sich LHStv.in Gaby Schaunig und Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig einig.

Ausschlaggebend für das positive Ergebnis 2017 war allen voran der Spitzenwert von +18,1 Prozent bei der Energie- und Wasserversorgung, gefolgt von +10,6 Prozent Wachstum in der Sachgütererzeugung sowie dem Maschinenbau, der + 10,6 Prozent erwirtschaften konnte. Hervorzuheben ist auch das Wachstum der Kärntner Bauwirtschaft von +5,5 Prozent. „Dieser Trend setzt sich aktuell fort, die Auftragsbücher sind voll“, berichtete Wohnbaureferentin Schaunig in der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung. Einen wichtigen Beitrag dazu leiste das Bestbieterprinzip des Landes Kärnten im Baubereich.

Dass dieses Erfolgsergebnis kein einmaliger Ausreißer ist, bestätigen auch die jüngst veröffentlichten Wirtschaftszahlen der Statistik Austria für 2018. Mit 3,8 Prozent Zuwachs des Bruttoregionalproduktes lässt Kärnten bereits zum zweiten Mal den Rest-Österreich hinter sich. Auch der Arbeitsmarkt entwickelte sich positiv. Sowohl 2017 als auch 2018 waren Beschäftigungs-Rekordjahre. „Dies wird sich auch 2019 fortsetzen. Nach 214.000 Beschäftigen im Vorjahr gehen Prognosen heuer von 216.000 Beschäftigten aus“, sagte Arbeitsmarktreferentin Schaunig.

Allerdings steige die Beschäftigung bei weitem nicht im gleich hohen Ausmaß wie die Produktivität. „Das ist kein Kärntner Spezifikum, sondern Abbild einer breiten Strukturänderung, auf die wir reagieren müssen. Die Finanzierung unseres Gemeinwesens beruht in erster Linie auf der Lohnsteuer. Wenn weniger Menschen mehr Wertschöpfung erarbeiten, wird es zu einem Umdenken kommen müssen“, so Schaunig.

Die Anerkennung für das starke Wirtschaftswachstum müsse sich laut Wirtschaftslandesrat Schuschnig in den besten Rahmenbedingungen eines unternehmensfreundlichen Wirtschaftsstandortes ausdrücken. „Die Spitzenleistung der Unternehmerinnen und Unternehmer ist ein starkes Signal, dass die wirtschaftspolitische Richtung stimmt. Bürokratische Hürden gilt es weiter mittels Deregulierung konsequent zu beseitigen“, so Schuschnig und meint zur international sich eintrübenden Konjunktur: „Wir müssen jetzt den positiven Wachstumskurs der vergangenen Jahre nutzen, als Team agieren und gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Kärnten die besten Rahmenbedingungen für Kärntens zentrale Konjunkturtreiber – die Bauwirtschaft, die Sachgüterproduktion und die Exportwirtschaft – schaffen.“ Die nächste Stufe der Entbürokratisierung zündet der Wirtschaftsreferent 2020, wenn die rund 300 Maßnahmen der Initiative „Kärnten unternehmensfreundlich“ in Angriff genommen werden.
Die Investitionsfreude der heimischen Unternehmen unterstützte der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds 2018 mit rund 31,4 Millionen Euro. Damit wurden Gesamtinvestitionen von 293,6 Millionen Euro ausgelöst. „90 Prozent der Förderfälle betrafen Klein- und mittelständige Unternehmen, also KMU“, erklärte Wirtschaftsförderungsreferentin Schaunig.

Besonders positiv Bilanz zieht im Wirtschaftsbericht des Landes auch der Kärntner Tourismus. Im Tourismusjahr 2017/18 konnte bei den Nächtigungen ein Plus von 2,5 Prozent und mit insgesamt 3,18 Millionen Ankünften das bis dahin höchste Ergebnis seit 1969 erreicht werden. „Der Tourismus ist eine der zentralen Säulen der Kärntner Wirtschaft. Jede Investition in den Tourismus ist eine Investition in einen starken Wirtschaftsstandort, von dem ganz Kärnten profitiert“, so Schuschnig. Sich auf die positiven Zahlen auszuruhen, sei keine Option. „Dieses Ergebnis ist für mich Ansporn, den Tourismus durch gezielte Maßnahmen noch besser für künftige Herausforderungen zu stärken. Mein Fokus für die Unternehmer liegt in erster Linien auf der Entschärfung des Fachkräftemangels und die Schaffung neuer touristischer Infrastruktur zur Stärkung der Saisonverlängerung“, hebt Schuschnig die Investitionen von jährlich 1 Mio. Euro in moderne Infrastruktur mit überregionaler Strahlkraft hervor.

In Relation zum außergewöhnlich hohen Wirtschaftswachstum 2017 ist die Forschungsquote in Kärnten – wie in einigen andere Bundesländern – leicht gesunken. Dies allerdings bei insgesamt gestiegenen Forschungsausgaben. „Die Forschungsausgaben in Kärnten lösen steigende Wertschöpfung aus, das ist auch unser Ziel“, so Technologiereferentin Schaunig. Der hohe Innovations- und Hightech-Anteil in Kärnten spiegelt sich übrigens auch in den Beschäftigungsfeldern der Menschen wider: „Rund elf Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in Technologie-. bzw. IKT-Bereichen tätig“, so Schaunig.
„Die Zahlen aus dem Wirtschaftsbericht des Landes Kärnten belegen, dass der eingeschlagene wirtschaftspolitische Kurs stimmt und sind für uns Ansporn, den Standort Kärnten gemeinsam mit den Sozialpartnern weiter zu entwickeln und zu stärken“, schließen Schaunig und Schuschnig.


Rückfragehinweis: Büro LHStv.in. Schaunig/LR Schuschnig
Redaktion: Hetzel/Robitsch