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Veranstaltungsreihe „#Hass im Netz“ war zu Gast in Wolfsberg

28.01.2020
LR.in Schaar: Land Kärnten, Expertinnen und Experten und Betroffene mit Sensibilisierungsmaßnahme „#Hass im Netz“ in Wolfsberg - Bewusstsein für Gefahren und Folgen im Netz schaffen


Klagenfurt (LPD). Gestern, Montag, lud Frauen- und Jugendreferentin LR.in Sara Schaar zur Veranstaltungsreihe „#Hass im Netz“ in das Rathaus Wolfsberg. Mit Kurzvorträgen und Diskussionen widmete sich die vierte von insgesamt acht kärntenweiten Veranstaltungen, eine Initiative des Referates für Frauen und Gleichbehandlung gemeinsam mit der Antidiskriminierungsstelle und dem Jugendreferat des Landes Kärnten erneut dem Thema digitale Gesprächskultur und ihren Gefahren und Folgen.

„Hass im Netz ist ein Thema, das alle betrifft und ist nicht zu tolerieren. Wir alle tragen die Verantwortung für das eigene Handeln, auch im Internet. Es braucht daher eine digitale Gesprächskultur, in der unterschiedliche Meinungen wichtig und möglich sind, ohne dass es zu digitalen Übergriffen oder Gewaltaufrufen kommt“, betonte Schaar. Im Unterschied zu früher bedeute Hass im Netz für die Betroffenen nämlich eine 24 Stunden - 7 Tage - Dauerbelastung. „Ob Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte. Unser Anliegen ist es jeden und jede Einzelne entsprechend zu sensibilisieren. Gerade uns Politikerinnen und Politikern kommt hier eine Vorbildfunktion zu, um einen respektvollen Umgang mit anderen Meinungen vorzuleben.“, so Schaar.

Wie wichtig es ist, dass Eltern ihre Kinder frühzeitig für die Gefahren des Cybermobbings sensibilisieren, machte auch Andreas Tatschl, Präventionsbeauftragter der Polizeiinspektion Wolfsberg, deutlich: „Wir können mit dem Handy mittlerweile das Wissen der ganzen Welt nachschlagen. Smartphones können aber auch zur Waffe werden und im schlimmsten Fall tödlich verwendet werden. Ich appelliere daher an die Eltern sich Tipps zu holen, wie Kinder gut begleitet werden können, um digital erwachsen zu werden.“

Zu Wort kam auch Marika Lagger-Pöllinger als betroffene Mutter. Ihr Sohn nahm sich im Alter von 16 Jahren wegen Cybermobbings das Leben. Sie erzählte ihre ganz persönliche Geschichte. Außerdem zu Gast war Sophie Haidinger vom Verein ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, die sich tagtäglich mit der Beratung Betroffener dem Kampf gegen Hass im Netz stellt. „Allein 2019 wurden bei uns über 3000 Fälle gemeldet. Um gegebenenfalls Schlimmeres zu verhindern wird jeder einzelne davon innerhalb von 24 Stunden gesichtet“, so Haidinger.

Unterstützt wird die Sensibilisierungsmaßnahme #Hass im Netz auch von der Bildungsdirektion Kärnten, den Gesunden Gemeinden sowie von der Antenne Kärnten. Weiter geht es am 17. Februar in Völkermarkt.

I N F O S: http://frauen.ktn.gv.at/344618_DE-Veranstaltungen-Veranstaltungen_Details?nid=32 - Bei Interesse an Vorträgen für Schüler*innen oder Elternabende kann man sich an das Referat für Frauen und Gleichbehandlung wenden: Tel: 050 536 33052 oder frauen@ktn.gv.at.


Rückfragehinweis: Büro LR.in Schaar
Redaktion: Plimon/Zeitlinger

Fotohinweis: Büro LR.in Schaar