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2020 bringt in Kärnten weitere Großoffensive für Menschen mit Behinderung

30.12.2019
LHStv.in Beate Prettner: Assistenzleistungen werden im neuen Jahr um 30.000 auf 110.000 Stunden weiter ausgebaut – Zudem startet 2020 eine Wohn- und Beschäftigungsoffensive – Finish für Landesetappenplan


Klagenfurt (LPD). 2020 wird für den Bereich der Chancengleichheit ein ganz besonderes Jahr werden“, ist Sozialreferentin Beate Prettner überzeugt. Tatsächlich startet das Land mit einer Großoffensive für neue Wohnplätze und zusätzliche Arbeitsstellen. „Bis 2023 werden wir 32 Wohnbauprojekte – und zwar in allen Kärntner Bezirken - umsetzen, die in Summe 265 neue Wohnungen für Menschen mit Behinderung bringen werden. Parallel dazu werden 14 neue Beschäftigungsprojekte realisiert. Diese wiederum werden 181 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen“, informierte, heute, Montag, Prettner.

Die dafür notwendigen Regierungsbeschlüsse wurden bereits gefällt und zwar just am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. „Die Weichen sind also gestellt, nun können wir mit Jänner voll durchstarten“, so Prettner. Der Großteil der 265 Wohn- und 181 Beschäftigungsplätze werde bis spätestens erstes Halbjahr 2022 umgesetzt sein. Alleine für die 181 zusätzlichen Arbeitsplätze wird in der Folge für den laufenden Betrieb ein finanzieller Mehraufwand von 18 Millionen Euro pro Jahr erwachsen.

Abgesehen von der Offensive im Wohn- und Beschäftigungsbereich werden die sogenannten Assistenzstunden für Menschen mit Behinderung weiter forciert – konkret um 30.000 alleine im Jahr 2020. „Gerade in diesem Bereich haben wir in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht: In meiner Zeit als zuständige Sozialreferentin wurde das Stundenkontingent bereits vervierfacht“, stellte Prettner fest. Im Jahr 2020 werden für die dann 110.000 Assistenzstunden rund vier Millionen Euro veranschlagt.

„Und noch etwas bringt 2020: nämlich den Zieleinlauf des Landesetappenplans“, freut sich die Sozialreferentin. Bekanntlich war das Land Kärnten im November 2013 nach der Steiermark das zweite Bundesland, das sich zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf Landesebene verpflichtet hat. In der Folge wurden in Expertengruppen intensiv Leitlinien erarbeitet und die dazugehörigen Maßnahmen definiert. „Letztlich haben wir einen Katalog erschaffen, der aus neun Leitlinien mit knapp 80 Einzelmaßnahmen besteht. Leitlinien, die von „Umfassender Barrierefreiheit“ über „Selbstbestimmt Wohnen“ bis zu „Daten und Statistik“ reichen. Und eben dieser „Katalog“ ist der Landesetappenplan: Unser Ziel ist es, alle definierten Maßnahmen bis Ende 2020 zum Laufen gebracht zu haben“, betonte Prettner.



Rückfragehinweis: Büro LHStv.in Prettner
Redaktion: Grabner/Zeitlinger