Presseaussendungen


Landtag 2: Bevölkerungsentwicklung sorgte für Diskussionsstoff in Aktueller Stunde

06.02.2020
Herausforderungen wachsen sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum – LR Gruber: Regierung setzt zahlreiche Maßnahmen


Klagenfurt (LPD). “Die Bevölkerungsentwicklung in Kärnten – Herausforderungen und Chancen für den Lebensstandort Kärnten“ lautete heute, Donnerstag, das Motto der Aktuellen Stunde im Kärntner Landtag. Die Abgeordneten sprachen in diesem Zusammenhang über Themen wie Arbeitsmarkt, Mobilität oder Pflege. Zur Diskussion standen aber auch die medizinische Versorgung und die Infrastruktur vor allem im ländlichen Raum.

„Die negative demographische Entwicklung die prophezeit wird, betrifft den urbanen und den ländlichen Raum. Wobei letzterer aber deutlich stärker getroffen werden, und vor immensen Herausforderungen stehen wird. Auch wenn viele Ökonomen empfehlen, sich auf den urbanen Raum zu konzentrieren und das ländliche Gebiet zu vernachlässigen, werde ich niemals aufhören, dafür zu kämpfen“, betonte Landesrat Martin Gruber, selbst ehemaliger Bürgermeister einer Landgemeinde. Eine funktionierende Infrastruktur sei unumgänglich im Bemühen den ländlichen Raum lebenswert zu machen – genau die fehlt aber immer öfter. Abwanderung ist die Folge. „Politisch muss dieses Thema außer Streit gestellt werden. Daher haben wir als Regierung bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Ganz aktuell ist beispielsweise die Entlastung der Nahversorger zu erwähnen“, so Gruber zu jenem Paket, das kürzlich auch im Rahmen der Regierungssitzung präsentiert wurde. Mit der Budgetaufstockung im Straßenbau und im Bereich des ländlichen Wegenetzes habe man ebenfalls deutliche Zeichen gesetzt. „Der Aufbau eines Holztechnologienetzwerkes soll ungenutztes Potenzial erschließen. Die Einführung des Kleinprojektefonds und die Förderung der Regionalitätsoffensive zielen ebenso auf die Stärkung des ländlichen Raums ab“, so Gruber der betont: „Die Umsetzung des ‚Masterplans Ländlicher Raum‘ ist mir ein großes Anliegen.“ Er rief dazu auf, sich wieder auf die Stärken Kärntens zu besinnen und diese entsprechend auszubauen.

Eine der größten Herausforderungen sieht Landesrat Sebastian Schuschnig im Fachkräftemangel. „Die Weichen müssen jetzt gestellt werden, um aus den Herausforderungen eine Chance zu machen“, so der Wirtschaftslandesrat. Es sei bereits gelungen, die größte Investition Europas nach Kärnten zu holen und sich zwei Jahre in Folge als Wachstumssieger hervorzutun. „Wir sollten mit Zukunftsoptimismus an den Wirtschaftsstandort Kärnten glauben und daran arbeiten“, so Schuschnig. Darauf ziele beispielsweise auch das Bemühen ab, Kärnten zum unternehmensfreundlichsten Bundesland zu machen. Noch heuer soll ein Deregulierungspaket geschnürt werden, das den Unternehmern mehr Freiraum einräumt. Der Wirtschaftsstandort Kärnten müsse laut Schuschnig künftig auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung setzen. Die Koralmbahn sieht er zudem als Jahrhundertchance um die Wertschöpfung zu steigern. „Kärnten braucht einen starken Zentralraum, aber jeder muss die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, wo er leben und arbeiten will. Ganz Kärnten hat als Lebensstandort Zukunft – seien wir stolz darauf“, rief Schuschnig am Ende seiner Rede nochmals zu Optimismus auf.


Rückfragehinweis: Büro LR Gruber, Büro LR Schuschnig
Redaktion: Susanne Stirn