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WIRTSCHAFT

Forschungsland Kärnten erhält weiteres Standbein

18.12.2019
LHStv.in Schaunig: Forschungszentrum CiSMAT unterstützt heimische KMU – Forschungsbereich Smart Materials stellt wichtige Schnittstelle dar – Finanzierung erfolgt größtenteils durch den KWF


Klagenfurt (LPD). Konsequent verfolgt das Forschungsland Kärnten die Strategie, über Kooperationen neue Standbeine zu schaffen, um neue Forschungsbereiche und Zukunftsthemen zu besetzen. Im heurigen Jahr ging es Schlag auf Schlag: Mit der Aufnahme der Arbeit der Silicon Austria Labs, der Gründung des Fraunhofer Innovationszentrum KI4LIFE, der Vergrößerung des Robotics-Instituts und nunmehr mit der Eröffnung des „Carinthia Institute for Smart Materials and Manufacturing Technologies (CiSMAT)“ am Campus Villach der FH Kärnten. „Über den Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds stärken wir die industrielle Forschung durch die Intensivierung der Kooperationen zwischen FH und Industrieunternehmen“, erklärte heute, Mittwoch, Technologie- und Wirtschaftsförderungsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig.

Konkret finanziert der KWF federführend die Stiftungsprofessur Smart Materials an der FH Kärnten, die mit Pascal Nicolay kompetent besetzt wurde. Von Gesamtkosten in der Höhe von 494.500 Euro bis 2022 kommen 375.460 Euro aus dem KWF. Die restliche Finanzierung erfolgt in Form von Eigenleistungen durch die FH Kärnten und durch Barleistungen von Industriepartnern. „Ziel dieser Förderung ist die Entwicklung eines strategischen Forschungsbereichs als Schnittstelle zu Materialwissenschaften und Sensorintegration“, erklärte Schaunig. CiSMAT agiert als Ansprechpartner zum Thema Industrie 4.0. und begleitet Unternehmen aus dem Industrieumfeld, insbesondere KMU, bei innovativen Forschungsvorhaben.

„Die Materialforschung ist eine gefragte Disziplin, da Werkstoffe die Eigenschaften, Funktionalitäten und Qualität der Endprodukte prägen. Speziell Smart Materials, also intelligente Werkstoffe, werden in Zukunft eine immer wichtigere Rolle bei der Entwicklung neuer und effizienterer Produkte einnehmen“, so Schaunig. Die FH Kärnten nehme mit dem CiSMAT auch eine wichtige Rolle in der Qualifizierung der heimischen Fachkräfte ein. Ab Herbst 2020 wird im Rahmen des CiSMAT-Forschungszentrums ein neuer Lehrgang zum Thema „Materialien und Produktionsverfahren der Zukunft“ starten.

„CiSMAT wird sich der Entwicklung von Innovationen für die Gesellschaft und Industrie der Zukunft widmen. Unterteilt in drei Forschungsgruppen konzentrieren wir uns auf die Bereiche Smart Materials und Hochleistungsverbundwerkstoffe, agile Fertigung, additive Fertigung und integrierte Sensorik“, erklärte CiSMAT-Leiter Pascal Nicolay. Als Träger der Stiftungsprofessur „Smart Materials / Industrie 4.0“ sieht Nicolay in der Einrichtung eine wichtige regionale Maßnahme, um Herausforderungen der angewandten Forschung im Bereich „Smart Materials“ gemeinsam zu meistern.



Rückfragehinweis: Büro LHstv.in Schaunig
Redaktion: Matticka/Zeitlinger