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Regierungssitzung: 1,1 Millionen Euro Landesmittel für Schutzwasserwirtschaft

08.02.2020
LR Fellner: Maßnahmen schlagen mit insgesamt knapp drei Millionen Euro zu Buche – Landesmittelanteil wird am Montag in der Regierungssitzung beschlossen


Klagenfurt (LPD). 18 Instandhaltungsmaßnahmen, zehn schutzwasserwirtschaftliche Planungen sowie elf Sofortmaßnahmen und vier Kostenerhöhungen: Die Abteilung für Wasserwirtschaft des Landes Kärnten hat sich viel vorgenommen für das noch junge Jahr. „Mir als Referent für Wasserwirtschaft geht es darum, Kärnten Stück für Stück sicherer zu machen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Unwetterereignisse zunehmen und Hochwasserschutz immer wichtiger wird. Deshalb geben wir in Kärnten für den Hochwasserschutz auch so viel Geld wie noch nie aus. Positiver Nebeneffekt: Dadurch lukrieren wir auch das Maximum an Mitteln vom Bund“, so Landesrat Daniel Fellner als zuständiger Referent heute, Samstag. Die Finanzierung der Maßnahmen teilt sich wie folgt auf: Bund: 1.084.472 Euro, Land: 1.084.473 Euro und Interessenten: 761.992 Euro. Der Landesmittelanteil wird am Montag in der Regierungssitzung beschlossen, sagt Fellner und betont: „Es ist ein ambitioniertes Programm zum nachhaltigen Schutz der Kärntnerinnen und Kärntner.“

Bei den 18 Instandhaltungsprojekten in den Bezirken Villach-Land, St. Veit, Völkermarkt, Klagenfurt-Stadt und Klagenfurt-Land, Spittal und Wolfsberg werden in überwiegendem Maße Arbeiten wie Ausfreiungen, Profilsertüchtigungen, Entfernung von Verklausungen und abflusshinderndem Bewuchs sowie Wiederherstellung von schadhaft gewordenen Ufersicherungs- und Regulierungsmaßnahmen durchgeführt, um eine uneingeschränkte Funktionsfähigkeit der Abflussprofile zu gewährleisten.

„Mit zehn Sofortmaßnahmen in den Bezirken Villach-Land, St. Veit, Feldkirchen, Hermagor und Spittal müssen aufgrund des Hochwasserereignisses ‚Detlef‘ im November 2019 ehest möglich wieder geordnete Abflussverhältnisse geschaffen werden, um drohender Schadensausweitung bei etwaigen Folgeereignissen entgegenzuwirken“, erläutert Fellner.

Die notwendigen Planungsmaßnahmen betreffen die Erstellung des Hochwasserrisikomanagementplans für Kärnten – der die prioritären Hochwasserschutzmaßnahmen für die nächsten sechs Jahre festlegt, einer Studie sowie die Erstellung von acht Gefahrenzonenplänen. Zusätzlich wird noch infolge höherer Kosten bei den Hochwasserschutzprojekten Auenbach, Wolfsberg und Lavant-Klöschbach, Lavamünd, HW-Schutz Cimenti jeweils eine Kostenerhöhung genehmigt, wodurch nun ein ordnungsgemäßer Abschluss gewährleistet werden kann und der Schutz von 60 Objekten und 80 Bewohnern bis zu einem hundertjährlichen Hochwasserereignis endgültig sichergestellt ist.



Rückfragehinweis: Büro LR Fellner
Redaktion: Fischer/Böhm