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Regierungssitzung 7: Kärnten auf Green Deal vorbereitet

14.01.2020
LH Kaiser und LR.in Schaar: Kärntens Klimastrategie optimale Vorbereitung auf Green Deal – Kärnten ist gerüstet, so viele EU-Mittel wie möglich für Einhaltung der Klimaschutzziele ins Land zu holen


Klagenfurt (LPD). Tausend Milliarden Euro will die EU in den Klimaschutz investieren, um die nötige Klimawende mit gezielten Maßnahmen herbeizuführen. Das ist der sogenannte Green Deal-Plan, der im Dezember auf EU-Ebene vorgestellt wurde und den die Kärntner Landesregierung heute in ihrer Sitzung auf Grund eines Berichtes von LR.in Sara Schaar behandelte.
Landeshauptmann Peter Kaiser bestätigte: „Diese Summe, eine Billion Euro, zeigt, dass die EU die Bedeutung und die Chancen aller Klimainitiativen und –aktivitäten massiv unterstützt und dass sie auch die Risiken erkannt hat, wenn nicht sofort gehandelt wird!“

LR.in Sara Schaar sieht im Green Deal, der sich auf acht konkrete Punkte stützt, „erstmals keine Floskeln, sondern eine Leitlinie mit konkreten Maßnahmen für den Klimaschutz“! Das Ziel ist, die EU bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Ab dann sollen keine zusätzlichen Treibhausgase aus der EU mehr in die Atmosphäre gelangen dürfen.

„Kärnten ist mit seiner Klimastrategie bestens vorbereitet, um die für mehr Klimaschutz zur Verfügung gestellten Mittel der EU in den nächsten Jahren auch entsprechend abzurufen. Und wie auch die EU in jedem einzelnen EU-Programm je ein Viertel der Mittel für das Erreichen der Klimaziele zur Verfügung stellt, arbeiten wir in Kärnten längst referatsübergreifend, um den Klimaschutz zu forcieren“, wies Schaar heute hin. Die Landesrätin ist überzeugt, dass „ein gemeinsamer Weg dahin führen kann, dass Europa als erster Kontinent klimaneutral wird.

Eine der wesentlichsten Maßnahmen, die Treibhausgase zu reduzieren, sei laut Schaar die Dekarbonisierung des Energiebereiches. Der Anteil erneuerbarer Energie betrage laut Schaar in Kärnten heute schon über 50 %. Außerdem könne Kärnten auch auf Maßnahmen verweisen, die dem Green Deal schon entsprechen, wie beispielsweise die Renovierungswelle, die das neue Wohnbauförderungsgesetz auslösen werde. Der Schwerpunkt liegt auf der Reduktion der Energiekosten und des Energieverbrauches. „Aber auch Industrie und Gewerbe sind von Emissionsreduktionen nicht ausgenommen. Und schlussendlich gehört die massive Einführung umweltfreundlicher Formen im privaten und öffentlichen Verkehr zu unserer Strategie, wo wir auch referatsübergreifend arbeiten“, erklärte Schaar.

Auch die Biodiversität müsse laut Schaar wieder gesteigert werden. Die stagnierenden Zahlen in diesem Bereich dürfen nicht länger hingenommen werden. Auch darauf arbeite die EU verstärkt hin, Kärnten wird seinen Beitrag leisten.



Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/LR.in Schaar
Redaktion: Gerlind Robitsch