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Universitätserweiterung mit Landeshilfe vorziehen

11.01.2020
LH Kaiser: Land könnte Mieten für Erweiterungsbau an Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zur früheren Projektumsetzung vorfinanzieren


Klagenfurt (LPD). Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) vermeldet als zukunftsorientierter Bildungs- und Wissenschaftsstandort dringenden Raumbedarf. Ein Erweiterungsbau soll daher direkt am Campus ein „Haus der digitalen Technologie“ entstehen lassen. Wenn es nach der österreichweiten Reihung des Wissenschaftsministeriums geht, wäre das Klagenfurter Projekt aber nicht vor 2025/26 bezugsfertig. Eine Möglichkeit wäre, den Erweiterungsbau mit Unterstützung des Landes Kärnten vorzuziehen. Konkret müsste das Land bis zum Eintritt des Bundes die Mieten für das Gebäude über einen Zeitpunkt von drei oder vier Jahren vorfinanzieren. Wie Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Samstag, mitteilt, soll die grundsätzliche Bereitschaft des Landes dazu in der Regierungssitzung am Dienstag bekundet werden. Mit Bund und Stadt Klagenfurt müssten in weiterer Folge noch entsprechende Verhandlungen aufgenommen werden.

„Mit dem weiteren Ausbau unserer tertiären Bildungseinrichtungen stärken wir auch den Wirtschafts- und Technologiestandort Kärnten, weil wir das heimische Arbeitskräfteangebot erhöhen und verbessern“, betont Kaiser. Die Kärntner Hochschulstrategie ziele in Richtung Nachhaltigkeit, Offenheit und Zukunftsorientierung. „Wir wollen Kärnten als einen der attraktivsten Studienorte Österreichs positionieren“, so Kaiser. In diesem Zusammenhang verweist er darauf, dass die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt gerade erst einen Sensationserfolg landen konnte. In den „Times Higher World University Rankings 2020“ hat sie außer der Universität Wien und den drei MedUnis alle österreichischen Unis, darunter auch die Technischen Universitäten, hinter sich gelassen.

Die Mieten für den Erweiterungsbau am Campus der AAU würden laut Kaiser für das Land je nach Baufortschritt voraussichtlich ab 2022 oder 2023 anfallen. Gespräche der AAU mit der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und Berechnungen haben ergeben, dass die Vorfinanzierung durch das Land bei einem Zeitraum von drei Jahren 2,6 Mio. Euro bzw. von vier Jahren 3,5 Mio. Euro betragen würde. „Voraussetzung ist u.a. die Zusage des Bundes hinsichtlich der Finanzierung und Umsetzung des gesamten Ausbauvorhabens. Weiters wollen wir eine eventuelle Mitfinanzierung durch die Stadt Klagenfurt klären“, sagt der Landeshauptmann. Und er ist sich sicher: „Die vorgezogene Realisierung des Erweiterungsbaues würde die Zukunftsentwicklung des Bildungsstandortes und auch die Kooperationen der AAU mit Wirtschaft und Forschungseinrichtungen zusätzlich beflügeln.“



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser
Redaktion: Markus Böhm